München - Schmetterlingsausstellung

Fahrt am Donnerstag 5. März nach München

Besuch Botanischer Garten mit Schmetterlingsausstellung

 

Wir starten mit den Ausflügen des Seniorenclubs im Sozialwerk Stephanskirchen im Jahr 2020. Abfahrt: 11.30 Uhr von Stephanskirchen. Die Anreise erfolgt, wegen eines langen Staus auf der Autobahn, über die Landstraße nach München. Die Fahrt auf dem „Mittleren Ring“ in München, geschaffen zur Olympiade 1972, verläuft durch neue Tunnel. Vorbei an vielen bekannten Gebäuden, wie das umfangreiche BMW – Areal samt Museum, oder das Olympia- Gelände mit der markanten Dachkonstruktion und dem Olympia/Fernsehturm, erreichen wir um 13.15 Uhr den Botanischen Garten. Der Botanische Garten München-Nymphenburg, mit einer Fläche von 22 ha und über 400.000 Besucher im Jahr, gehört zu den bedeutendsten Botanischen Gärten der Welt. In den über 4.500 qm umfassenden Gewächshäusern, aufgeteilt in drei größeren Hallen und zwölf kleineren Häusern sind Pflanzen sämtlicher Breitengrade vertreten. Zunächst besuchen wir das Haus 4 – Wasserpflanzenhaus – mit der Schmetterling-Sonderausstellung. Hier tummeln sich zurzeit etwa 400 – 500 Schmetterlinge unterschiedlicher Größe und Farbe, ca. 50 verschiedene Arten, aus verschiedensten Tropenregionen. Darunter so faszinierende Arten wie der Himmelsfalter, dessen blaugefärbte Oberseite man nur im Flug zu bewundern kann. Oder der Bananenfalter, ein eleganter Flieger mit markanten Augenflecken auf der Unterseite. In diesem Gewächshaus befinden sich auch 15 Aquarien, wo sich Schildkröten und Goldfische tummeln. Nach diesen erstaunlichen Eindrücken setzen wir die Besichtigung der weiteren Gewächshäuser fort: Wüstenpflanzenhaus, Mexikohaus ( Kakteen , Agaven) Halle C das Madagaskarhaus, das Bromelienhaus, das große Cycadeenhaus mit einem grottenartigen Felsdurchbruch, das Baumfarnhaus mit dem Geweihfarmpavillion, das Kamelien- und Azaleenhaus mit seiner Blütenpracht, das Orchideenhaus, das Nutzpflanzenhaus mit Bananen-, Kakao- und Papaya-Pflanzen und das große Viktoriahaus mit den Wasserbecken samt tropischen Seerosen. Wir schreiten durch das große Palmhaus Halle B und die Kakteenhalle Halle A und verlassen diese eindrucksvolle Pflanzenwelt in Richtung Cafe. Leider kann die Frühlingspracht der 65.000 gesteckten Blumenzwiebel im Schmuckhof und an den Wegrändern zum Cafe noch nicht bewundert werden. Wir freuen uns über Schneeglöckerl, Stiefmütterl und andere kleine Frühlingsboten. Nach reichlicher Stärkung, gemütlicher Unterhaltung gehen wir zurück zur Pforte .Viele drehen noch einmal eine Runde in den Gewächshäusern, oder legen einen Stop im Shop ein, weil der, auch so wichtige Frühlingsregen einsetzt. Wir starten um 16.15 Uhr, fahren im üblichen Berufsverkehr, auf der Autobahn zurück nach Rosenheim und erreichen Stephanskirchen um ca. 18.15 Uhr.

Reisebegleitung Rita Ringel

Traunstein

Fahrt am Donnerstag 5. Dezember 2019 nach Traunstein

Besuch des Christkindlmarktes

 

Traditionell ist das Ziel der letzten Fahrt im Jahr, ein  Christkindl-, Advents- oder Weihnachtsmarkt. Am 5. Dezember starten wir um 13.00 Uhr in Stephanskirchen. Die Anreise geht über Bad Endorf nach Seebruck am Chiemsee. Ein feiner Dunst liegt auf dem See, gestattet aber einen „geisterhaften“  Blick auf die gegenüber liegenden Chiemgauer Berge, Kampenwand, Hochplatte, Hochgern und Hochfelln. Die Sonne schickt Ihre Strahlen auf die Stadt Traunstein, aber sie wärmt nicht mehr. So freuen wir uns, vor dem Besuch des Christkindlmarktes, auf eine Einkehr im Hofbräuhaus Traunstein, mitten in der Altstadt. Seit seiner Gründung im Jahr 1612 hat das Hofbräuhaus Traunstein seinen Firmensitz und die Produktion in der Traunsteiner Altstadt. Umgeben von den schönen Häusern der historischen Altstadt, zwischen der Stadtpfarrkirche St. Oswald und dem Jacklturm siedelte sich der Traunsteiner Christkindlmarkt ab 29. November an. Über 30 festlich geschmückte und beleuchtete Christkindlmarkthütten,  u.a. mit Töpferwaren, Christbaum- und Weihnachts-schmuck, Handarbeiten, Hinterglasmalereien, Puppentheater, Kinder-Riesenrad sowie zahlreichen süßen, salzigen, scharfen Leckereien und Glühwein mit oder ohne Alkohol sorgen täglich bis einschließlich 24. Dezember für eine adventliche Stimmung. Auch die Geschäfte, Pizzerien oder Cafes rund um den Markt laden zum Eintreten oder Einkehr ein. Als sich der Tag verabschiedet, erscheint der Stadtplatz im weihnachtlichen Lichterglanz. Besonders der große Christbaum vor der Stadtpfarrkirche St. Oswald erfreut die Besucher. In dieser Kirche feierte der Ehrenbürger der Stadt Traunstein, unser „bayerischer“ emeritierte Papst Benedikt XVI und sein Bruder Georg 1951Primiz. Pünktlich um 16.45 Uhr verlassen wir den weihnachtlichen „Trubel“, denn unser Bus erwartet uns vor dem Traunsteiner Wahrzeichen, dem Jacklturm zur Rückfahrt vor 17.00 Uhr. In Gstadt am Chiemsee legen wir eine kurze Pause ein. Auf einem Parkplatz, oberhalb des Ortes, genießen wir bei einer klaren, romantischen Abendstimmung und guter Aussicht auf den Chiemsee und die Fraueninsel eine Tasse Glühwein und Gebäck. Der Jahresabschluß 2019 - ein Dankeschön an unseren bewährten, ideenreichen Fahrer Sigi.

Die Reisebegleitung Rita Ringel

Irschenberg - Kaffee Dinzler

Fahrt zur Kaffeerösterei Dinzler am Irschenberg

Donnerstag 14. November 2019

Ein schöner Novembertag, kein Regen oder Nebel, blauer Himmel und ein paar weiße Wölkchen, so genießen wir die Fahrt zum Irschenberg ab Stephanskirchen um 12.30 Uhr. Auf dem 730 m hohen Höhenrücken am Alpenrand, über dem Tal der Mangfall, liegt die die Gemeinde Irschenberg mit seinen 143 amtlichen Gemeindeteilen. Bevor wir die Autobahn verlassen ein bekannter Blick auf die Wallfahrtskirche St. Marinus und Anian vor dem schneebedeckten Mangfallgebirge, mit dem 1838 m hohen Wendelstein  und dem 1622 hohen Breitenstein. Die Führung um vieles, vom beliebtesten Getränk der Deutschen, und der Firma Dinzler zu erfahren beginnt um 14.00 Uhr. Eine Vorstellung der Gebäude läßt erkennen wie sich der Betrieb in den letzen Jahren vergrößert hat.  Eine Filmvorführung „Kaffee ist unser Leben“ über Kaffeeanbau, -verarbeitung sowie die Firmengeschichte der Dinzler Kaffeerösterei bietet viele interessante Einblicke. Technik, eine gute Nase und feiner Geschmacksinn sind beim Kaffeerösten gefragt. Eine kleine Kostprobe erlaubt es auch uns ein Urteil abzugeben. Der Duft und Genuß von frisch gebrühtem Filterkaffee weckt unsere Lebensgeister und wir setzen die Führung durch die Rösterei und Kaffee-Shop fort. Die anschließende „Kaffepause“ wird bei allen mit allen Zügen genossen. So gestärkt treten wir um 16.50 Uhr unsere Heimfahrt über die Autobahn nach Rosenheim an. Wir erreichen Stephanskirchen um ca. 17.30 Uhr.

