Adventszauber - Hellbrunn

Alpbachtal

Fahrt ins Alpbachtal

Donnerstag, 18. Oktober 2018

 

„Der Herbst ist ein zweiter Frühling, wo jedes Blatt zur Blüte wird.“ Dieses Herbstgedicht machen wir, Seniorenclub Sozialwerk Stephanskirchen, uns heute zum Motto für die Fahrt ins Tirolerische Alpbachtal. Ab 12.00 Uhr geht‘ s los. Damit wir diese Blüten auch sehr gut sehen haben wir uns entschlossen über Land zu fahren. Über Riedering, Pfaffenbichl  nach Frasdorf, Aschau, Sachrang kommen wir ins Kufsteinerland. Acht Dörfer und die Stadt Kufstein bilden diese Interessengemeinschaft. Die bunte Vielfalt der Blätter lässt sich an den umliegenden Bergen, wie dem unteren Teil des Kaisergebirges, dem Thierberg 721 m, dem Maistaller Berg 998 m und auch am Hausberg Pendling 1563m gut erkennen.

Wir fahren durch den Stadtteil Zell, mit einem guten Ausblick auf die Festung, durch Endach mit seinem großen Bezirkskrankenhaus und kommen nach Langkampfen und Kirchbichl. Auf dem Grattenbergl befand sich die größte Siedlung Nordtirols in der Hallstattzeit (800 v. Chr.) und war unter anderem Schauplatz des Tiroler Freiheitskampfes gegen die bayerischen und französischen Truppen. Heute haben sich Handwerk und Industrie hier angesiedelt und geben den Bewohnern Arbeit  und ein gutes Auskommen. Der Verkehr wird deutlich stärker - wir erreichen die Stadt Wörgl, das bedeutendste Handesszentrum im Nordtiroler Unterland. Durch schmale Straßen zwängt sich der Verkehr. Alles was Rang und Namen im Einzelhandel hat, hatte sich hier schon ab 1960 angesiedelt. Nach ein paar Kilometer erreichen wir die Marktgemeinde Kundl, die im 15. und 16. Jh. große Bedeutung im Bergbau für Silber, Kupfer und Kobalt erlangte und die Wallfahrtskirche St. Leonhard, ein Spitzenmonument der Spätgotik. Wir sehen die kleinste Stadt Österreichs, die zwischen rechtem Innufer und einer Burg auf 521 m liegt. Im Sommer und zur Adventszeit besuchen circa 3000 Gäste pro Tag die „Glasstadt“. Nahtlos geht es über in die Marktgemeinde Brixlegg, am Eingang zum Alpbachtal. Zur Blütezeit des Kupferabbaues stand hier das größte Schmelzwerk Tirols – daraus hervorgegangen sind die Montanwerke, heute die einzige Kupferhütte Österreichs.

Entlang des Alpbachs, der dem Tal den Namen gab, „erklimmen“ wir die Anhöhen des Tales, das zu den Kitzbühler Alpen zählt. Die erste Gemeinde Reith liegt am Eingang ca. 100 m über dem Inntal. Eine Gondelbahn führt auf den Reither Kogel und macht im Winter einen kleinen Teil des Schigebietes Alpbachtal aus und dient im Sommer als Wandergebiet. Nach weiteren 300 Höhenmetern erreichen wir die Gemeinde Alpbach am Fuß der 1898 hohen Gratlspitz.

Im Gasthof zur Post können wir einkehren. Ein Rundgang durch den Ort, zur Pfarrkirche, die dem Hl. Oswald geweiht ist, und durch den Ortsfriedhof, der durch das einheitliche Erscheinungsbild der Grabstätten mit den schmiedeeisernen Kreuzen beeindruckt. Die Zeit des Aufenthaltes reicht, auch dem Kongress Zentrum Alpbach einen Besuch abzustatten. Dahinter auf einer kleinen Anhöhe steht auf einer Wiese mit einem hohen spitzen Holzturm eine 9-eckige Kapelle. Ein Dach für alle Religionen – ein Ort der Stille, der Ruhe, der Besinnung. Im Inneren, in der Mitte, sprudelt das Quellwasser als Zeichen des Lebens. Auf dem Verbindungsweg zur Lesestube sind Skulpturen des Brandenbergr Schnitzers Erich Ruprechter „die sieben Todsünden und Angst und Liebe“ aufgestellt. Vorbei an den typischen Holzhäusern, mit dem noch sommerlichen Blumenschmuck, geht es abwärts zum Gasthof, wo uns der Bus wieder abholt. Zurück durchs bunte Alpbachtal, wo der Herbst zum zweiten Frühling und jedes Blatt zur Blüte wurde, erreichen wir das Unterinntal, die Autobahn von Kufstein nach Rosenheim, Schloßberg und Stephanskirchen, das wir um 18.30 Uhr erreichen.

 

Reisebegleitung Rita  Ringel

Pöllautal

Fahrt ins Pöllatal und mit der TschuTschu-Bahn zur Kochlöffel-Hütte am

Donnerstag 20. September 2018

Bevor die Tage im Herbst kürzer werden starten wir, der Seniorenclub im Sozialwerk Stephanskirchen, um  9.00 Uhr zu einem Ausflug nach Kärnten, ins Pöllatal unweit des Katschbergs.

Die Anreise erfolgt über die Autobahn nach Salzburg, über die stark frequentierte deutsch-österreichische Grenze Walserberg auf der A1 und ab Knoten Salzburg auf der  Tauernautobahn A 10. Ein Bilderbuchwetter, tiefblauer Himmel und die Gipfel der Berchtesgadener Alpen, wie das Massiv des Untersberges, sind zum Greifen nahe. Die Gemeinden Anif, Adnet, Kuchl, Golling auf der linken Seite und die Orte Grödig, Puch, Urstein, Hallein auf der rechten Seite können wir durch die hohen Lärmschutzvorrichtungen kaum erkennen. Bevor wir, der Salzach folgend, über den Paß Lueg zwischen dem Tennengebirge links und dem Hagengebirge rechter Hand fahren, sehen wir den Taleinschnitt des Bluntautales. Ab 1908, bis zu seinem Tod, das Jagdgebiet des Thronfolgers Erzherzog Franz Ferdinand. Die Tunnelbauten für die Autobahn erleichtern heute die Fahrt „durch das Gebirge“. Die Autobahn schlängelt sich weit oberhalb des Salzachtales, so haben wir einen guten Ausblick auf den Ort Werfen und die Festung Hohenwerfen, die zum Schutz  der Straße 1075-78 erbaut wurde. Der Blick richtet sich nun auf den höchsten Gebirgsstock der Berchtesgadener Alpen, den 2941 m hohen Hochkönig. Majestätisch zeigt er sich heute im weichen Licht des Herbstes. Ab dem Autobahnknoten Pongau ziehen sich die Fritztaler Berge hin nach Osten, weit unten im Tal des Fritzbaches liegt der ehemalige Bergwerksort Hüttau.

Wir verlassen den Pongau und kommen nach Flachau, in den Flachgau, das dem größten Wintersportgebiet in Europa, dem Skiverbund Ski amade‘ angeschlossen ist. An der Tauernalm, einer relativ neuen Rastanlage, kurz vor der Einfahrt in den Tauerntunnel legen wir eine kurze Pause ein. Das „Beinevertreten“ gibt uns die Möglichkeit die Berge „rundherum“ zu betrachten.  Gegenüber der Rastanlage steht die vor ca. 40 Jahren erbaute Autobahnkapelle an der heute eine Gedenktafel  an den Unfall 1999 im Tunneltunnel erinnert.

Nach dem 6546 m langen Tauerntunnel verläuft die Autobahn im Zederhaustal vorbei an kleinen Ortschaften. In St. Michael im Lungau befindet sich die Mautstelle für den Katschbergtunnel.  Nach knapp 6 km haben wir auch ihn geschafft und verlassen die Tauernautobahn bei Rennweg am Katschberg, das im oberen Teil des Liesertales schon in Kärnten liegt. Wir folgen der Lieser, die im hinteren Pöllatal im Gebiet der Larisch-Alm aus einer Felsenwand entspringt. Die schmale Straße führt durch die Orte St. Peter, Gries und Oberdorf, hier war das Zentrum des Gold-, Silber- und Arsenabbaus. Das ehemalige Pocherhaus, das für das Zerkleinern der Erze sehr wichtig war,  kam schon 1639 in den Besitz der Grafen Lodron. Wir erreichen nach einer romantischen Fahrt, der Lieser entlang, einen geräumigen Park- und Grillplatz. Hier steigen wir in die Tschu-Tschu-Bahn um, die uns in mäßigem Tempo auf einer schmalen Bergstraße in knapp 30 Minuten zur Kochlöffel-Hütte auf 1400 m bringt. Gut durchgerüttelt genießen wir trotzdem die Mittagspause. Jeder verbringt die reichliche Zeit nach seinem Gusto – mit Spazierengehen oder noch einer Tasse Kaffee in geselliger Runde im Schatten der hohen Berge wie das Kareck 2481 m, das Silbereck, den Großen Sonnblick 3030 m, und im Talschluß den Großen Hafner mit 3036 m. Die Rückfahrt durch das Natur- und Landschaftsschutzgebiet nimmt die gleiche Zeit wie die Anfahrt in Anspruch, wir halten mehrmals an und nehmen ein paar „Wanderer“ auf. Wir verlassen das „Sagenreiche“ Pöllatal und fahren wieder ab Rennweg auf der Tauernautobahn

nach Salzburg, über die „kleine“ Grenze Freilassing nach Bayern, weiter nach Rosenheim, Schloßberg und erreichen unseren Ausgangspunkt Stephanskirchen um 19.15 Uhr.