Berchtesgaden - Königssee

Fahrt nach Schönau am Königsee – Möglichkeit zur Schiffahrt am Königsee oder  Berg- und Talfahrt am Jenner

Donnerstag 10. Oktober 2019

Abfahrt um 10.00 Uhr in Stephanskirchen. Gut ausgerüstet mit Jacke, Schirm und sehr viel Optimismus starten wir den Ausflug in das Berchtesgadener Land. Die letzen Tage waren sehr herbstlich, regnerisch und kühl. Die Anreise beginnt auf der Autobahn bei Achenmühle, aber sie wird abrupt abgebrochen, der Verkehrsfunk meldet einen langen Stau ab Chiemsee und vor Siegsdorf. Also fahren wir auf Landstraßen über Frasdorf - Aschau – Bernau – Rottau - Grassau, vorbei an Bergen, am Fuß des 1674 m Hochfellns, nach Siegsdorf. Auf der Deutschen Alpenstraße geht es, bei Sonnenschein, nach Eisenärzt, Hammer und Inzell. Genau vor 400 Jahren verlief hier die erste Pipeline der Welt – eine Soleleitung von Bad Reichenhall nach Traunstein – die 1619 in Betrieb genommen wurde. Wir folgen dem Weißbach, der hier die bekannte Weißbachschlucht geschaffen hat, zum Ort Weißbach an der Alpenstraße im Landkreis Berchtesgaden. Auf den Spuren der Holzfäller führen Wanderungen auf historischen Wegen zu Plätzen und Triftklausen, die für die Holzgewinnung der Salinen in Bad Reichenhall eine große Bedeutung hatten. Vorbei am über 350 Jahre alten Mauthäusl, der Gemeinde Schneizelreuth, dem Ortsteil Jettenberg führt die Straße über den 868 m hoch gelegenen Schwarzbachwachtsattel, im Volksmund „Wachterl“ genannt. Bald taucht der kleine Taubensee auf, ein Naturdenkmal, ein Ortsteil und eine der vier Gnotschaften der Ramsau. Wir passieren die Hindenburglinde, samt Berggasthof. Der Blick richtet sich auf die Berge, das Watzmann-Massiv mit“ Frau und Kindern, den Hochkalter, die Reiter Alm und das Bergsteigerdorf  Ramsau. Wir folgen der Ramsauer Ache nach Berchtesgaden bis zum Hauptbahnhof. Beim Triftplatz vor dem Bahnhofgebäude vereinigen sich die Königseer Ache mir ihr und werden zur Berchtesgadener Ache. Nach wenigen Kilometern erreichen wir Schönau am Königsee. Ein Teil der Reisegruppe fährt, in Begleitung von Sr Maria, mit der neuen, barrierefreien Bergbahn zum Jenner. In 17 Minuten Fahrzeit ist die Bergstation und die „Jenner-Alm“ erreicht. Alle genießen den unvergleichlichen Panoramablick auf den Nationalpark Berchtesgaden. Die zweite Gruppe, in meiner Begleitung, unternimmt ab 13.00 Uhr eine Schiffahrt. Lautlos  bringt uns ein Elektroboot nach 35 Minuten zur Halbinsel Hirschau mit dem Jagdschloß, 1506-1522 erbaut, und der Wallfahrtskirche. Der kreisförmige Baukörper der Kirche stammt aus dem Jahr 1733, ist dem Hl. Bartholomäus, Patron der Hirten und Almleute, geweiht. 15 Minuten bevor wir anlegen hören wir, vor der mächtigen „Echo-Wand“ am Fuß des 2713 m hohen Watzmanns, ein Flügelhornpiel des Bootführers. Das weltberühmte „Echo vom Königsee“ berührt alle an Bord. Die Sonne hat sich leider etwas hinter den grandiosen Gipfeln von Watzmann und  Steinernem Meer versteckt, schickt noch ein paar Strahlen und lassen die kommende Feuchtigkeit wie Schleier auf die Felsen und den See gleiten. Die Zeit für den Aufenthalt und der Rückfahrt kann jeder, nach Vorlieben einteilen. Möglichkeit zum Spaziergang,  Einkehr im Wirtshaus, eine Fisch-Brotzeit beim Fischer und der Besuch der Wallfahrtskirche sind gegeben. Viele Gäste, aus aller Welt besuchen, auch heute, diesen Ort deshalb bleibt das „Schlangestehen“ vor der Rückfahrt  nicht aus. Nach 30 Minuten erreichen wir den  Steg an der Seelände. Der Rückweg zum Parkplatz  ist kurzweilig, viele Kioske und Verkaufsstände säumen die Straße. Wir, die Berg- und die Schifferlfahrer treffen uns wieder um 16.30 Uhr am Bus. Die Rückreise erfolgt über Berchtesgaden. Wegen einer Straßensperrung können wir nicht über Bad Reichenhall zur Autobahn fahren. Die Umleitung bringt uns wieder auf die B305 nach Inzell  und Siegsdorf.  Wir genießen die herbstliche Fahrt trotzdem, sehen die Umgebung aus einem neuen Blickwinkel. Ankunft in Stephanskirchen um ca. 19.00 Uhr.

Reisebegleitung Rita Ringel

Fane Almen - Sterzing

Fahrt  zu den Fane-Almen im Pustertal und Besuch von Sterzing in Südtirol

Donnerstag, 5. September 2019

Der Ausflug beginnt um 8.00 Uhr in Stephanskirchen. Über Rosenheim, Kufstein, Hall erreichen wir Innsbruck und die Brennerautobahn. Immer wieder beeindruckend, der geschichtsträchtige Bergisel mit der Sprungschanze und die Fahrt über die Sillschlucht, ca. 200 m hoch, auf der Europabrücke. Vor 60 Jahren erfolgte der erste Spatenstich. Die vielen, langen Autobahn-Brückenkonstruktionen  bringen uns zügig zum Brennerpaß und der Landesgrenze Tirol – Südtirol. Das südliche Wipptal entwässert der Eisack. Sein Wasser wird in den großen Erdbeerplantagen zwischen Sterzing und Mauls dringend benötigt. Außerdem wird es  bei Franzensfeste aufgestaut und Strom erzeugt. Wir verlassen die Autobahn und  folgen der Strada Statale della Pusteria bis Mühlbach am Mühlbacher Stausee, der durch das Wasser der Rienz entstanden ist. Hinter dem Ortskern liegt der Eingang des Valser Tals, ein Tal in den Pfunderer Bergen, einer Untergruppe der Zillertaler Alpen. Nach 600 Höhenmetern erreichen wir um 11.30 Uhr den Hauptort Vals. In der urigen Pizzeria Mühle können wir uns mit typischen Südtiroler Spezialitäten oder auserlesenen Pizzen stärken. Ab 12.45 Uhr beginnt die Auffahrt zum Talschluß mit drei kleinen Shuttlebussen. Steil und sehr schmal verläuft diese Bergstraße, die uns aber schnell auf 1705 m zum Parkplatz „Berg am Boden“ bringt. Die restlichen 34 Höhenmeter zum Almdorf müssen zu Fuß zurückgelegt werden. Der erste Blick bestätigt die Beschreibung, das schönste Almdorf Südtirols. Ein uriges Almdorf, eine Gemeinschaftsalm, eingebettet in eine einmalige Berg- und Naturkulisse. Wohnhütten, Heuhütten, eine kleine Kirche und drei Almschenken- insgesamt 30 Gebäude bilden die Malga Fane, wie die Italiener zu ihrer Fane sagen. Den Aufenthalt kann jeder nach seinen Wünschen gestalten: einen langen oder kurzen Spaziergang, lang oder kurz „einkehren“, gemütlich den Rückweg zum Parkplatz antreten oder „stramm“  auf dem „Milchweg“ bis nach Vals marschieren. So verlassen wir Vals um 15. Uhr, etwas früher wie geplant und fahren auf der Staatsstraße nach Sterzing, vorbei an den Ortschaften Franzensfeste, Mittewald, Mauls, Freienfeld mit seiner Wallfahrtskirche Maria Trens. Ein paar Regentropfen halten uns nicht ab, der „alten Fuggerstadt“ einen Besuch abzustatten. Der Zwölferturm, ein Stadtturm, der mit seinen 46 m das höchste Gebäude ist, oder das  um 1400 erbaute Heilig-Geist Spital, das Rathaus mit dem Innenhof zeugen vom Reichtum und selbstbewussten Bürgern um 1500. Um 17.00 Uhr treten wir die Rückfahrt an. Die Regentropfen haben sich teilweise zu Starkregen auf der Autobahn verwandelt.

Pünktlich zum Ende der Fahrt hat der Himmel seine „Wasserschleusen“ geschlossen und wir können ohne Regenschirm um 19.45 Uhr trocken den Heimweg antreten.

 

Rita Ringel Reisebegleitung

Dingolfing - Wallersdorf

Fahrt nach Dingolfing- Besuch Indusstriegeschichte Museum- Weiterfahrt zu Aster’s Holunderhof in Westerndorf am Donnertag 8. August 2018

 

Abfahrt um 8.30 Uhr in Stephanskirchen. Wir meiden im Urlaubsmonat die Autobahnen und fahren über Land in Richtung Norden in den niederbayerischen Landkreis Dingolfing-Landau. Über Vogtareuth, Schonstett, Evenhausen, Stephanskirchen, Reichertsham, die alle dem Landkreis Rosenheim angehören, erreichen wir, nach dem Gebiet Holzwimm, auf der Ro 39 die Landkreisgrenze Mühldorf und die kleine Gemeinde Unterreit. Wir folgen der St2092 bis zur Abzweigung auf die Mü48 und kommen nach Jettenbach, auf die Mü19. Diese quert den Inn, dadurch wird der Blick auf das Jettenbacher Wehr frei. In den Jahren 1919-1923 erbaut dient es zur Stromerzeugung und um Triebwasser, über den gleichzeitig geschaffenen Innwerkkanal, aus dem Inn zum Kraftwerk Töging abzuleiten.  Ab Wasserburg bis hinter Mühldorf am Inn schlängelt sich der Fluß durch das Inn Hügel Land. Zwischen Jettenbach und Töging fließt der letzte freie Abschnitt des Inns. Zu verdanken ist dies einer Renaturierung, die vor über 20 Jahren begonnen hat. In den anderen Teilen ist der Fluss laut Wasserwirtschaftsamt Rosenheim seit 1924 zu einer Kette aus 14 Kraftwerken gezähmt. Ein paar Kilometer weiter ist die Stadt und die nördlichen Gewerbe- und Industriegebiete von Waldkraiburg zu sehen, durch Zuzug von Vertriebenen nach dem zweiten Weltkrieg entstanden. Die St2091  bringt uns nach Ampfing, Zangberg mit der dominierenden Klosteranlage St. Josef, Lohkirchen nach Neumarkt St. Veit. Nach Hörbering, auf der St2111, nach Gangkofen überquert man die Landkreisgrenze Rottal-Inn. Durch das niederbayerische Hügelland,  kleinen Gemeinden, großen Vierseithöfen und weitläufigen Maisfeldern  nähern wir uns dem Landkreis Dingolfing-Landau mit seiner Kreisstadt Dingolfing. In zentraler Lage in der Unter-Stadt, im Gasthof Postbräu, nehmen wir das Mittagessen ein. Die restliche Zeit bis zur Weiterfahrt in die Ober-Stadt nützen viele für einen Spazier- und Erkundigungsgang rund um den blumengeschmückten Stadtplatz. Um 13.00 Uhr beginnt eine Führung im Museum Dingolfing, ein Baukomplex der drei Gebäude umfasst: die Herzogsburg, der Pfleghof und der ehemalige Getreidekasten. In diesem wird auf rund 1000 qm die industrielle Entwicklung der heutigen BMW-Stadt aufgezeigt. Wir haben uns für die Erfolgsgeschichte der Firma Glas entschieden, die hier 1905 ihre erste Niederlassung gründete. Mit dem Bau des legendären „Goggal“, wie es die nette Museumsführerin liebevoll nennt, entwickelte sich die Stadt zum bedeutenden Industrieort mit dem größten BMW-Werk Europas. Auf der Weiterfahrt in Richtung Landau an der Isar beeindrucken uns weitläufige Werksanlagen. Ca.   13.000 Mitarbeiter arbeiten im Schichtbetrieb. Bis zu 300 Busse bedienen täglich 2.500 Haltestellen um die Beschäftigten an die Produktionsstätten zu bringen. Die St2074 bringt uns   

über Rosenau, Mammingerschwaigen, Harburg nach Landau an der Isar. Durch diverse Umleitungen gelangen wir über schmale Straßen und kleine Dörfer nach Westerndorf zu Aster‘s Holunderhof. Freundlich begrüßt uns Herr Martin Aster, der Besitzer. Unter großen Sonnenschirmen, vor dem kleinen Hofcafe, lassen wir uns zu Kaffee, Kuchen, Getränken oder Holunder-Spezialitäten nieder. Alles selbst hergestellt von Martina Aster. Anschließend erzählt uns der „Holunder-Pionier“ die Geschichte des über 150 Jahre alten Asterhof, u.a. vom Beginn des Holunderanbaus vor 30 Jahren durch den Vater und die ständigen Veränderungen. Mittlerweile bewirtschaften sie 1,3 Hektar. Alles in Handarbeit und nahezu in einer ökologischen Bewirtschaftungsform. Wir können uns nur schwer von dieser netten  Atmosphäre trennen. Nach über zwei Stunden Aufenthalt treten wir um 17.15 Uhr die Rückfahrt an. Über Wisselsdorf, Lappersdorf, Exing, Reichersdorf erreichen wir die B20, die uns nach Eggenfelden bringt. Weiter auf der B 588 nach Neuötting und die BAB 95. Ein paar Kilometer Autobahn leisten wir uns bis Haag. Über Wasserburg, Griesstätt kommen wir nach Schloßberg und Stephanskirchen – Ankunft ca. 19.30 Uhr.

Reisebegleitung Rita Ringel

Kühtai - Sellraintal

 

Fahrt durchs Sellraintal nach Kühtai – über Seefeld zum Walchensee

Donnerstag  18. Juli 2019

 

Abfahrt um 8.30 Uhr in Stephanskirchen – Anfahrt auf der Inntalautobahn bis Innsbruck. Die Ausfahrt Innsbruck-Kranebitten führt uns nach Kematen, der geographischen Grenze zwischen Ober- und Unterinntal.  Die Bewohner haben sich ab 1143 auf dem Schwemmkegel der Melach, die hier in den Inn fließt, niedergelassen. Wir folgen der Melach ins Sellraintal, einem Kerbtal das sich von Kematen zum Kühtaisattel auf 2020 m erstreckt. Die Jöcher des Tales wurden schon in vorgeschichtlicher Zeit als Übergänge genutzt, das beweisen 10.000 Jahre alte steinzeitliche Gerätefunde aus dem Fotschertal, einem Seitental. Nach über 300 Höhenmetern, schmalen Straßen und Kurven weitet sich das Hochtal und erstmals werden die Blicke auf die imposanten Berge der Stubaier Alpen frei. Die erste Gemeinde Sellrain mit seiner barocken Pfarrkirche der Hl. Anna (1701- 1705), die in erhöhter Lage am Ortseingang liegt, ist zu sehen. Nach wenigen Kilometern und weiteren 279 Höhenmetern erreichen wir Gries in Sellrain im mittleren Sellraintal. Ca. 600 Einwohner wohnen hier rund um die Pfarrkirche St. Martin (1733-1735) mit ihrer Barockhaube. Die Melach, vom Lüsental kommend, fließt im Dorfkern in den Zirmbach, den wir bis zum Ursprung auf 1830 m begleiten. Zunächst erblicken wir auf 1513 m ü.NN das kleine St. Sigmund im Sellrain mit der gleichnamigen spätgotischen Pfarrkirche, die um 1490 errichtet wurde. Die hinterste aber flächenmäßig die größte Gemeinde im Tal gehört seit Juni 2013 zur "Bergsteigerdörfer Region Sellraintal" des Alpenvereins Österreich. Ab dem Ortsteil Haggen wird die 8 km lange Straße zum Sattel auch mit Lawinentunnel geschützt. Der Wald lichtet sich, die Almwiesen, samt Kühen und Pferden, immer weitläufiger, ganz plötzlich erscheint das Ortsschild „Kühtai – 2020 m Seehöhe Gde. Silz“ . Wie eine Krone reihen sich die Berggipfel um den Sommer- und Wintersportort: Hochalter 2678m, Pirschkogel 2828 m, Vorderer Grieskogel 2674 m, Die Mute  2398 m ( Fintertal-Speicherseemauer 2.300 m), Plenderlesseekopf 2590 m - sie sind auch mit Bergbahnen erreichbar und der Zwölferkogel mit seinen stattlichen 2988 m. 1 ½ Stunden Mittagspause – Möglichkeit zum Essen im „Kühtaier Dorfstadel“ und nach Belieben, einen Rundgang  bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen. Um 13.30 Uhr beginnt die Weiterfahrt durch das Nedertal ins Ötz- bzw. Inntal. Vorbei am Jagdschloss Kühtai, am türkisfarbenen Zwischenspeicher Längental, dem kaum sichtbaren Kraftwerk Kühtai, geht es auf der L 237 steil bergab. Dadurch erreichen wir in kürzester Zeit das Gebiet und den Ort Ochsengarten auf 1542 m. Ab dem Jahr 1315 ist ein Schwaighof nachweisbar – einer der ältesten, hochalpinen Dauersiedlungen Tirols. Wir passieren kleine Weiler, Rotten, Dörfer wie Mühlau, Taxegg, Ötzerau, erreichen nach 730 Höhenmetern das vordere Ötztal, die  Ötztaler Ache und die Gemeinde Ötz am Fuße des 3007 m hohen Achterkogel. Nach wenigen Kilometern erreichen wir das Oberinntal mit der Autobahn, die an den Orten Haiming, Silz, Stams, Rietz und Telfs vorbeiführt. Bei der weiteren Bergfahrt zum Seefelder Plateau, sehen wir die Friedensglocke bei Mösern, den ehemaligen Olympiaort Seefeld (1180m), die Toni-Seelos-Sprungschanzen, das Seekirchl, die Pfarrkirche St. Oswald und den neu gestalteten Bahnhof der Karwendelbahn, 1912 eröffnet  und seitdem sehr wichtig für den Tourismus. Auf gut ausgebauten Straßen erreichen wir die Grenze nach Bayern, die Scharnitzer Klause, eine Talenge die 1633 wegen der Schwedeneinfälle durch die Tiroler befestigt wurde und den Namen Porta Claudia erhielt. Die Isar, aus dem Hinterautal kommend, ist ab Scharnitz unser Begleiter. Sie fließt durch Mittenwald, Krün, Wallgau, wobei ihr Wasser bei Krün für die Stromerzeugung aufgestaut und abgeleitet wird. Wir folgen  der B11, erreichen den 16,40 qkm großen Walchensee, der  mit seiner Tiefe von 190 m zu den  größten Alpenseen Deutschlands zählt. Der Luftkurort Walchensee liegt auf 803 m und wird im Westen vom Herzogstandmassiv begrenzt. 90 Minuten Aufenthalt - Möglichkeit zur Einkehr im Cafe Edeltraut, mit Blick zum See, auf einer überdachten Terrasse oder einen Spaziergang. Angenehme Temperaturen, die Sonne hat sich hinter den Wolken versteckt. Start zur letzten Etappe um 17.00 Uhr – entlang des Walchensees nach Urfeld, die 9 km lange Kesselbergstraße, mit wunderschönen Ausblicken auf den Kochelsee, hinab bis Kochel am See. Über Benediktbeuren, Bichl, Bad Heilbrunn, Bad Tölz, Miesbach zum Irschenberg. Auf der BAB nach Rosenheim und Stephanskirchen, das wir um ca. 19.00 Uhr erreichen.