 

Reisebegleitung Rita Ringel

 

Kloster Aldersbach

Fahrt zum Kloster Aldersbach – Vilshofen – Moyerhof Aschau am Inn

Donnerstag 23. August 2018

Ferien in ganz Deutschland. Alles strebt in den Süden. Wir, der Seniorenclub Sozialwerk Stephanskirchen, nicht – unsere Ziele liegen heute nördlich – die Klosterkirche Aldersbach – Mittagessen in Vilshofen und gemütlicher Ausklang im Moyerhof in Aschau am Inn. Die Anreise verläuft, abseits des Touristenstroms, auf Bundesstraßen und kleineren Nebenstraßen, von Schloßberg, Evenhausen, Eiselfing, Babensham, Unterreit nach Pürten. Der Ortsteil von Waldkraiburg, liegt auf der Kante einer Innterrasse und ist bekannt durch die stattliche, spätgotische Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt aus dem 14. Jh. Wir überqueren den Inn in unmittelbarer Nähe des Jettenbacher Wehrs, hier wird der 23 km lange Innkanal abgeleitet. Dieser Werkkanal wurde 1919 bis 1922  zur Speisung des Wasserkraftwerks Töging erbaut, auf der zu dieser Zeit größten Baustelle Europas schufteten zwischen 4000 und 7000 Arbeiter. Vorbei an Waldkraiburg und dem Mühldorfer Hart, ein gemeindefreies Waldgebiet in dem sich Reste der nationalsozialistischen Rüstungsbunker und eine neue, im März eröffnete, KZ Gedenkstätte befinden. Südlich von Ampfing begeben wir uns auf die A 94, blicken auf Mettenheim, Mühldorf, Erharting, Töging Winhöring, Kronberg im Isental und weiter, vorbei an Neuötting  zur Ausfahrt bei Eisenfelden. Auf der B 588 fahren wir u.a. durch die Gemeinden Reischach und Mitterskirchen bis Eggenfelden. Wir lassen die größte Stadt im Landkreis Rottal-Inn mit dem akademischen Lehrkrankenhaus, das zu den Rottal-Inn-Kliniken gehört, hinter uns. Auf schmalen Landstraßen im Niederbayerischen Hügelland geht‘s durch die kleinen Ortschaften Schönau, St. Georgen, Johanniskirchen, Ammersdorf, Uttigkofen, Heinrichsdorf  und erreichen Aldersbach. Der ausgedehnte Gebäudekomplex der ehemaligen Abtei Kloster St. Peter Aldersbach, das im Jahr 1120 gegründet wurde, und die prunkvoll im Jahr 2014/16 außen restaurierte Kirche Maria Himmelfahrt mit ihrem 60 m hohen Turm dominieren im Ort. Während einer Führung erfahren wir sehr viel über die 1803 aufgelöste Zisterzienserabtei. Im Laufe  ihres 700 jährigen Bestehens wurden Schulen für Mädchen und Buben (1216-1232), ab 1263 bis 1297 weitere Klöster, 1268 eine Brauerei, 1295 ein Spital, eines der frühesten Krankenhäuser in Bayern, gegründet. Ende des 17. Jh. und 1720 veranlassten die Äbte jeweils einen Neubau des  Klosters  sowie der  Kirche Maria Himmelfahrt, die heute zu den bedeutendsten Marienkirchen Bayerns zählt. 1760 entstand  die  Klosterbibliothek mit über 30.000 Bänden und wertvollen Handschriften. Das Rechnungsbuch ist das älteste seiner Art in Bayern. 1811 erfolgte der Ankauf der Güter samt Brauerei durch die Familie von Aretin. Durch ständige Produkterweiterung und Modernisierung ist die Alderbacher Brauerei heute ein erfolgreiches Unternehmen.

Ehrfurchtsvoll betreten wir den mächtigen „Dom des Vilstales“ über die freskengeschmückte Vorhalle. Netze, Gerüste, beschädigtes Mauerwerk, nicht begehbare Durchgänge –trotzdem ist man überwältigt über das Innere. Wir sind eine der letzten Gruppen, ab Oktober wird die Besichtigung einige Jahre wegen Sanierung und Renovierung nicht möglich sein. Erstaunliches erfahren wir über das Deckengemälde der Gebrüder Asam, die Kanzel, das Chorgestühl aus Nußbaumholz, den Hochaltar mit dem Bild „Lactatio des hl Bernhard durch die Mutter Gottes“, den raffinierten Mechanismus zum Bewegen der Monstranz oder der großen Figuren, und die Kirchenschwalbe. Der kurze Rückweg zum Bus führt uns durch den, wetterbedingt wenig bepflanzten, Klostergarten, einzig die Skulpturen des Chiemgauer Künstlers Andreas Kuhnlein trotzten diesem Wetter, die hier am „Aldersbacher Kunstpfad“ zu sehen sind. Nach „geistiger“ freuen wir uns jetzt auf „genussreiche“ Nahrung im Wolferstetterkeller in Vilshofen. Die Mittagszeit im Biergarten zieht sich etwas hin – die Wünsche sind vielseitig - alles wird frisch zubereitet. Der geplante Rundgang wird statt zu Fuß mit dem Bus durchgeführt. Trotz enger Gassen und einer schmalen Straße zur Pfarrkirche Johannes des Täufers, vorbei an Geschäften und kleinen Restaurants fährt uns Sigi, durch die „kleine Drei-Flüsse-Stadt“ an der Donau, wo Vils, Pfudrach und Wolfach einmünden. Mit Blick auf das Kloster Schweikelberg verlassen wir Vilshofen, wo schon seit 1580 der politische Aschermittwoch Tradition hat. Auf der Strecke zurück nach Neuötting streifen wir kleinere und größere Orte wie: Heinrichsdorf, Roßbach, Mariakirchen, Arnsdorf, Malgersdorf, Falkenberg, Peterskirchen, Eggenfelden, Mitterskirchen, und Reischach. Für die letzen km bis Aschau am Inn geht’s auf die A 94 bis kurz vor Reichertsheim. Die Gemeinde liegt im Landkreis Mühldorf und wurde durch den bayerischen Papst Benedikt XVI, der hier von 1932 – 1937 die Grundschule besuchte, sehr bekannt. Aschau liegt an der Strecke des 248 km Radpilgerweges – Benediktweg – der 2005 eröffnet wurde.

Der angekündigte gemütliche Ausklang findet im modernisierten Vierseithof, seit 2010 ein Treffpunkt für Gartenbegeisterte, statt. Erstmals im Jahr 1411 urkundlich erwähnt befindet sich das Anwesen seit 1751 ununterbrochen im Besitz der Familie Edtmüller.  Im Gastgarten genießen wir die kühleren Temperaturen, samt ein paar Regentropfen, denn auf der Anreise stieg die Außentemperatur gelegentlich bis auf 32 Grad. Gestärkt durch Moyer-Cafe- Köstlichkeiten kann jeder nach eigenem Interesse und Befinden die verschiedenen Abteilungen der Läden besichtigen oder einkaufen: Ob besonderes Garten- oder Dekozubehör, Glas- und Steinfiguren, Rosenbögen, Wurzelholzmöbel, Gartenmöbel, oder auch Kunst wie Eisen- und Rostobjekte oder Keramiken. Im Herzstück des Hofes,  dem Bauerngarten mit seinen alten Nuss- und Obstbäumen, einen gemütlichen Spaziergang machen oder in die Kneipanlage zum „Wassertreten“ steigen. Der 1 ½ stündige Aufenthalt verging viel zu schnell. Wir treten die  Rückfahrt an, vorbei an Haag, Wasserburg, Rosenheim, nach Schloßberg und Stephanskirchen das wir ca. um 19.20 Uhr erreichen.

 

Ihre Reisebegleitung Rita Ringel

Gnadenalm - Obertauern

Donnerstag 26. Juli 2018 Fahrt

Fahrt zur Gnadenalm – Untertauern  und zum Roßbrand

Abfahrt: 9.00 Uhr

Fahrtstrecke: Schloßberg  - BAB Salzburg Ausfahrt Eben – Radstadt – Tauernstraße – Untertauern – Gnadenalmstraße – Gnadenalm 1250 m – Mittagessen. Möglichkeit zum Spazierengehen – Rückfahrt – bis Radstadt – Roßbrandstraße zum Roßbrand 1768 m- Kaffeetrinken - Rückfahrt Radstadt – Tauernautobahn Salzburg – BAB Ausfahrt Achenmühle- Schloßberg

 

Die Gnadenalm,

eine Hochalm im Salzburger Bezirk St. Johann im Pongau, liegt auf halber Höhe zwischen den bekannten Tourismus-Orten Untertauern und Obertauern.