 

Rita Ringel Reisebegleitung

Bad Aussee - Grundlsee

Fahrt Bad Aussee – Grundlsee –Schladming-Altenmarkt- Tauernautobahn- Salzburg

Donnerstag, 13. Juni 2019

 

Der lange, schneereiche Winter auf der Tauplitz-Alm bei Bad Mitterndorf im steirischen Salzkammergut zwingt uns den Ablauf dieser Fahrt zu ändern. Die Zufahrtswege der Almen und Gasthäuser  auf dem Hochplateau sind noch bis zu 1,5 m mit Schnee bedeckt. Der Hüttenwirt läßt uns wissen, daß Schneefräsen eingesetzt werden, aber die geplante Bummelzugfahrt trotzdem nicht durchführbar ist.

Wir starten um 8.30 Uhr in Stephanskirchen. Auf der BAB geht’s über die Grenze Walserberg bei Salzburg und auf der A 1 zur Ausfahrt Thalgau. Vorbei an Elsenwang und Hof bei Salzburg kommen wir zum Fuschlsee mit seinem bekannten Schloss. Eine neue Attraktion ist der Haupt-Firmensitz der Red Bull GmbH. Nach wenigen Kilometern liegt der Wolfgangsee und St. Gilgen mit den markanten Salzkammergutbergen Schafberg und Zwölferhorn vor uns. Die Wolfgangsee-Schiffahrt befördert seit 1873 die Gäste und die Salzkammergut-Lokalbahn bringt seit 1893 viele Touristen in die beliebte Sommerfrische. Wir erreichen Bad Ischl, seit 1823 Heil- und Solebad, wo Staatskanzler Metternich, das erzherzogliche Ehepaar Franz, Karl und Sophie und später Kaiser Franz Josef mit der bayerischen Sissi das Klima und die Sole genossen. Wir folgen der Traun, passieren die  Orte Lauffen und Bad Goisern am Hallstättersee. Die Salzkammergutstraße B145 führt zum 993 m hohen Pötschen. Der Pass ist die Einsattelung zwischen dem Hohen Sarstein und dem Sandling und bildet die oberösterreichische – steirische Grenze. Auf der gut ausgebauten Straße geht es 280 Meter abwärts zur Gemeinde Altaussee. Nun folgen wir der Altausseer Traun nach Bad Aussee, Trachtenhauptstadt und Hauptort des Ausseerlandes. Ein gemeinsames Mittagessen beim Kirchenwirt, der anschließende Spaziergang im Kurpark zum geographischen Mittelpunkt Österreichs, zur begehbaren Brücke über Traun und Altausseer Traun in Form eines Mercedes-Sternes, zum  Erzherzog-Johann-Denkmal oder über einen Treppenweg zum Traunblick lassen den Aufenthalt schnell vergehen. Weiterfahrt zum ca. 4 km entfernten Grundlsee. Der fjordartige See liegt in einem 10 km langgestreckten Tal das an drei Seiten von den rund 1000 Meter aufragenden Ausläufern des Toten Gebirges umrahmt liegt. Jedes Jahr zum Narzissenfest, Ende Mai - Anfang Juni, pilgern viele Tausend Zuschauer zum Bootskorso an den Grundlsee. Zurück nach Bad Aussee, folgen wir der B 145 durch das Hinterberger Tal nach Bad Mitterndorf am Fuße des Grimming. 2,5 km südlich des Ortskerns befinden sich die Heilbrunner Thermalquellen, die bereits den Römern bekannt waren. Heute kann man in der vor 10 Jahren erbauten Grimming-Therme das 25 – 28 Grad warme Thermenwasser genießen. In der Gemeinde Tauplitz liegt der Kulm eine der größten Skiflugschanzen der Welt, die wir sehr gut sehen. Abwärts geht die Fahrt ins Ennstal, vorbei an der 150 m über dem Talgrund des Grimmingbaches liegenden malerischen „Kripperlstadt“ Pürgg. Nicht weit entfernt steht das mächtige Schloss Trautenfels, heute Museum und Ausstellungszentrum. Wir haben den mächtigen Grimming umrundet; der nächste Ort St. Martin am Grimming liegt ebenfalls am Fuße dieses Gebirgsstockes. Vorbei an Gröbming mit seinem markanten 2048 m Stoderzinken, immer der Enns entlang erreichen wir Haus im Ennstal in der Dachstein-Tauern-Region. Die Gletscher des Hochgebirgsstockes sind deutlich zu erkennen und  sicher durch den langen schneereichen Winter gewachsen.  Hausberg der Gemeinde ist der Hauser Kaibling – ein bekanntes Skigebiet. Die Stadt Schladming, umrahmt von Dachstein und Niederen Tauern  mit seinem Hausberg Planai gehört ebenfalls zu den bekanntesten Ski- und Wandergebieten Österreichs. Über den Mandling-Pass, Grenze Steiermark – Salzburg, erreichen wir Radstadt und Altenmarkt. Die Kaffeepause im Biergarten eines Cafes, ein kleiner Spaziergang zur Pfarrkirche mit der Altenmarkter Madonna sind der Abschluss der Fahrt. Rückfahrt ab 17.10 Uhr – auf der Tauernautobahn – Salzburg – Achenmühle – Schloßberg – Stephanskirchen, das wir um ca. 19.30 Uhr erreichen.

 

Reisebegleitung Rita Ringel

Hohenpeißenberg - Wallfahrtskirche

Fahrt  zum Hohenpeißenberg –Besuch der Wallfahrtskirche –  Weiterfahrt zum Paterzeller Eibenwald

Donnerstag 16. Mai  2019

Der Hohe Peißenberg, mit seinem 988 m hohen Gipfel erhebt sich im Zentrum einer Hügellandschaft des Landkreises Weilheim-Schongau. Auf dem Berg befinden sich die Wallfahrtskirchen mit angebautem Priesterhaus, ein Gasthaus, ein Sendeturm mit einer Fangausrüstung und Messgeräten für die Blitzforschung, ein Friedhof  und das meteorologische Observatorium, samt Forschungsradar des Deutschen Wetterdienstes. Seit 1. Januar 1781 werden meteorologische Beobachtungen durchgeführt und  u.a. „Wetterlagen“ aufgezeichnet. Eine dieser Singularität, eigenartige Witterungsregelfälle, sind die Eisheiligen, die in den letzten 4 Tagen waren und gestern mit der „kalten Sophie“ endeten. Wir hoffen, sie haben sich ausgetobt und sind uns „wettermäßig“ gnädig.

Der Ausflug beginnt um 9.00 Uhr in Stephanskirchen. Die Anreise erfolgt über Rosenheim, BAB bis Irschenberg, auf der B 472 über Miesbach, Waakirchen ins Oberland. Vorbei an der Kreisstadt  Bad Tölz, die am nördlichen Eingang zum Isarwinkel liegt, sehen wir den 1248 m hohen Blomberg mit der Sommerrodelbahn. Wir fahren an den Gemeinden  Bad Heilbrunn, Bichl, Sindelsdorf, ein Zentrum des Blauen Reiters bis 1915, und Huglfing vorbei und erreichen die ehemalige Bergwerksstadt Peißenberg. Sie breitet sich mit den 12.600 Einwohnern am linken Ammerufer aus. Eine schöne Straße mit vielen ausgebauten Kurven führt hinauf zum Hohen Peißenberg. Die Sonne schickt noch etwas zögerlich ihre Strahlen, ein paar Nebelschwaden verhindern einen ungetrübten Blick ins Tal, das Zentrum des Pfaffenwinkels. Die Besichtigung, der zusammengebauten Gnadenkapelle und Wallfahrtskirche, wird durch ein paar Erklärungen zur Geschichte und Ausstattung noch interessanter. Die große Wallfahrtskirche, mit ihrem 1717, von einem Rottenbucher Maler, geschaffenen, prunkvollen Hochaltar, das große Altarbild, die Seitenaltäre, die aus verschiedenen Holzarten geschnitzte Kanzel und die Pieta von 1617 mit den zwei Engeln sind beeindruckend. Die Gnadenkapelle wurde von 2006 bis 2012 total saniert und das Erscheinungsbild der Rokoko-Ausstattung von 1747 wiederhergestellt. Der Gnaden-Altar mit der Gnadenmadonna aus dem 15. Jh. war  und ist das Hauptziel der Pilger. Die beiden prunkvollen Seitenaltäre mit der Hl. Anna und dem Hl. Joachim schließen an den Chorraum an.  Das große Deckenfresko an der Flachkuppel über dem Kirchenraum zeigt die wichtigsten Ereignisse der Hohenpeißenberger Wallfahrtsgeschichte. Matthäus Günther, geboren 1705, ein Bauernsohn aus der Einöde Tritschenkreit, am Nordosthand des Berges und ehemaliger Ministrant, schuf dieses Kunstwerk 1748.

Gemeinsam nehmen wir das Mittagessen  im großen Restaurant „Bayerischer Rigi“ ein. Anschließend besteht die Möglichkeit zu einem kurzen Rundgang u.a. zum Info-Pavillon des Deutschen Wetterdienstes um sich über die vielfältigen Arbeiten am Observatorium zu informieren. Weiterfahrt um 13.45 Uhr über Land, auf Nebenstraßen, vorbei am Ortsteil Paterzell in der Gemeinde Wessobrunn, zum Landgasthof Eibenwald, den wir um ca. 14.00 Uhr erreichen. Möglichkeit zum Rundgang im Naturschutzgebiet mit über 2000 Eiben  - einige über 1000 Jahre alt - auf dem Eibenlehrpfad, der 1995 vom Forstamt Weilheim angelegt wurde. Anhand von 10 Stationen wird über die Bedeutung des Eibenbaumes, des

Eibenwaldes, des Tuffsteinuntergrundes oder Verwendung der Eibe informiert. Ein „märchenhafter“ Weg über kleine Stege, durch den teilweise sumpfigen, dunklen Wald mit seinen riesigen Baumveteranen,  auf weichen aber mit Wurzeln übersäten Waldboden, oder entlang eines kleinen Baches. Nach diesen Eindrücken und wärmenden Sonnenstrahlen am Rückweg freuen wir uns auf eine Stärkung im Gasthaus. Um 16.30 Uhr treten wir die Rückfahrt an über Weilheim, die Höhenrücken, genannt Drumlins, von Magnetsried nach Seeshaupt am Starnberger See, weiter nach Königsdorf, Bad Tölz, Miesbach zum Irschenberg nach Rosenheim und Stephanskirchen, das wir um ca. 18.30 Uhr erreichen.

Innsbruck - Glockenmuseum

Fahrt nach Innsbruck

Besuch der Glockengießerei Graßmayr und Ostermarkt in der Altstadt

Donnerstag, 18. April 2019

Der Ausflug des Seniorenclubs Sozialwerk Stephanskirchen fällt im April auf den Gründonnerstag. Der Volksmund sagt: nach dem feierlichen, letzten Abendmahl und dem Läuten aller Glocken, verstummen sie bis zur Osternacht und fliegen nach Rom“. Das gibt uns den Anstoß einmal eine Glockengießerei zu besuchen, um alles über diese handwerkliche Kunst zu erfahren.  Abfahrt ist um 9.00 Uhr in Stephanskirchen. Um schneller an unser Ziel zu kommen, die Zeit für den Beginn der Führung um 11 Uhr einzuhalten,  benützen wir die Autobahn ab Rosenheim, vorbei an den Städten– Kufstein –Rattenberg -  Schwaz – Hall bis Innsbruck.

Nachdem heuer der 500ste Todestag des Kaisers Maximilian I wiederkehrte, tauchen wir ein in die Zeit des „Reisekönigs“ und erfahren dass diese Städte im Unterinntal einige kriegerische Auseinandersetzungen oder großen wirtschaftlichen Aufschwung durch ihn erfuhren. Im ehemaligen „Jagdschloss“ Tratzberg, dem prachtvollen Renaissance - Juwel, ist die Geschichte der letzten 500 Jahre lebendig geblieben. Das einzigartige Wandgemälde des Stammbaumes zeigt die Familie Habsburg ab 1278 bis zum ausgehenden 15. Jhdt.

„SOLI DEO GLORIA – an Gottes Segen ist alles gelegen“ waren die ersten Worte im Wanderbuch des Bartlme Graßmayr als dieser für mehrere Jahre zum Praktizieren auf Wanderschaft ging. Zurück in Tirol legte er im Jahr 1599 mit dem Guss der ersten Glocke den Grundstein für das Familienunternehmen. Seit über 400 Jahren gießt die Familie Glocken für die ganze Welt mit Erfahrung und Tradition heute in der 14. Generation. Ab 1836 hat sie ihren Sitz in Innsbruck. Die Führung beginnt in einem dusteren Raum des Glockenmuseums, wo u.a. eine „ausgemusterte“ Glocke hängt und zwei alte gemauerte Öfen stehen.  Diese werden bei der Herstellung von großen Glocken noch zusätzlich mit trockenem Fichtenholz befeuert. Wir erfahren Interessantes  über den Glockenkern, die falsche Glocke, Wachspositive, Glockenrippe, Holzschablonen, Legierungen, Lehmmischungen und den vielen Arbeitsschritten, bis sie zu kunstvollen „Musikinstrumenten“ entstehen. Bevor wir in den anschließenden Klangraum gehen bewundern wir die große Klangschale und ein Glockenspiel. In den weiteren Ausstellungsräumen werden interessante Ausstellungsstücke gezeigt u.a. die Umfänge der größten Glocken, die hier entstanden sind. Im Videoraum können wir einen Film über den Guss einer der größten Glocken sehen, der über Monate von einem Fernsehteam gedreht wurde. Anschließend duften wir in die große Arbeitshalle der Glockengießerei gehen – es war gerade Mittagspause, so stören wir die Männer nicht bei ihrer Arbeit. Ein Blickfang in dieser Halle ist u.a. der große Ofen, die Riesen-Klangschale und viele Glocken die zur weiteren Bearbeitung bereit stehen. Schwer beeindruckt verlassen wir die Glockengießerei durch einen Verkaufsraum.

Im Stiftskeller, das Tiroler Wirtshaus mit bayrischer Bierkultur in der Altstadt, ein ehemaliges Damenstift, nehmen wir das Mittagessen ein. Anschließend kann der Ostermarkt auf dem Platz vor dem Goldenen Dachl und der Fußgängerzone besucht werden. 11 Riesenostereier, die mit unterschiedlichen Motiven versehen wurden, kennzeichnen den Markt. Wer sich mit Kaffee, Tee oder Getränken stärken will hat viele Möglichkeiten, sogar im Freien bei wärmenden Sonnenstrahlen.

Eine Musikgruppe in Tiroler Tracht spielt zum Abschied unter dem Goldenen Dachl. Das erinnert an Kaiser Maximilian I. Hier konnte er vor über 500 Jahren, unter den mit 2657 feuervergoldeten Kupferschindeln gedecktem Dach des Prunkerkers, das Treiben auf dem Platz bewundern und sicher auch einer Musikgruppe lauschen. Ein abschließender Besuch der Hofkirche  mit dem Grabmahl Kaiser Maximilians I. und der “Schwarzen Mander“, nahe unseres Busaus- und Einstiegs vor dem Landestheater, war leider nicht ohne Ticket möglich. Rückfahrt pünktlich um 17 Uhr, Fahrstrecke wie Anreise – Ankunft in Stephanskirchen ca. 18.30 Uhr.