Die Gnadenalm befindet sich im Südosten von Salzburg, auf der Nordseite des Radstädter Tauernpasses. Die Gebirgsgruppe um Obertauern gehört zu den Niederen Tauern. Auf einer Seehöhe von 1275 m beginnend, erstreckt sich der Talboden auf einer Fläche von ca. 400 ha. Die gesamte Fläche der Gnadenalm befindet sich im Landschaftsschutzgebiet Obertauern und ein großer Teil im Pflanzenschutzgebiet.

 

Geschichte

Bis zum 17. Jahrhundert war die Gnadenalm im Besitz des Erzdiözese Salzburg. Im 17. Jahrhundert vermachte der damalige Bischof größeren Bauern im Taurachtal die Gnadenalm. Die Alm wurde in zwei Teile aufgeteilt, die Vordergnadenalm und die Hintergnadenalm. Für die vordere und die hintere Gnadenalm wurden jeweils 4 Bauern ausgewählt. Seit jeher wurde die Alm im Sommer zur Viehwirtschaft genutzt. Bis in die 1980er Jahre wurde die Milch zur Gänze auf der Alm zu Butter und Käse verarbeitet. Heute wird die Milch zum Teil verarbeitet und zum anderen Teil an Milchgenossenschaften abgeliefert. Bereits in den 1920er und 1930er Jahren wurde die Weissenhofhütte auf der Hintergnadenalm als Skiheim betrieben und war eine von vier Unterkünften für die ersten Skifahrer in Obertauern. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde die Gnadenalm nur noch für landwirtschaftliche Zwecke genutzt. In den 1990er Jahren eröffnete im Bereich der Vordergnadenalm ein Restaurant, die „Gnadenalm“. Seither hat sich die Gnadenalm auch im Winter als touristisch sehr wertvoll für die Skiregion Obertauern entwickelt.

 

Sommer

Neben der großen touristischen Bedeutung wird die Gnadenalm im Sommer, wie seit jeher, zur Vieh- und Milchwirtschaft genutzt. Die Alm ist im Sommer Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen wie z. B. zum Johanneswasserfall und zur Südwiener Hütte.

 

Winter

Besonders populär ist das Langlaufen, denn die Gnadenalm verfügt über ca. 15 km Loipen. Darüber hinaus wird eine beleuchtete Rodelbahn mit ca. 1,5 km Länge angeboten. Weitere auf der Gnadenalm praktizierbare Wintersportarten sind das Schlittschuhlaufen und das Eisstockschießen. Zudem verfügt die Gnadenalm über eine Langlaufschule und ein Biathlon-Camp. In den letzten Jahren nahm die Zahl der Ski-Tourengeher stark zu. Seit den 1990er Jahren werden auf der Alm Pferdeschlittenfahrten angeboten, die sich großer Beliebtheit erfreuen.

 

Über die Panoramastraße zum Roßbrand

Herrgott, ist die Heimat schön!“ – so lautet die Inschrift des Gipfelkreuzes am Rossbrand (1.768 m), dem Hausberg von Radstadt. Und das ist wahrhaft nicht übertrieben. Denn vom Rossbrand aus bietet sich dem Betrachter ein 360 Grad-Panorama auf über 150 markante Alpengipfel. Vom Dachstein über Bischofsmütze, Tennen- und Hagengebirge über Hochkönig, die Hohen Tauern mit Großglockner und Großvenediger bis hin zu den Radstädter und Schladminger Tauern – dieser Rundblick ist überwältigend! 

 

Radstädter Hütte

Unterhalb des Gipfels verwöhnen Sie Ilse und Manfred von Ende Mai bis Ende Oktober mit regionaler gutbürgerlicher Küche, hausgemachten Mehlspeisen und gepflegten Getränken.

 

 

Ruhpolding

Fahrt nach Ruhpolding am Donnerstag 28. Juni 2018

– Besuch einer alten Glockenschmiede – anschließend Einkehr

 

Warum in die Ferne schweifen, denn auch bei uns im Chiemgau gibt es malerische Gemeinden und einmalige Sehenswürdigkeiten: Unser Ziel - Ruhpolding und die alte Glockenschmiede.

Die Anfahrt geht über die BAB in Richtung Salzburg – Ausfahrt Siegsdorf. Wir folgen der Weißen Traun über Eisenärzt nach Ruhpolding und kommen ins Brander Tal. Hier treibt der Thoraubach, durch ein 40 Meter langes Wassergerinne und einem riesigen Wasserrad, das alte Hammerwerk mit seinen drei schweren Schwanzhämmern an. Schon1646 finden sich Erwähnungen in den Urkunden. Sie gehört zu den wenigen noch bestehenden in Bayern und ist diejenige, die am längsten, bis 1958, in Betrieb war. Freundlich werden wir bei „Schnürlregen“ von Frau Tyrena Ullrich, einer Tochter des letzten Schmieds, begrüßt. Die Erklärungen in der Hammerschmiede sind sehr interessant: die Handhabung der riesigen Schwanzhämmer, die Werkzeuge, die Produkte die hergestellt wurden, die damalige „Vermarktung“, das Leben der Mitarbeiter, die Unterkünfte für  Gesellen und Lehrlinge, die Stellung der „Meisterin“ zu jener Zeit und vieles mehr.

Über der Schmiede, auf dem Hammerboden, kann man einen Originalfilm des Bayrischen Fernsehens über den letzten Kuhglockenauftrag aus dem Jahre 1955, als die Schmiede noch in Betrieb war, ansehen. Anschließend führt uns Herr Ullrich noch in die historische Schleiferei, unterhalb der ehemaligen Gesellenwohnung, die aufwändig in 5-jähriger Bauzeit renoviert wurde und seit der Eröffnung 2007 zur Besichtigung geöffnet ist. Auch sie wurde über ein Wasserrad betrieben und hatte den großen Vorteil die Arbeit „sitzend“ zu erledigen. Zum Zwecke der Vorführung, also zum Drehen des großen Sandschleifsteins, wurde ein Motor installiert. Auch heute wird das Wasser genützt. In einem Nebengebäude  treibt es eine Turbine an, erzeugt Strom für die Gesamtanlage und der“ Überschuss“ wird sogar ins Netz eingespeist.

Kälte und Feuchtigkeit lassen uns schneller als üblich zum Bus gehen. Nach kurzer Fahrt erreichen wir den Berggasthof Unternberghof, hoch über Ruhpolding. Einer der ältesten Bergbauernhöfe von Ruhpolding seit 1310. Mit heißem Kaffee, Tee oder kleinen Gerichten kommen wir wieder auf Betriebstemperatur – und das mitten im Sommer. Leider ist kein Spaziergang möglich. Nebelschwaden und Regen verhindern das. Der Blick auf die Berge ist uns nicht gestattet. Also unterhalten wir uns miteinander, oder tauschen uns über das Gehörte und Gesehene aus. Die Rückfahrt über Reit im Winkl ist wegen Überflutung der Bundesstraße leider nicht möglich. So fahren wir bei Siegsdorf auf die Autobahn und nach Stephanskirchen, das wir um ca. 18.00 Uhr erreichen.

Die Reisebegleitung Rita Ringel

Ridnauntal - Südtirol

Fahrt ins Ridnauntal – Südtirol

Donnerstag, 23. Mai 2018

Ein fester Bestandteil im Ausflugsprogramm der Senioren im Sozialwerk Stephanskirchen ist Südtirol. Abfahrt ab 8 Uhr in Stephanskirchen. Die Anreise auf der Autobahn von Rosenheim bis Kufstein – wir staunen über die vielen LKW’s ab dem Inntaldreieck. Der Grund ist eine Blockabfertigung der Österreicher. Wir kommen gut voran im bayerischen und Tiroler Inntal, nur die Berge lassen sich heute nicht blicken. Ab Innsbruck geht’s auf die Brennerautobahn, über die Europabrücke zur Mautstelle Schönberg. Der Blick auf die Serles wird frei und wir sind frohen Mutes, dass sich das Wetter bessert. Vorbei an den Orten Steinach, Gries und vielen kleinen Weilern im Wipptal erreichen wir den Grenzpass Brenner auf 1370 m. Wir verlassen die Brennerautobahn, fahren am neuen Outlet-Center vorbei durch den Ort Brenner. Keine Pass-Kontrolle an der Grenze. Teilweise begleitet uns die Trasse der Brennerbahn. Kurvenreich schlängelt sich die Bundesstraße über den Schellenberg hinab zum Städtchen Gossensaß. Von hier unten sehen wir den gewaltigen Autobahn- Brückenbau über das Tal. Insgesamt überwanden wir 435 Höhenmeter – der alte Handelsort an der wichtigen Brennerroute im Eisacktal, Sterzing ist erreicht. Eine Stunde Aufenthalt zum Kaffeetrinken am Bus und ein kurzer Spaziergang in die Stadt bis zum Stadtturm und der Besuch der Chiesa Santa Spirito von 1388 (Hl. Geistkirche der italienischsprachigen Einwohner) sind möglich. Leider nur mit Regenschirm.