 Reisebegleitung Rita Ringel

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Staatliche Münzsammlung München

Fahrt nach München

Besuch Staatliche Münzsammlung  und Hofbräuhaus München

Donnerstag, 14. März 2019

Im Kalenderblatt der Altbayerischen Heimatpost liest man am  heutigen Tag folgende Bauernregel: „Brau nur im März gut Bier, mein lieber Bauer, es ist gesund und wird nicht sauer“. Das freut uns sehr, denn wir besuchen das Staatliche Hofbräuhaus am Platzl und werden uns davon überzeugen wie das Bier schmeckt - gab es doch hier ab 1612 das erste „Bockbier“ in Bayern. Das Brauen von Bockbier war bis ins Jahr 1810 ausschließlich dem  Hofbräuhaus vorbehalten. Jedes Jahr im April wird im großen Festsaal die Starkbier-Saison mit dem Maibockanstich eröffnet.

Der Ausflug beginnt um 11.00 Uhr in Stephanskirchen. Ankunft in München um ca. 12.30 Uhr am Marstallplatz hinter der Residenz. Vorbei am Kronprinz-Rupprecht-Brunnen gehen wir durch drei von zehn Höfen der Residenz, Apotheken-, Brunnen- und Kapellenhof zum Eingang der Staatlichen Münzsammlung. Durch eine Baustelle ist es schwer den „kleinen“ Eingang zu finden. Zählt sie doch, ab der zweiten Hälfte des 16. Jh. zu den ältesten Sammlungen ihrer Art in Europa. Von den Anfängen bis zum Euro gibt die Münzsammlung, in fünf Abteilungen, einen Überblick die Geschichte des Geldes: Münzen, Papiergeld, Medaillen, Steine und Münzschränke. Die Sonderausstellung  „Geprägte Bilderwelten der Romanik“ zeigt die Münzfunde von Obing, Teisendorf, Bad Reichenhall und Waal (Landkreis Ostallgäu), die uns besonders interessierten. Herr D. Köhler, Sammlungsdirektor, und Herr Dr. Martin Hirsch (Oberkonservator) gaben uns viele Erläuterungen zu diesen „Kostbarkeiten für Numismatiker“, vor allem über die  994 silbernen „Pfennige“. Diese 36 Münztypen wurden zwischen 1056 und 1130 geprägt und im Jahre 2000  in einem Waldstück bei Obing gefunden. Beide Herren erklärten uns die Handhabung der Münzschätze und die Wichtigkeit der Münzbilder dieser süddeutschen und böhmischen Pfennige, damit Funde unbeschrifteter Münzen zeitlich eingeordnet werden können. Der Abschied fällt schwer, immer noch werden Fragen gestellt und diskutiert. Aber der Hunger und vor allem Durst quält uns, ist doch die Mittagszeit weit fortgeschritten. Nach 20 Minuten Fußmarsch bei Regen und Wind über den Max-Joseph-Platz, vorbei an der Bayerischen Staatsoper, am Palais Toerring-Jettenbach entlang der Maximilianstraße zweigen wir ab in den alten Stadtteil Graggenau –  und kommen auf die platzähnlich erweiterte Straße „Platzl“. Weltbekannt durch die ehemals dort gelegene Gast- und Theaterstätte. Heute bekannt durch die verschiedenen Geschäfte von Alfons Schuhbeck. Unser Ziel, das Hofbräuhaus am Platzl, das Bräustüberl im 1. Stock. Wir finden stilvolles Ambiente und moderne Gastlichkeit und freuen uns auf den Aufenthalt. Vor 430 Jahren gab der bayerische Herzog Wilhelm V. – Sohn des Münzen-Kunstkammer-Gründers Herzog Albrecht V. – den Auftrag zum Bau des Hofbräu Hauses um mit der Produktion von Braunbier die Ausgaben des Hofes zu senken. Im Jahre 1828 verfügte König Ludwig I. folgendes: Fortan ist es erlaubt, die Bevölkerung im Hofbräuhaus zu bewirten. Gott sei Dank! Das Bier ist nicht „sauer“, sondern stärkend und gesund! Wir gehen gemeinsam durch die „Schwemme“ im Erdgeschoss und gutgelaunt zurück zum Marstallplatz.

– Rückfahrt 17.00 Uhr Ankunft in Stephanskirchen ca. 18.15 Uhr.

 

Rita Ringel Reisebegleitung

Adventszauber - Hellbrunn

Fahrt  zum „Adventzauber in Hellbrunn“ im Salzburger  Land

Donnerstag 6. Dezember 2018

 

Traditionell steht für die letzte Fahrt im Jahr der Besuch eines Weihnachtsmarktes auf dem Programm. Unser Ziel ist der „Hellbrunner Adventszauber“ im Salzburger Land.

Der weihnachtliche Ausflug beginnt um 12.00 Uhr. Die Anreise erfolgt ab Frasdorf auf der Autobahn Richtung Salzburg. Der Grenzübergang Walserberg verläuft ohne Stau oder Kontrolle. Nach dem Autobahnknoten erreichen wir die A10 die Tauernautobahn. Die erste Ausfahrt führt uns zur Marktgemeinde Grödig, in die Ortschaft St. Leonhard. In der Ortsmitte, direkt neben der denkmalgeschützten Wallfahrtskirche, steht das stattliche Gasthaus „Schorn“. Hier können wir uns mit allerlei Spezialitäten stärken, die ganze Gruppe in einem großen weihnachtlich, geschmückten Gastraum. Bei gutem Essen und vielen, angenehmen Gesprächen vergeht die Zeit  sehr schnell. Sie reicht für eine Besichtigung der kunst- und kulturgeschichtlich wertvollen Wallfahrtskirche. Leider sind die Kostbarkeiten, wie das Hochaltartbild von 1692 und die kunstvoll gearbeitete blaue Kanzel im Berchtesgadener Stil nur durch ein Absperrgitter und ohne Beleuchtung zu sehen. Das Alter der Kirche lässt sich aus Urkunden nicht mit Sicherheit erschließen, das Gebiet wurde durch das Salzvorkommen sehr früh besiedelt. St. Leonhard war das religiöse Zentrum der näheren Umgebung. 1407 wurde sie eine Filialkirche von Schellenberg im benachbarten Bayern. Bis 1816 gehörte die Pfarrgemeinde zur Fürstpropstei Berchtesgaden.

Nach kurzer Fahrt erreichen wir Schloss Hellbrunn. Montag bis Freitag - freier Eintritt zum Adventzauber!  Das Wetter ist uns nicht so hold, für kurze Zeit benötigen wir den Regenschirm. Die bezaubernde Kulisse von Schloss, Park, und Märchenwald aus über 700 Nadelbäumen, geschmückt mit 10.000 roten Kugeln und Lichterkerzen lassen vergessen, dass es keinen Schnee gibt. Wer gut zu Fuß ist kann vom Schlosspark bis zum Zoo spazieren, der heuer erstmals zum Adventsareal gehört und im weihnachtlichen Glanz erstrahlt. Nicht zu übersehen ist der 8 m hohe Weihnachtsengel in der Mitte der Teichlandschaft. Magisch leuchtet er am Abend – der wahrscheinlich größte Weihnachtsengel Mitteleuropas. Gruselig oder mystisch, aber trotzdem interessant ist die Anifer Krampuswelt mit Original Masken und Kostümen. Märchenhaft dagegen die Kinderweihnachtswelt mit dem Wichtel-Weihnachtszug. Für Kinder ebenso, aber auch für uns Erwachsene, immer nett anzuschauen der Streichelzoo.

Historisch sind die weltberühmten Wasserspiele – mit spezieller Beleuchtung stimmungsvoll in Szene gesetzt. Kulinarische bäuerliche Produkte, alpenländische Spezialitäten und hochwertiges traditionelles Kunsthandwerk werden in den Holzhütten angeboten.  Wunderschöne Krippen gibt es in der Schlosskapelle zu bestaunen. Das Adventscafe in der Orangerie und das“ Gasthaus zu Schloss Hellbrunn“ laden zum Ausruhen bzw. zum Genießen ein. Langsam wird es immer dunkler, aber auch idyllisch. Die große, markante Fassade des Schlosses, das 1613-15 vom Salzburger Fürsterzbischof Markus Sittikus von Hohenems als Lustschloss erbaut wurde, erstrahlt als Adventskalender, 6 Fensterläden sind geöffnet. Wir treten den Rückweg zum Busparkplatz an. Ein letzter Blick fällt auf das illuminierte Monatsschlösschen in exponierter Lage auf dem Hellbrunner Berg.

Nachdem heute „Nikolaustag“ ist lassen wir den Ausflug noch mit ein paar Nikolaus- und Weihnachtslieder im Bus ausklingen. Ankunft in Stephanskirchen ca. 18.30 Uhr.

 

Die Reisebegleitung Rita Ringel

Alpbachtal

Fahrt ins Alpbachtal

Donnerstag, 18. Oktober 2018

 

„Der Herbst ist ein zweiter Frühling, wo jedes Blatt zur Blüte wird.“ Dieses Herbstgedicht machen wir, Seniorenclub Sozialwerk Stephanskirchen, uns heute zum Motto für die Fahrt ins Tirolerische Alpbachtal. Ab 12.00 Uhr geht‘ s los. Damit wir diese Blüten auch sehr gut sehen haben wir uns entschlossen über Land zu fahren. Über Riedering, Pfaffenbichl  nach Frasdorf, Aschau, Sachrang kommen wir ins Kufsteinerland. Acht Dörfer und die Stadt Kufstein bilden diese Interessengemeinschaft. Die bunte Vielfalt der Blätter lässt sich an den umliegenden Bergen, wie dem unteren Teil des Kaisergebirges, dem Thierberg 721 m, dem Maistaller Berg 998 m und auch am Hausberg Pendling 1563m gut erkennen.

Wir fahren durch den Stadtteil Zell, mit einem guten Ausblick auf die Festung, durch Endach mit seinem großen Bezirkskrankenhaus und kommen nach Langkampfen und Kirchbichl. Auf dem Grattenbergl befand sich die größte Siedlung Nordtirols in der Hallstattzeit (800 v. Chr.) und war unter anderem Schauplatz des Tiroler Freiheitskampfes gegen die bayerischen und französischen Truppen. Heute haben sich Handwerk und Industrie hier angesiedelt und geben den Bewohnern Arbeit  und ein gutes Auskommen. Der Verkehr wird deutlich stärker - wir erreichen die Stadt Wörgl, das bedeutendste Handesszentrum im Nordtiroler Unterland. Durch schmale Straßen zwängt sich der Verkehr. Alles was Rang und Namen im Einzelhandel hat, hatte sich hier schon ab 1960 angesiedelt. Nach ein paar Kilometer erreichen wir die Marktgemeinde Kundl, die im 15. und 16. Jh. große Bedeutung im Bergbau für Silber, Kupfer und Kobalt erlangte und die Wallfahrtskirche St. Leonhard, ein Spitzenmonument der Spätgotik. Wir sehen die kleinste Stadt Österreichs, die zwischen rechtem Innufer und einer Burg auf 521 m liegt. Im Sommer und zur Adventszeit besuchen circa 3000 Gäste pro Tag die „Glasstadt“. Nahtlos geht es über in die Marktgemeinde Brixlegg, am Eingang zum Alpbachtal. Zur Blütezeit des Kupferabbaues stand hier das größte Schmelzwerk Tirols – daraus hervorgegangen sind die Montanwerke, heute die einzige Kupferhütte Österreichs.

Entlang des Alpbachs, der dem Tal den Namen gab, „erklimmen“ wir die Anhöhen des Tales, das zu den Kitzbühler Alpen zählt. Die erste Gemeinde Reith liegt am Eingang ca. 100 m über dem Inntal. Eine Gondelbahn führt auf den Reither Kogel und macht im Winter einen kleinen Teil des Schigebietes Alpbachtal aus und dient im Sommer als Wandergebiet. Nach weiteren 300 Höhenmetern erreichen wir die Gemeinde Alpbach am Fuß der 1898 hohen Gratlspitz.

Im Gasthof zur Post können wir einkehren. Ein Rundgang durch den Ort, zur Pfarrkirche, die dem Hl. Oswald geweiht ist, und durch den Ortsfriedhof, der durch das einheitliche Erscheinungsbild der Grabstätten mit den schmiedeeisernen Kreuzen beeindruckt. Die Zeit des Aufenthaltes reicht, auch dem Kongress Zentrum Alpbach einen Besuch abzustatten. Dahinter auf einer kleinen Anhöhe steht auf einer Wiese mit einem hohen spitzen Holzturm eine 9-eckige Kapelle. Ein Dach für alle Religionen – ein Ort der Stille, der Ruhe, der Besinnung. Im Inneren, in der Mitte, sprudelt das Quellwasser als Zeichen des Lebens. Auf dem Verbindungsweg zur Lesestube sind Skulpturen des Brandenbergr Schnitzers Erich Ruprechter „die sieben Todsünden und Angst und Liebe“ aufgestellt. Vorbei an den typischen Holzhäusern, mit dem noch sommerlichen Blumenschmuck, geht es abwärts zum Gasthof, wo uns der Bus wieder abholt. Zurück durchs bunte Alpbachtal, wo der Herbst zum zweiten Frühling und jedes Blatt zur Blüte wurde, erreichen wir das Unterinntal, die Autobahn von Kufstein nach Rosenheim, Schloßberg und Stephanskirchen, das wir um 18.30 Uhr erreichen.

 

Reisebegleitung Rita  Ringel

Pöllautal

Fahrt ins Pöllatal und mit der TschuTschu-Bahn zur Kochlöffel-Hütte am

Donnerstag 20. September 2018

Bevor die Tage im Herbst kürzer werden starten wir, der Seniorenclub im Sozialwerk Stephanskirchen, um  9.00 Uhr zu einem Ausflug nach Kärnten, ins Pöllatal unweit des Katschbergs.

Die Anreise erfolgt über die Autobahn nach Salzburg, über die stark frequentierte deutsch-österreichische Grenze Walserberg auf der A1 und ab Knoten Salzburg auf der  Tauernautobahn A 10. Ein Bilderbuchwetter, tiefblauer Himmel und die Gipfel der Berchtesgadener Alpen, wie das Massiv des Untersberges, sind zum Greifen nahe. Die Gemeinden Anif, Adnet, Kuchl, Golling auf der linken Seite und die Orte Grödig, Puch, Urstein, Hallein auf der rechten Seite können wir durch die hohen Lärmschutzvorrichtungen kaum erkennen. Bevor wir, der Salzach folgend, über den Paß Lueg zwischen dem Tennengebirge links und dem Hagengebirge rechter Hand fahren, sehen wir den Taleinschnitt des Bluntautales. Ab 1908, bis zu seinem Tod, das Jagdgebiet des Thronfolgers Erzherzog Franz Ferdinand. Die Tunnelbauten für die Autobahn erleichtern heute die Fahrt „durch das Gebirge“. Die Autobahn schlängelt sich weit oberhalb des Salzachtales, so haben wir einen guten Ausblick auf den Ort Werfen und die Festung Hohenwerfen, die zum Schutz  der Straße 1075-78 erbaut wurde. Der Blick richtet sich nun auf den höchsten Gebirgsstock der Berchtesgadener Alpen, den 2941 m hohen Hochkönig. Majestätisch zeigt er sich heute im weichen Licht des Herbstes. Ab dem Autobahnknoten Pongau ziehen sich die Fritztaler Berge hin nach Osten, weit unten im Tal des Fritzbaches liegt der ehemalige Bergwerksort Hüttau.

Wir verlassen den Pongau und kommen nach Flachau, in den Flachgau, das dem größten Wintersportgebiet in Europa, dem Skiverbund Ski amade‘ angeschlossen ist. An der Tauernalm, einer relativ neuen Rastanlage, kurz vor der Einfahrt in den Tauerntunnel legen wir eine kurze Pause ein. Das „Beinevertreten“ gibt uns die Möglichkeit die Berge „rundherum“ zu betrachten.  Gegenüber der Rastanlage steht die vor ca. 40 Jahren erbaute Autobahnkapelle an der heute eine Gedenktafel  an den Unfall 1999 im Tunneltunnel erinnert.

Nach dem 6546 m langen Tauerntunnel verläuft die Autobahn im Zederhaustal vorbei an kleinen Ortschaften. In St. Michael im Lungau befindet sich die Mautstelle für den Katschbergtunnel.  Nach knapp 6 km haben wir auch ihn geschafft und verlassen die Tauernautobahn bei Rennweg am Katschberg, das im oberen Teil des Liesertales schon in Kärnten liegt. Wir folgen der Lieser, die im hinteren Pöllatal im Gebiet der Larisch-Alm aus einer Felsenwand entspringt. Die schmale Straße führt durch die Orte St. Peter, Gries und Oberdorf, hier war das Zentrum des Gold-, Silber- und Arsenabbaus. Das ehemalige Pocherhaus, das für das Zerkleinern der Erze sehr wichtig war,  kam schon 1639 in den Besitz der Grafen Lodron. Wir erreichen nach einer romantischen Fahrt, der Lieser entlang, einen geräumigen Park- und Grillplatz. Hier steigen wir in die Tschu-Tschu-Bahn um, die uns in mäßigem Tempo auf einer schmalen Bergstraße in knapp 30 Minuten zur Kochlöffel-Hütte auf 1400 m bringt. Gut durchgerüttelt genießen wir trotzdem die Mittagspause. Jeder verbringt die reichliche Zeit nach seinem Gusto – mit Spazierengehen oder noch einer Tasse Kaffee in geselliger Runde im Schatten der hohen Berge wie das Kareck 2481 m, das Silbereck, den Großen Sonnblick 3030 m, und im Talschluß den Großen Hafner mit 3036 m. Die Rückfahrt durch das Natur- und Landschaftsschutzgebiet nimmt die gleiche Zeit wie die Anfahrt in Anspruch, wir halten mehrmals an und nehmen ein paar „Wanderer“ auf. Wir verlassen das „Sagenreiche“ Pöllatal und fahren wieder ab Rennweg auf der Tauernautobahn

nach Salzburg, über die „kleine“ Grenze Freilassing nach Bayern, weiter nach Rosenheim, Schloßberg und erreichen unseren Ausgangspunkt Stephanskirchen um 19.15 Uhr.