Wir verlassen die Stadt in Richtung Ratschingsertal und blicken auf mächtige Gebäude wie die Deutschordens-Kommende mit der St.- Elisabeth-Kirche am Stadtrand, die Burg Reifenstein und das Schloss Sprechenstein im Sterzinger Moos. Drei Täler zweigen ab: das Jaufental mit dem Pass, das Ratschingsertal (bekanntes Schigebiet) und das Ridnauntal. Nur 16 km erstreckt sich dieses Tal in Richtung der Stubaier Alpen und blickt auf eine rege  Bergbaugeschichte zurück. 800 Jahre wurde auf 2355 m im Schneeberg Silber, Blei und Erz bis 1985 abgebaut. Der erste Ort ist Mareit, oberhalb thront die barocke Schlossanlage Wolfsthurn. Seit 1996 Heimat des Südtiroler Landesmuseum für Jagd und Fischerei. Es folgt Ridnaun, die größte Fraktion im Tal, die auf 1342 m liegt. Das Restaurant /Hotel Schneeberg liegt am Beginn des Ortsteils Maiern – hier können wir das Mittagessen einnehmen. Anschließend bringt uns der Bus zum Landesmuseum Bergbau am Ende von Maiern. Möglichkeit zum Besuch des Museumsgebäudes, wo eine Dauerausstellung der Bergbautradition, persönliche Gegenstände, Fotoaufnahmen der einstigen Knappen und ihrer Familien gezeigt wird. Eine Sonderschau widmet sich dem Markscheidewesen, einer Ingenieursdisziplin, der die Vermessung der Stollen und Erzreviere obliegt. Im Mineralienraum wird die Vielfalt der heimischen Erz- und Mineralienwelt ausgestellt. Ein Video-Film zeigt das ganze Bergbaurevier Schneeberg, das Knappendorf St. Martin auf 2355 m, die Reste der alten 27 km langen Transportanlage einschließlich der Pferdebahnstrecken. Die Reste der 1924 umgebauten Materialseilbahn – die begehbaren Stollen.

Viele nützen den Rückweg zum Gasthof als kleine „Wanderung“ und genießen noch Kaffee und Kuchen. Die Rückfahrt durch das Ridnauntal bietet Ausblicke auf drei kunsthistorische wertvolle Kirchen: das St. Laurentius-Kirchlein in Maiern, die Pfarrkirche zum Hl. Josef und die 1480 von den Schneebergern Knappen errichtete traumhaft gelegene St. Magdalena-Kirche in Ridnaun. Das Ratschingser/Ridnauntal ist seit Jahrhunderten auch bekannt für seinen Marmorabbau. Am Hausberg von Mareit, dem „Mareiter Stein“ erfolgt heute noch durch eine Firma der Abbau dieses edlen Natursteins. Rückfahrt wie Anreise – mit einer kurzen Pause. Trotz Passkontrolle in Kiefersfelden erreichen wir Stephanskirchen um ca. 19.00 Uhr

Ihre Reiseleitung Rita Ringel

Mutters - Natters

Fahrt nach Mutters-Natters  und Neustift im Stubaital

Donnerstag, 19. April 2018

 

Nach dem langen, kalten Winter erfreuen wir uns jetzt an der, warmen Frühlingssonne. Sie lockt uns in’s Freie, oder genauer gesagt in den Bus, um in die Berge nach Tirol zu fahren. Wir, der Seniorenclub im Sozialwerk Stephanskirchen, starten  mit vollem Reisebus um 10.00 Uhr. Über Rosenheim, Kufstein, Wörgl, Schwaz, Hall vorbei an den schneebedeckten Gipfeln von  Rofan- und Karwendelgebirge sowie Kitzbühler- und Tuxer Alpen geht die Fahrt nach Innsbruck. Ein kurzer Abstecher durch den südlichen Stadtteil Wilten, mit Blick auf die Basilika, Stiftskirche und den  Bergisel mit der riesigen Sprungschanze, erreichen wir die Brennerstraße. Nach nur 5 km und 210 Höhenmetern Bergfahrt liegt auf einer Mittelgebirgsterrasse Natters.  Kaiser Maximilian I besaß hier im 16. Jh. eine Sommerresidenz, den Ansitz Waidburg. Auf einer sehr engen, steilen, direkt neben den Häusern verlaufenden Straße, geht es hinauf zum Hochplateau und einem Tiroler Wirtshaus „Natterer Boden“. Zwei Stunden Aufenthalt für die Stärkung mit Tiroler Schmankerl und ein kleiner Rundgang im Erlebnis-Bauernhof sind möglich. Der Ausblick auf die schneebedeckten Berge wie  die 2718 m hohe Serles, die Ausläufer des Karwendels und den  Patscherkofel 2247 m mit Sendestation sind grandios.

Die Abfahrt nach Natters bietet einen schönen Ausblick auf die Kath. Pfarrkirche und den Patscherkofel. Über die Gemeinde Mutters geht es zurück zur Brennerstraße ins Wipptal. Eine sehr geschichtsträchtige Gegend von Innsbruck bis zum Brennerpass. Viele unterschiedliche Menschen sind durch dieses Silltal marschiert. Geschäftstüchtige Händler, Handwerker, Säumer und auch die kriegerischen Soldaten Napoleons. Wir passieren das Wirtshaus Schupfen, eines der ältesten Wirtshäuser in Tirol. Andreas Hofer schlug hier 1809 sein Hauptquartier auf während der Schlachten am Bergisel. Wir passieren die 36 m hohe Stephansbrücke von 1846, die einst die drittweiteste Einbogenbrücke der Welt war. Nach einigen Metern erreicht man die nächste Superlative. Wir fahren unter der Europabrücke durch. Ihr höchster Pfeiler war mit einer Höhe von  146,5 m 1963 für rund 10 Jahre der höchste Brückenpfeiler der Welt. Schönberg, das Tor zum Stubaital ist in Sicht. Auch die Römer benützten hier schon die Wege, das konnte durch Funde der Straße“ Via Raetia“ nachgewiesen werden. Rund 35 km zieht sich das Tal vom vergletscherten Alpenkamm bis vor die Tore Innsbrucks. Beiderseits der Ruetz haben sich die Orte angesiedelt, wie Mieders das an einem sanft ansteigenden Talhang am Fuß der Serles liegt. Telfes liegt 987 m sonnseitig links des Baches. Zum Gemeindegebiet gehört der 5 km lange Talschluß Schlick, dort wurde bis zum 16. Jh. nach Eisen und Gold geschürft. Die heutige Werkzeugindustrie muß die Rohstoffe einführen. Die Marke Stubai hat sich aber gut etabliert und stellt u.a. Equipment für den Bergsport her. In Fulpmes, dem nächsten Ort, gibt es seit 1897 eine entsprechende Fachhochschule. Einen großen Anteil an der Wirtschaftlichkeit  des Gewerbes und auch die steigenden Touristenzahlen im Tal liegen an der 1904 eröffneten Stubaitalbahn. Wir erreichen das Bergführer-Dorf Neustift im Stubaital. 90 Minuten Aufenthalt. Möglichkeit zum Besuch der Pfarrkirche St. Georg, ein Rokokobau im Dorfzentrum. Einst betreute der „Gletscherpfarrer“ Franz Senn die Gemeinde – heute findet man sein Grab auf dem anschließenden, schönen Friedhof. Einkehr in der Jägerhütt’n je nach Lust und Laune. Übrigens die Schattenplätze sind begehrt. Die Sonne „heizt“ uns tüchtig ein – ein Sommertag im Frühling. Die Rückfahrt startet um 16.30 Uhr. Vorbei an den Stubaital-Gemeinden und den schneebedeckten Bergen und teilweise saftigen Wiesen erreichen wir die Brennerautobahn und fahren nach Innsbruck, Hall, Schwaz, Wörgl, Kufstein, Rosenheim, Schloßberg und nach Stephanskirchen, das wir um ca. 18.30 erreichen.

Ihre Reisebegleitung Rita Ringel

Ostermarkt in Bad Tölz

Fahrt zum Ostermarkt Bad Tölz  am Donnerstag 29. März 2018

Rückfahrt über Sudelfeld nach Nußdorf- Besuch Hl. Grab in Nußdorf – St. Vitus

 

Die erste Fahrt im Jahr 2018 führt uns, nachdem wir uns in der Osterzeit befinden, zum traditionellen Ostermarkt nach Bad Tölz. Abfahrt 12.00 Uhr in Stephanskirchen, die Fahrtstrecke: Rosenheim – BAB Richtung München, Ausfahrt Irschenberg- über Miesbach, Waakirchen, nach Bad Tölz. Möglichkeit zur Einkehr, nach einem kurzen Fußmarsch, ist im Metzgerwirt. Nur ein paar Schritte weiter  breitet sich die  schöne Tölzer Marktstraße aus. Das historische Ambiente, für die 40 kleinen Holzhäuschen des Ostermarktes, in dieser Straße vermitteln die mit Lüftlmalereien verzierten Häuser. Der Ostermarkt mit seiner bunten Frühlingsdekoration ist ein Frühlingsbote, der Herz und Seele anspricht. Die handbemalten und kunstvoll verzierten Ostereier, die Osterbuschen, die Blumengestecke und die vielen kunsthandwerklichen Arbeiten, aber auch herzhafte Schmankerl, begeistern die Besucher. Alleine oder in kleinen Gruppen erkunden alle den Markt, oder stärken sich noch vor der Weiterfahrt  in einem Cafe. Ein paar Sonnenstrahlen haben sich durch die Wolken gekämpft – wir genießen jeden Strahl – und steigen frohgemut in den Bus. Die geplante Fahrt über die Sudelfeldstraße  müssen wir aus Sicherheitsgründen streichen – Schneefall am Berg und auf der 1123m hohen Passstraße. Die Rückfahrt erfolgt über Waakirchen, Gmund, Hausham, Schliersee, Neuhaus, Fischbachau, Elbach, Hundham, Bad Feilnbach, Großholzhausen, Brannenburg nach Nußdorf. Nachdem heute Gründonnerstag ist besuchen wir das Hl. Grab in der St. Vitus Kirche, das fleißige Hände bis Nachmittag aufgebaut haben. Der jetzige Bau der Pfarrkirche St. Vitus, mitten im Dorf, im hochgotischen Stil erbaut besteht mit seinem charakteristischen Satteldach seit 1300. Die barocke Ausstattung erfolgte 1740. Unser Fahrer Sigi fährt uns ganz nah zur Kirchentür, denn ein kräftiger Regenschauer geht nieder als wir in die Kirche gehen wollen. Die Mesnerin, Frau Franziska Hitzler, begrüßt uns sehr herzlich und freut sich, dass wir das Hl Grab besichtigen wollen. Eine lange Tradition in der Gemeinde, mal mehr - mal weniger Befürwortung für einen Aufbau im Laufe der letzen Jahrzehnte. Wir sind beeindruckt und lassen die österliche Stimmung auf uns wirken. Die Osterzeit kann kommen. Wenige Kilometer bis nach Stephanskirchen, das wir gegen 18.30 Uhr erreichen.

Christkindlmarkt Altötting

Kloster Schäftlarn

Donnerstag, 12.Oktober 2017

Fahrt zum Kloster Schäftlarn und nach Iffeldorf – Osterseen

 

Die Bauernregel für den heutigen Tag sagt: Ist der Oktober hell kommt der Winter schnell. Bevor die Straßen mit Eis und Schnee bedeckt sind, begeben wir uns noch schnell auf den vorletzten Ausflug des Jahres. Nach der Abfahrt um 10.00 Uhr – steuern wir die Autobahn Rosenheim–München an, die wir bei Holzkirchen verlassen. Die Ortschaften Hofolding und Sauerlach, sowie Egling und Deining liegen auf der Strecke. Wir erreichen das Isartal und die Gemeinde Schäftlarn. Weit sichtbar steht auf dem Isar-Hochufer die bekannte Benediktiner-Abtei zu den heiligen Dionysius und Juliana samt Gymnasium, Tagesheim, Internat für Jungen und Klosterladen. Im Klosterstüberl, in unmittelbarer Nachbarschaft, können wir das Mittagessen einnehmen. Anschließend besteht die Möglichkeit die Klosterkirche, ein Juwel des Rokoko aus dem 18. Jh., mit einer „Kirchenführung“ zu besichtigen. Der Prälatengarten, in der Nähe der Klosterpforte, wurde 1998 neu gestaltet. Er lädt uns ein, einige Schritte zu gehen und die herbstliche Blumen- und Blütenbracht zu genießen. Physisch und Psychisch gestärkt treten wir um 14.00 Uhr die Weiterreise an. Nach kurzer Fahrt auf der B 11 erreichen wir den Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, die Gemeinde Icking und die Stadt Wolfratshausen. Sie liegt in den Flusstälern von Loisach und Isar. Ab dem 12. Jh. begannen die Floßfahrten von hier nach München; 1848  erreichten sie mit jährlich ca. 5.800 Flößen ihren Höhenpunkt. Über Land, durch die schöne Herbstlandschaft, geht es zum Starnberger See. Die Uferstraße bringt uns direkt in die Gemeinde Seeshaupt, die im Landkreis Weilheim-Schongau liegt. Im Sommer tummeln sich hier viele Gäste. Nun kehrt in den Yachtclubs-, Surf- und Catamaran-Schulen, Ausflugsgaststätten sowie auf den Campingplätzen herbstliche Ruhe ein. Nach wenigen Kilometern tauchen der Lustsee und Frechensee, die ersten der 20 größeren Osterseen, auf. Aufgereiht wie an einer Perlenschnur, durch schmale Kanäle verbunden,  liegen sie im Naturschutzgebiet „Osterseen“. Der „Landgasthof Osterseen“ in Iffeldorf wurde für eine Einkehr reserviert. Die erhöhte Lage bietet einen malerischen Blick auf die Seenlandschaft. Spazierengehen oder Kaffeetrinken, das steht jedem frei. Ein kleiner Rundgang im Ort, vorbei an Geschäften, Geldinstitut, Maibaum, den Gebäuden des Limnologischen Instituts der TH München oder ein Besuch der St. Vitus-Kirche sind trotz Stärkung möglich. Pünktlich um 16.30 Uhr treten wir die Rückfahrt an. Wir erreichen Penzberg, die bis 1966 Bergwerksstadt war. 1972 kam die Pharmaindustrie. Heute finden viele Menschen bei der Firma Roche Diagnostics Arbeit. Das Stadtbild wird von drei Türmen geprägt: der Kirchturm der kath. Christkönigkirche, der Kirchturm der Martin-Luther Kirche und seit 2005 ein Minarett einer Moschee des Islamischen Forums. Über Bad Heilbrunn, Bad Tölz, Miesbach erreichen wir den Irschenberg und die Autobahn München -  Rosenheim. Den Ausgangspunkt Stephanskirchen erreichen wir ca. um ca.19.00 Uhr und viele sind glücklich, einen unbeschwerten, schönen Herbstausflug erlebt zu haben.

Ihre Reisebegleitung Rita Ringel

Pertisau - Falzturnalm - Achensee

Donnerstag, 14. September 2017

Fahrt zur Falzturnalm bei Pertisau – Achensee

In acht Tagen ist kalendarischer Herbstanfang. Ein Gedicht über den Herbst beginnt wie folgt: „Der Sommer neigt sich den ersten kalten Blicken des Herbstes. Aus warmen Sommerwinden werden kalte Herbststürme……“. Diese Sätze passen genau zu unserer Fahrt in den Alpenpark Karwendel. Wir starten um 10.00 Uhr in Stephanskirchen bei traumhaftem blauen Himmel und Sonnenschein und angenehmer Wärme. Um schneller in die Alpen zu  kommen benützen wir die Autobahn ab Rosenheim und fahren durchs Unterinntal, vorbei an  Rattenberg, der Geburtsort der Hl. Notburga, bis zur Ausfahrt Wiesing. Wir folgen der Achensee-Bundesstraße, einer kurvenreichen Serpentinstraße. An einer 180 Grad Kurve auf 896 m befindet sich die Kanzelkehre ein markanter Aussichtspunkt oberhalb des Inntals. Nach wenigen Metern erreichen wir das Achental und die Gemeinde Eben am Achensee. Ein Besuch der Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Notburga unterbricht die Fahrt. Wir hören einen lebendigen Vortrag über die Geschichte der Kirche, sowie einen kurzen Lebenslauf der Hl. Notburga. Einen Tag vor unserem Besuch war der Gedenktag der Heiligen, die als Patronin der Dienstmägde und der Landwirtschaft verehrt wird. Der Blumenschmuck am Altar, die gehäkelten Blumen des Herbstes, die Sicheln aus Heu an den Bänken, ergaben ein festliches Bild. Nach einem kurzen Rundum-Blick auf die Kirche, das Mesnerhaus, das Widum und die Berge setzen wir den Ausflug fort und erreichen den Achensee. Die Uferstraße wird begleitet von den schmalspurigen Gleisen der  Achenseebahn – vor Pertisau sehen wir sie auch schon „dampfen“. Seit 1889 bringt sie die Touristen von Jenbach zum Seespitz. Am Ende der Ortchaft  fahren wir auf einer schmalen Mautstraße, die kurz vor unserem ersten Ziel auch die „Sommerfrischler einer Alm“, die Kühe, benützen. Die Aussicht auf das Sonnjoch von der Terrasse der Falzturnalm ist grandios. Die Temperaturen angenehm. Die zweistündige Mittagspause wird für eine Stärkung genützt. Anschließend wollen einige den Rückweg bis zu einer Brücke zu Fuß bewältigen. Aber hier erreichen uns die „kalten Blicke“ des Herbstes. Innerhalb kürzester Zeit steigen über den Bergen Wolken auf, es wird kalt und es beginnt zu regnen. Also schnell in Bus, damit wir nicht naß werden. Bald erreichen wir die Dorf-Mitte und sehen Hotels in allen Kategorien und für jeden Geldbeutel. Ab Maurach, wo die Karwendel-Bergbahn-Talstation beheimatet ist, geht`s auf die Uferstraße. Schon 1482 kann ein Fahrweg am Achensee nachgewiesen werden, der ab 1495 sogar mautpflichtig war. Am Nordufer liegt Achenkirch. Hier legen wir eine Kaffeepause ein. Bis vor die Haustüre fährt uns der „Sigi“, denn die „kalten Blicke des Herbstes“ haben sich nicht entfernt – die Herbstwinde blasen uns den Regen ins Gesicht. Wir genießen heißen Kaffee und Kuchen und freuen uns über eine angenehme Unterhaltung beim Fischerwirt. Etwas früher als vorgesehen treten wir die Rückfahrt, über Schweinau, Achenwald, Hagenwirt und die Kaiserwacht, an. Südlich des Achenpaßes überqueren wir die Grenze nach Bayern und kommen nach Glashütte und Kreuth an den Tegernsee. Durch Rottach Egern, Tegernsee und Gmund – entlang des Sees – fahren wir nach Miesbach und zum Irschenberg. Auf der Autobahn geht`s nach Rosenheim und zum Ausgangspunkt, den wir etwa um 18.15 Uhr erreichen.