 

Reisebegleitung Rita Ringel

 

Kloster Aldersbach

Fahrt zum Kloster Aldersbach – Vilshofen – Moyerhof Aschau am Inn

Donnerstag 23. August 2018

Ferien in ganz Deutschland. Alles strebt in den Süden. Wir, der Seniorenclub Sozialwerk Stephanskirchen, nicht – unsere Ziele liegen heute nördlich – die Klosterkirche Aldersbach – Mittagessen in Vilshofen und gemütlicher Ausklang im Moyerhof in Aschau am Inn. Die Anreise verläuft, abseits des Touristenstroms, auf Bundesstraßen und kleineren Nebenstraßen, von Schloßberg, Evenhausen, Eiselfing, Babensham, Unterreit nach Pürten. Der Ortsteil von Waldkraiburg, liegt auf der Kante einer Innterrasse und ist bekannt durch die stattliche, spätgotische Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt aus dem 14. Jh. Wir überqueren den Inn in unmittelbarer Nähe des Jettenbacher Wehrs, hier wird der 23 km lange Innkanal abgeleitet. Dieser Werkkanal wurde 1919 bis 1922  zur Speisung des Wasserkraftwerks Töging erbaut, auf der zu dieser Zeit größten Baustelle Europas schufteten zwischen 4000 und 7000 Arbeiter. Vorbei an Waldkraiburg und dem Mühldorfer Hart, ein gemeindefreies Waldgebiet in dem sich Reste der nationalsozialistischen Rüstungsbunker und eine neue, im März eröffnete, KZ Gedenkstätte befinden. Südlich von Ampfing begeben wir uns auf die A 94, blicken auf Mettenheim, Mühldorf, Erharting, Töging Winhöring, Kronberg im Isental und weiter, vorbei an Neuötting  zur Ausfahrt bei Eisenfelden. Auf der B 588 fahren wir u.a. durch die Gemeinden Reischach und Mitterskirchen bis Eggenfelden. Wir lassen die größte Stadt im Landkreis Rottal-Inn mit dem akademischen Lehrkrankenhaus, das zu den Rottal-Inn-Kliniken gehört, hinter uns. Auf schmalen Landstraßen im Niederbayerischen Hügelland geht‘s durch die kleinen Ortschaften Schönau, St. Georgen, Johanniskirchen, Ammersdorf, Uttigkofen, Heinrichsdorf  und erreichen Aldersbach. Der ausgedehnte Gebäudekomplex der ehemaligen Abtei Kloster St. Peter Aldersbach, das im Jahr 1120 gegründet wurde, und die prunkvoll im Jahr 2014/16 außen restaurierte Kirche Maria Himmelfahrt mit ihrem 60 m hohen Turm dominieren im Ort. Während einer Führung erfahren wir sehr viel über die 1803 aufgelöste Zisterzienserabtei. Im Laufe  ihres 700 jährigen Bestehens wurden Schulen für Mädchen und Buben (1216-1232), ab 1263 bis 1297 weitere Klöster, 1268 eine Brauerei, 1295 ein Spital, eines der frühesten Krankenhäuser in Bayern, gegründet. Ende des 17. Jh. und 1720 veranlassten die Äbte jeweils einen Neubau des  Klosters  sowie der  Kirche Maria Himmelfahrt, die heute zu den bedeutendsten Marienkirchen Bayerns zählt. 1760 entstand  die  Klosterbibliothek mit über 30.000 Bänden und wertvollen Handschriften. Das Rechnungsbuch ist das älteste seiner Art in Bayern. 1811 erfolgte der Ankauf der Güter samt Brauerei durch die Familie von Aretin. Durch ständige Produkterweiterung und Modernisierung ist die Alderbacher Brauerei heute ein erfolgreiches Unternehmen.

Ehrfurchtsvoll betreten wir den mächtigen „Dom des Vilstales“ über die freskengeschmückte Vorhalle. Netze, Gerüste, beschädigtes Mauerwerk, nicht begehbare Durchgänge –trotzdem ist man überwältigt über das Innere. Wir sind eine der letzten Gruppen, ab Oktober wird die Besichtigung einige Jahre wegen Sanierung und Renovierung nicht möglich sein. Erstaunliches erfahren wir über das Deckengemälde der Gebrüder Asam, die Kanzel, das Chorgestühl aus Nußbaumholz, den Hochaltar mit dem Bild „Lactatio des hl Bernhard durch die Mutter Gottes“, den raffinierten Mechanismus zum Bewegen der Monstranz oder der großen Figuren, und die Kirchenschwalbe. Der kurze Rückweg zum Bus führt uns durch den, wetterbedingt wenig bepflanzten, Klostergarten, einzig die Skulpturen des Chiemgauer Künstlers Andreas Kuhnlein trotzten diesem Wetter, die hier am „Aldersbacher Kunstpfad“ zu sehen sind. Nach „geistiger“ freuen wir uns jetzt auf „genussreiche“ Nahrung im Wolferstetterkeller in Vilshofen. Die Mittagszeit im Biergarten zieht sich etwas hin – die Wünsche sind vielseitig - alles wird frisch zubereitet. Der geplante Rundgang wird statt zu Fuß mit dem Bus durchgeführt. Trotz enger Gassen und einer schmalen Straße zur Pfarrkirche Johannes des Täufers, vorbei an Geschäften und kleinen Restaurants fährt uns Sigi, durch die „kleine Drei-Flüsse-Stadt“ an der Donau, wo Vils, Pfudrach und Wolfach einmünden. Mit Blick auf das Kloster Schweikelberg verlassen wir Vilshofen, wo schon seit 1580 der politische Aschermittwoch Tradition hat. Auf der Strecke zurück nach Neuötting streifen wir kleinere und größere Orte wie: Heinrichsdorf, Roßbach, Mariakirchen, Arnsdorf, Malgersdorf, Falkenberg, Peterskirchen, Eggenfelden, Mitterskirchen, und Reischach. Für die letzen km bis Aschau am Inn geht’s auf die A 94 bis kurz vor Reichertsheim. Die Gemeinde liegt im Landkreis Mühldorf und wurde durch den bayerischen Papst Benedikt XVI, der hier von 1932 – 1937 die Grundschule besuchte, sehr bekannt. Aschau liegt an der Strecke des 248 km Radpilgerweges – Benediktweg – der 2005 eröffnet wurde.

Der angekündigte gemütliche Ausklang findet im modernisierten Vierseithof, seit 2010 ein Treffpunkt für Gartenbegeisterte, statt. Erstmals im Jahr 1411 urkundlich erwähnt befindet sich das Anwesen seit 1751 ununterbrochen im Besitz der Familie Edtmüller.  Im Gastgarten genießen wir die kühleren Temperaturen, samt ein paar Regentropfen, denn auf der Anreise stieg die Außentemperatur gelegentlich bis auf 32 Grad. Gestärkt durch Moyer-Cafe- Köstlichkeiten kann jeder nach eigenem Interesse und Befinden die verschiedenen Abteilungen der Läden besichtigen oder einkaufen: Ob besonderes Garten- oder Dekozubehör, Glas- und Steinfiguren, Rosenbögen, Wurzelholzmöbel, Gartenmöbel, oder auch Kunst wie Eisen- und Rostobjekte oder Keramiken. Im Herzstück des Hofes,  dem Bauerngarten mit seinen alten Nuss- und Obstbäumen, einen gemütlichen Spaziergang machen oder in die Kneipanlage zum „Wassertreten“ steigen. Der 1 ½ stündige Aufenthalt verging viel zu schnell. Wir treten die  Rückfahrt an, vorbei an Haag, Wasserburg, Rosenheim, nach Schloßberg und Stephanskirchen das wir ca. um 19.20 Uhr erreichen.

 

Ihre Reisebegleitung Rita Ringel

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