Durch die Ammergauer Alpen zum Plansee

Fahrt „Durch die Ammergauer Alpen zum Plansee“ und Besuch der Windbeutelalm bei Garmisch Partenkirchen

Das Ammergebirge, auch Ammergauer Alpen genannt ist ein relativ naturnahes, wenig erschlossenes Gebirge mit sehr geringer Bevölkerungsdichte geblieben. Es ist das größte bayerische Naturschutzgebiet. Seit 2005 wurde die Ausweisung eines Nationalparks im Ammergebirge diskutiert. Diese Beschreibung macht uns neugierig und wir begeben uns auf „Besichtigungs-Tour“ am Donnerstag, 17. August 2017.  Beginn um 9.00 Uhr in Stephanskirchen, mit dem Bus der Firma Hofstetter aus Bad Endorf und unserem bewährten Fahrer Sigi. Die Sonne lacht, nur ein paar Wölkchen tummeln sich am Himmel – bayrisch halt weiß-blau!! Das sind gute Voraussetzungen um auch die Gipfel der Gebirge zu sehen. Damit wir schneller ins „Gebirge“ kommen, benützen wir die Autobahn von Rosenheim zum Irschenberg. Über Land geht’s weiter nach Miesbach, überqueren die Mangfall, fahren durch Waakirchen, vorbei an Reichersbeuern und erreichen Bad Tölz. Die kleine Kreisstadt liegt am nördlichen Eingang zum Isarwinkel und hat seit dem Jahr 550 eine bewegte Geschichte. Die vielen Veranstaltungen jedes Jahr, wie der Leonhardiritt, tragen ebenfalls zum grenzüber- schreitenden Bekanntheitsgrad bei. Nach ein paar Kilometern erscheinen der Kinder -Erlebnispark und zwei Rodelbahnen am Fuße des 1248 m hohen Blombergs. Die Bundes-straße 472, die wir benützen, verläuft am Rande der Gemeinden Bad Heilbrunn und Bichl. In Sindelsdorf, dem einstigen Urlaubsort vieler Künstler wie Kandinsky und Marc, nehmen wir die Autobahn A 95 in Richtung Garmisch Partenkirchen. Immer wieder ist die Loisach zu sehen. In der Gemeinde Großweil soll ein großes Schachtkraftwerk zur Energiegewinnung entstehen. Auf der linken Seite, am Fuße des 1790 m hohen Heimgartens, hat sich das Lehr-,Versuchs- und Fachzentrum für Pferdehaltung in Bayern niedergelassen. Es folgen die Orte Ohlstadt und Eschenlohe, beide gehören zum Landkreis Garmisch-Partenkirchen in der Region Werdenfels. Nun können wir auf der linken Seite den ersten Gebirgsblock erkennen, das Estergebirge, sein Höchster der Krottenkopf misst stolze 2086 m. Ab Oberau benützen wir die Bundesstraße 23 über den Ettaler Sattel, ein Gebirgspass auf 869 m Höhe. Die älteste Straße entstand um 1300 aus einem alten Saumweg. Am Fuß des Ettaler Mandls, ein 1633 m hoher Kalkzacken der zu den Ammergauer Alpen zählt, liegt die kleine Gemeinde Ettal. Mächtig zeigt sich die Klosteranlage mit seiner Kirche, ein Rundbau mit riesiger Kuppel und zwei unterschiedlichen Türmen. Nach 6 km Fahrt erreichen wir Ettal-Graswang und nach weiteren 7 km Ettal-Linderhof. Wir befinden uns jetzt im Herzen der Ammergauer Alpen. Hier, abseits der Hautstraße,  hat sich König Ludwig II  wohl gefühlt und die „ Königliche Villa“ Schloss Linderhof,  von 1870 – 1886 in mehreren Bauabschnitten errichtet. Durch den Lettenwald, entlang des Lindengries, dem trockenen Bachverlauf der Linder, erreichen wir den Ammersattel. Auf 1082 m ü.NN überqueren wir die Grenze nach Tirol. Die Passstraße verläuft zwischen der Ammergauer Hochplatte (2082), Scheinbergspitze (rechts) sowie der Kreuzspitze 2185 m und Geierköpfe 2161 m (links) durch den Ammerwald. Außer einem großen Hotel und der Almwirtschaft Ammerwald konnten wir keine Besiedelung feststellen. Deshalb ist dieses Naturschutzgebiet ein beliebtes Wandergebiet im Sommer, und im Winter kommen viele Naturliebhaber zum Langlaufen. Die Uhr zeigt 12.30 Uhr, wir nähern uns dem fjordartigen Plansee mit seinem blau-grünen Wasser. Im Hotel „Gasthof Forelle“ können wir Mittagessen und anschließend, bis 14.00 Uhr, einen kleinen Spaziergang unternehmen. Weiter geht es auf der L 255 entlang des ca. 7 km Plansees, anschließend umfahren wir den Ammergauer Gebirgsstock Tauern. Vorbei an der Gemeinde Breitenbach, wo die weltbekannte Unternehmensgruppe Plansee Group ansässig ist, sehen wir südlich von Reutte die Ruine Ehrenberg, auf einer 1110 m hohen Felskuppe über der Fernpassstraße. Eine 406 m lange Fußgänger-Hängebrücke in 114 m Höhe, die highline 179, verbindet die Burg mit dem Fort Claudia (Hochschanz), wobei der Durchhang 17 m beträgt. Der Bezirk um Reutte nennt sich das Außerfern, die Region Zwischentoren, „zwischen den Toren“ dabei  handelt es sich um das Tal und die Gegend ab Ehrenberger Klause bis zum Fernpaß. Es folgen die kleinen Dörfchen Bichlbach, Lähn (Fischfarm) und die Gemeinde Lermoos die zwischen Lechtaler-, Ammergauer Alpen, Mieminger- und Wettersteingebirge in einer von der Loisach durchflossenen  Beckenlandschaft auf 1004 m liegt. Wir lassen die Ammergauer Alpen, Kohlbergspitze 2202 m, Upsspitze 2337 m und  Daniel mit 2340 m der Höchste, „hinter uns“. Nach jeder Kurve werden die Ausblicke vor uns grandioser. Das Massiv des Wettersteingebirges türmt sich vor uns auf. Trotz ein paar Wolken erkennen wir die Zugspitze, mit 2962 m der höchste Berg Deutschlands. Am Fuße des Wettersteins liegt die Gemeinde Ehrwald. Schon 1926 wurde hier die erste auf die Zugspitz führende „Österreichische Zugspitzbahn“ eröffnet und sorgt seitdem u.a. für reichlich Tourismus. Wir fahren entlang der jungen Loisach, die eingerahmt von Rauher Kopf 1811 m, Hochschober  1818m der Ammergauer Alpen links und Zugspitz-Massiv, Riffelwand-Massiv 2626 m, Waxenstein-Massiv 2277 m des Wettersteingebirges rechts, nach Norden fließt. Das Tal ist eng, nur die Außerfernbahn, die Straße und die Loisach mit ihrem Radweg finden Platz. Deshalb entsteht durch eine Straßen-Baustelle ein langer Stau, der uns eine halbe Stunde Zeit kostet.   Bei Griesen, das schon zur Gemarkung Garmisch gehört, verlassen wir Tirol. Es folgt die Gemeinde Grainau, wo sich die Talstation der Eibsee-Seilbahn zur Zugspitze befindet und Garmisch-Partenkirchen. Über dem Ortsteil Garmisch auf der Maximilianshöhe“ am Fuße der Kramerspitz, dem nördlichsten der Ammergauer Alpen, steht das Gasthaus Almhütte, die Windbeutel-Alm. Die Ausblicke von der Terrasse auf die „riesigen“ Gipfel sind hervorragend, die „riesigen“ Windbeutel auf unseren Tellern schmecken auch so. Nach 1 ½ Stunden Aufenthalt treten wir um 17.00 Uhr die Rückfahrt an. Über Garmisch Partenkirchen, Farchant und Oberau kommen wir wieder zur Autobahn A 95. Somit schließt sich der Kreis „Durch die Ammergauer Alpen“. Weitere Fahrt nach Stephanskirchen wie die Anreise.  Ankunft ca. 19.30 Uhr. „Besichtigungstour erfolgreich und sehr interessant“.

Ihre Reisebegleitung Rita Ringel

Pillersee

Fahrt ins Heutal  bei Unken und zur Forellenranch  nähe Pillersee

am Donnerstag 20. Juli 2017

 

Das Ziel unseres heutigen Ausfluges liegt im Salzburger Land und doch befinden wir uns teilweise auf bayerischen Boden. Der größte Grundbesitzer im Heutal sind die bayerischen Saalforste. Wir starten um 9.00 Uhr in Stephanskirchen und begeben uns, nachdem alle angemeldeten Teilnehmer „eingesammelt“ wurden auf die Autobahn Richtung Salzburg. In Siegsdorf verlassen wir sie schon wieder und fahren auf der Deutschen Alpenstraße vorbei an Hammer nach Inzell. Diese kleine Gemeinde im Landkreis Traunstein wurde durch sein 1965 erbautes Natureisstadion mit Eisbahn und Eishockeyfeld weltbekannt. Mittlerweile gibt es seit 2011 eine neue Eishalle, die den Namen Max Aicher Arena trägt. Auf der linken Seite taucht ein Relikt aus der Eiszeit auf, ein Gletschergarten, der vor ca. 20.000 Jahren entstanden ist. Das Tal wird enger, die Straße und der Weißbach zwängen sich durch, deshalb wird die Gegend  Zwing genannt. Tief unten entstand die Weißbachschlucht. Ab und zu lässt der dichte Wald einen Blick auf den rauschenden Bergbach zu. Wir erreichen den von Touristen sehr beliebten Ort Weißbach an der Alpenstraße und das Mauthäusl. Die von Kaiser Ludwig dem Bayern1346  hier erbaute erste befestigte Straße, die „güldene Salzstraße“  konnte  nur gegen Bezahlung einer Maut benützt werden. Dafür wurden ein „Mauthäusl“ und 1650 eine Tafernwirtschaft zur Stärkung für die Fuhrleute eingerichtet. Noch fahren wir ohne „Bezahlung“ weiter nach Schneizelreuth, das schon im Landkreis Berchtesgaden liegt. Das Massiv der Reiter Alpe erhebt sich auf der linken Seite über dem Tal .Wir folgen dem Lauf der Saalach bis Melleck, überqueren am Steinpass, ohne Formalitäten, die Landesgrenze nach Österreich und erreichen Unken im Pinzgau. Auf einer gut ausgebauten aber schmalen, kurvenreichen Straße steuern wir unser erstes Ziel, ein Hochtal auf 1000 m in den Chiemgauer Alpen, das Heutal an. Der erste Blick, wenn man die Höhe erreicht hat, fällt auf das Mäanderhochmoor, das unter Naturschutz steht. Eine liebliche Landschaft, bestens geeignet für Wanderungen im Sommer, Langlaufen und Skifahren im Winter. Der Gasthof Heutaler-Hof ist erreicht. Der zweite Blick fällt auf die Uhr und in den Himmel. Ja das geht sich aus – eine kleine Wanderung bei Sonnenschein und noch angenehmen Temperaturen. Zuerst geht es den Lahnersbach entlang, der in den Fischbach fließt. Blühende, saftige Wiesen - das schmeckt den Kühen, die in der Nähe des Wanderweges grasen und  sich nicht stören lassen. Wir genießen die gute, klare Luft, und erreichen einen kleinen Wasserfall. Malerisch stürzt das blau-grüne Wasser in die Gumpen. Es geht auf gleichem Wege zurück und alle freuen sich auf das Mittagessen. Bei einem kurzen Rundgang erblickt man noch eine Bogenschießanlage mit Jagdparcour auf einer 20 Hektar großen Wiese und einen Schwimmteich. Um 14. 00 Uhr fahren wir wieder zurück nach Unken. Ein grandioser Blick wird frei auf die gegenüberliegenden Reiter Steinberge (2060 m) und auf drei markante Gipfel die „Drei Brüder“ (1864 m). Im Tal angelangt folgen wir wieder der Saalach und fahren über den Kniepass einem Talpass, wo sich von der Bronzezeit über das Mittelalter bis zum Ende des 2. Weltkrieges schon viel ereignet hat. Ab der kleinen Marktgemeinde Lofer folgen wir dem Loferbach, überqueren wieder einen geschichtsträchtigen Talpass, den Pass Strub auf 675 m ü.M. und erreichen das Strubtal. Der begleitende Bach trägt nun mehrere Namen (Haselbach, Strubache, Grieselbach) und fließt  aus dem Pillersee. Mächtige Steinplatten sind auf der rechten Seite hoch oben zu erkennen. Der Name passt – wir sehen die 1869 m hohe Steinplatte. Am Fuße liegt die Gemeinde Waidring, ein allseits bekanntes Wander- und Schigebiet im Dreiländereck. Gegenüber leuchten die Felsen der Loferer Steinberge. Wir folgen dem Haselbach ins Pillerseetal. Nach ein paar Kilometer erblicken wir links auf einer kleinen Anhöhe die Wallfahrtskirche St. Adolari und nach ca. 400 m rechts den Gasthof Forellenranch der an einem Angel- und Schwimmteich erbaut wurde. Hier legen wir die Kaffeepause ein. Von der Terrasse aus sieht man den Pillersee und unter der Terrasse sieht man man die Forellen schwimmen. Eine Runde um die Teiche oder eine kurze Wanderung zum Pillersee steht jedem frei. Wer nicht schnell war, dem wird die Entscheidung darüber leicht fallen, denn dunkle Wolken ziehen auf. In rasender Geschwindigkeit nähern sich die schweren Regenwolken. Jeder kommt schnellstens zurück zum Gasthaus und wir starten um 16.30 Uhr, 30 Minuten vor der geplanten Abfahrtszeit. Der Regen prasselt auf den Bus, die Scheibenwischer haben Mühe die Fenster „sauber“ zu halten. So erreichen wir wieder Waidring, kommen nach Erpfendorf und Kössen. Am Walchsee vorbei nach Durchholzen nehmen wir nun die Straße über den Niederdorfer Berg nach Wildbichl, Sachrang, Aschau, Frasdorf, Neukirchen, Riedering, Stephanskirchen, Haidholzen und kommen um ca. 18.30 Uhr in Schloßberg wieder an. Die Luft ist klar und rein, der Regen hat sich verzogen – wir benötigen keinen Regenschirm für den Nachhauseweg.

Ihre Reisebegleitung Rita Ringel

Südtirol

Fahrt nach Südtirol ins Antholzertal zum Antholzersee und zur Lodenwelt nach Vintl

- Pustertal –

am Donnerstag den 22. Juni 2017.

 

Hurra, der Sommer ist da. Die kürzeste Nacht liegt hinter uns. Er wird seinen Vorhersagen gerecht – der Sommer – Wettervorhersage über 30 Grad. Das sind gute Voraussetzungen in die Dolomiten zu fahren. Auf knapp 1.700 m ist es angenehm kühl und der Bus hat eine Klimaanlage. Wir starten zeitig um 8 Uhr in Stephanskirchen. Bis Kufstein-Süd nehmen wir die Autobahn. Anschließend bewegen wir uns auf Staatsstraßen. Vorbei an den bekannten Winter- und Sommersportorten wie Scheffau, Going und Elmau, die malerisch am Fuße des Wilden Kaisers bzw. des Hartkaisers liegen, erreichen wir den Nobelort Kitzbühl, eingerahmt vom Kitzbühlerhorn (1996 m) und Hahnenkamm mit 1802 m. Das Leukental geht über in das Jochbergertal, mit der kleinen Gemeinde Jochberg, dessen Geschichte vom Bergbau geprägt ist. Vor 3000 Jahren wurde in dieser Gegend nach Kupfer gegraben – das in dem Schaubergwerk „Kupferplatte“  seit 1990 gezeigt wird. Heute hält der Tourismus die Wirtschaft in Schwung, dafür sorgen die vielen Bergbahnen, die auch Täler überwinden. Die Besonderheit, einige Kabinen sind mit Glasböden ausgestattet damit der „Ausblick“ noch sensationeller wird. Die Straße zum Pass Thurn, vorbei an einigen Weilern und der Wallfahrtskirche Jochbergwald, schlängelt sich in gut ausgebauten Kehren hoch auf 1274 m. Der Blick geht weit auf die gegenüberliegenden Hohen Tauern und in das tiefliegende Salzachtal, nachdem die Scheitelhöhe überwunden ist. Bald ist die Gemeinde Mittersill, im Oberpinzgau, mit seinem Nationalparkzentrum und der Firma Blizzard zu erkennen und schnell erreichen wir sie auch. Kaum im Tale geht es auch schon wieder bergauf zum Felbertauerntunnel. Durch das Felbertal mit dem Felberbach, durch das Ammertal, vorbei an vielen Almen, die fleißig von Kühen beweidet werden erreichen wir die Nordrampe des Tunnels auf ca. 1600 m. Hier legen wir eine halbe Stunde Kaffeepause ein. Mit Blick auf den Glockenkogel und dem Tunneleingang genießen wir den frisch gebrühten Kaffee mit Hefezopf, gestiftet von der Firma Hofstetter-Reisen. Gegen 11 Uhr starten wir wieder und fahren durch den 5282 m langen Felbertauerntunnel. Wir sind in Osttirol und begleiten den wasserreichen Tauernbach bis zur Gemeinde Matrei in Osttirol. Hier mündet er, vom Virgental kommend, in die Isel. Durch das Iseltal bis nach Lienz sehen wir viele kleine Orte, wie Huben, wo das Defereggental und das Kalsertal abzweigen, St. Johann im Walde, Ainet und das stattliche Schloss Bruck vor den Toren der Bezirksstadt. Eingerahmt von den Lienzer Dolomiten erstreckt sie sich in einem weiten Tal der Drau. Wir folgen der Drau, und fahren jetzt durch das Pustertal, die Bahntrasse der Drautalbahn bzw. Pustertalbahn begleitet uns. Die kleinen und größeren Gemeinden und Fraktionen, wie Thal-Aue, Assling, Abfalterbach, Straßen, Heinfels oder Silian blühten auf, als die Bahn 1871 den Betrieb auf der insgesamt 209 km langen Strecke aufnahm. Zwei bekannte Täler zweigen ab: nach Straßen geht’s nach Obertilliach zum bekannten Osttiroler Biathlonzentrum und bei Heinfels kann man in das 10 km lange Villgratental in die Hohen Tauern fahren. Bei Winnebach überschreiten wir die Grenze nach Italien, und bald ist die Fraktion Vierschach und die Marktgemeinde Innichen zu sehen. Der Bayernherzog Tassilo III ließ hier 769 ein Benediktinerkloster gründen, seitdem gehörte es mit kurzen Unterbrechungen bis 1803 zur Hofmark Freising.

Das „Tor zu den Dolomiten“ Toblach“ kommt ins Blickfeld, Ausgang in das Sextental, das Fischleintal und den Naturpark Drei Zinnen. Die Gemeinde ist wegen seines Langlaufstadions und der FIS-Loipen weltbekannt. Der Rienz folgend, sehen wir Niederndorf, Welsberg und  Olang. Der Antholzerbach mündet hier in die Rienz und wir begleiten ihn bis zum Antholzersee. Am Taleingang des Antholzertales  liegen die Dörfer Niederrasen (1010m) der Hauptort und Oberrasen auf 1090m. Es folgen die Ortschaften Antholz Niedertal und der Weiler Salomonsbrunnen, wo sich eine alte Heilquelle befindet, und Rasen Antholz in  deren Gemeindegebiet der Hochgall (3471 m), der Hauptgipfel der Riesenfernergruppe liegt. Auch hier suchen die Einheimischen noch eine Heilquelle gegen Gelenkrheumatismus auf, das Stampflbad.  Antholz Mittertal liegt auf 1250 m, und die Streusiedlung in Antholz Obertal liegt auf 1550 m und plötzlich taucht die weltbekannte Biathlonanlage Südtirol Arena auf.

1969 erbaut und 2007 weitläufig umgebaut war es Austragungsstätte für viele Biathlon- und Langlauf-Wettkämpfe und Weltmeisterschaften. Direkt daneben die bekannte Huber-Alm. Idealer Ausgangspunkt für Wanderer und Bergsteiger für eine Seeumrundung oder anspruchsvolle Bergtour. Auf einer kleinen, schmalen Straße schleichen wir  am malerisch, unter den steilen Bergflanken des Riesenferners, gelegenen Antholzersees entlang um an das  Ziel unseres Ausflugs, der Enzian-Hütte zu kommen. Viele PKWs fahren uns entgegen, denn die Straße kommt vom 2052 m hohen Staller Sattel. Der Pass verbindet das Defereggental in Osttirol mit dem Antholzertal in Südtirol.

Auf der Enzian-Hütte, die auf 1650 m liegt, können wir unsere Mittagszeit verbringen. Bis 15 Uhr, also knapp 2 Stunden haben wir Zeit. Ein Garten mit viel Schatten, erträgliche 26 Grad, reichhaltige Speisekarte und gemütliches Miteinander, ein kurzer Sparziergang zum See runden diese Mittagszeit ab.

Der Rückweg ins Pustertal, durch das 21 km lange Antholzertal, bietet uns erneut schöne Aus- und Einblicke auf grandiose Natur- und Kulturlandschaften. Die nächsten Orte Wielenberg, Percha liegen an der Strecke. Außerdem erkennen wir den 2275 m Kronplatz.  Wo im Winter sich die vielen Schifahrer tummeln grasen nun die Kühe. Die nächsten Gemeinden sind zu sehen: St. Lorenzen, hier mündet das Gadertal ein, Brunneck der Hauptort des Tales, liegt an der Mündung der Ahr in die Rienz. Kiens, St. Sigmund, Vintl lesen wir auf den Ortstafeln. Die „Lodenwelt“ in Vintl ist das weitere Ziel unserer Fahrt. Im Museum besteht die Möglichkeit alles über die Entstehung des Lodens zu erfahren – und  in der gut klimatisierten Verkaufspassage kann man „Schönes“ erwerben. Außerdem befinden sich auf dem Areal die Feinkäserei Capriz mit einem Cafe, einem integriertem Verkaufsraum und im Untergeschoß ein Ziegen-Museum. Nachdem die vorhergesagten Temperaturen uns bis dato keine Probleme machten – müssen wir nun feststellen, dass der Sommer sich mit 34 Grad von seiner “warmen“ Seite zeigt. Nach einer Stunde Aufenthalt, je nach Belieben, freuen wir uns auf den „kühlen“ Bus und treten die letzten Kilometer der Reise an, die uns durch das restliche Pustertal ins Eisacktal führen. Auf der Brennerautobahn setzen wir die Fahrt fort, vorbei an Franzensfeste, Trens, Sterzing, erreichen wir den Brennerpass. Über die Europabrücke, durch das Wipptal nach Innsbruck mit Blick auf den Patscherkofel und die Nordkette. Die Inntalautobahn bringt uns nach Kufstein und Rosenheim. Für zwei kleine Regenschauer haben wir nur ein müdes Lächeln - denn sie erreichen uns im Bus nicht und beim Ausstieg ist es trocken, das Thermometer zeigt noch immer 3o Grad an - in Stephanskirchen um ca. 19.45 Uhr.

Ihre Reisebegleitung

Rottach-Egern / Heiliges Grab

Fahrt nach Rottach Egern

Vorher Besuch des Heiligen Grabes in Willing  nähe Bad Aibling

Donnerstag 20. April 2017

Im Kalender steht „Frühling“. Wenn man aus dem Fester sieht, tanzen die Schneeflocken und legen sich auf das frische Grün und die teilweise schon blühenden Obstbäume. Am Mittag hat sich das Schneetreiben  gelegt und wir sehen sogar ein paar Sonnenstrahlen, so können wir frohgemut starten. Wir befinden uns  in der Nachosterwoche und besuchen deshalb das Heilige Grab in Willing. In der schön barock ausgestatteten  Jakobskirche wurde vor dem Hochaltar das Heilige Grab errichtet. Als wir das Kircheninnere betreten hören wir dezente Ostermusik, die Osterkerze brennt und der österliche Blumenschmuck ist dank der kalten Witterung noch wunderschön. Zunächst hören wir aus dem Neuen Testament den passenden Text zum  Grab Christi. Anschließend begrüßt uns Herr Schmitz, Diakon aus der Pfarrei. Eine freundliche Begrüßung, ein paar Erklärungen über die Pfarrei und zum Heiligen Grab. Herr Schmitz hat uns den Autor des „Willinger Kirchenführers“, Herrn Dr. Mayr mitgebracht, der uns über die Erbauung und die Ausstattung der Jakobskirche erzählt.

Nach einer sehr interessanten halben Stunde geht unsere Fahrt weiter. Über kleine Straßen Richtung Irschenberg, vorbei an der Wallfahrtskirche Wilparting geht es zur Kreisstadt Miesbach. Wir erreichen das Mangfalltal und sehen den hohen Kamin in Müller am Baum. Über Festenbach und Dürnbach erreichen wir Gmund und den Tegernsee. Vorbei am Gut Kaltenbrunn am Nordufer, fahren wir immer am See entlang, und sehen die bekannten Gemeinden Bad Wiessee, Weißach und Rottach Egern.

Mittlerweile können wir eine geschlossene Schneedecke erblicken. Der Hausberg Wallberg hüllt sich in einen weißen Schneemantel. Etwas außerhalb im Cafe Angermaier können wir nun unsere heiß ersehnte Kaffeepause einlegen.  Gestärkt, aufgewärmt und voller Tatendrang geht eine 13 köpfige Gruppe nun zu Fuß Richtung Sportplatz  zurück, der Rottach entlang, schön bequem ohne Steigung. Die Sonne scheint, ein Wintertag könnte nicht schöner sein.

Die Rückfahrt geht über Rottach, Ort Tegernsee Richtung Gmund. Bei Gasse verlassen wir den See. Immer noch Winterlandschaft – wir genießen es trotzdem. Bald ist der alte Bergwerksort Hausham mit seinem alten Förderturm zusehen.  Nach wenigen Kilometern taucht der Schliersee mit seiner gleichnamigen Marktgemeinde auf und die Ortsteile Fischhausen mit seiner bekannten St. Leonhardkirche und Neuhaus mit dem Markus Wasmeier Bauerhof- und Wintersport-Museum. Über Aurach, Hammer, Fischbachau, Elbach, Hundham Bad Feilbach,  Pang, Aising, Rosenheim erreichen wir Schloßberg, unsere erste Ausstiegsstelle. Ein interessanter Ausflug mit verschiedenen Jahreszeiten wie Frühling und Winter endet um ca. 18.30 Uhr in Stephanskirchen.

Die Reisebegleitung.

Aktuelles

Kaffeenachmittag:

Mittwoch, 19.12.2018, 14:30 Uhr

Weihnachtsfeier

Gestaltet vom Ehepaar Jakubik

 

Seniorenausflug:

der nächste Ausflug findet im März 2019 statt

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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