Fane Almen - Sterzing

Dingolfing - Wallersdorf

Fahrt nach Dingolfing- Besuch Indusstriegeschichte Museum- Weiterfahrt zu Aster’s Holunderhof in Westerndorf am Donnertag 8. August 2018

 

Abfahrt um 8.30 Uhr in Stephanskirchen. Wir meiden im Urlaubsmonat die Autobahnen und fahren über Land in Richtung Norden in den niederbayerischen Landkreis Dingolfing-Landau. Über Vogtareuth, Schonstett, Evenhausen, Stephanskirchen, Reichertsham, die alle dem Landkreis Rosenheim angehören, erreichen wir, nach dem Gebiet Holzwimm, auf der Ro 39 die Landkreisgrenze Mühldorf und die kleine Gemeinde Unterreit. Wir folgen der St2092 bis zur Abzweigung auf die Mü48 und kommen nach Jettenbach, auf die Mü19. Diese quert den Inn, dadurch wird der Blick auf das Jettenbacher Wehr frei. In den Jahren 1919-1923 erbaut dient es zur Stromerzeugung und um Triebwasser, über den gleichzeitig geschaffenen Innwerkkanal, aus dem Inn zum Kraftwerk Töging abzuleiten.  Ab Wasserburg bis hinter Mühldorf am Inn schlängelt sich der Fluß durch das Inn Hügel Land. Zwischen Jettenbach und Töging fließt der letzte freie Abschnitt des Inns. Zu verdanken ist dies einer Renaturierung, die vor über 20 Jahren begonnen hat. In den anderen Teilen ist der Fluss laut Wasserwirtschaftsamt Rosenheim seit 1924 zu einer Kette aus 14 Kraftwerken gezähmt. Ein paar Kilometer weiter ist die Stadt und die nördlichen Gewerbe- und Industriegebiete von Waldkraiburg zu sehen, durch Zuzug von Vertriebenen nach dem zweiten Weltkrieg entstanden. Die St2091  bringt uns nach Ampfing, Zangberg mit der dominierenden Klosteranlage St. Josef, Lohkirchen nach Neumarkt St. Veit. Nach Hörbering, auf der St2111, nach Gangkofen überquert man die Landkreisgrenze Rottal-Inn. Durch das niederbayerische Hügelland,  kleinen Gemeinden, großen Vierseithöfen und weitläufigen Maisfeldern  nähern wir uns dem Landkreis Dingolfing-Landau mit seiner Kreisstadt Dingolfing. In zentraler Lage in der Unter-Stadt, im Gasthof Postbräu, nehmen wir das Mittagessen ein. Die restliche Zeit bis zur Weiterfahrt in die Ober-Stadt nützen viele für einen Spazier- und Erkundigungsgang rund um den blumengeschmückten Stadtplatz. Um 13.00 Uhr beginnt eine Führung im Museum Dingolfing, ein Baukomplex der drei Gebäude umfasst: die Herzogsburg, der Pfleghof und der ehemalige Getreidekasten. In diesem wird auf rund 1000 qm die industrielle Entwicklung der heutigen BMW-Stadt aufgezeigt. Wir haben uns für die Erfolgsgeschichte der Firma Glas entschieden, die hier 1905 ihre erste Niederlassung gründete. Mit dem Bau des legendären „Goggal“, wie es die nette Museumsführerin liebevoll nennt, entwickelte sich die Stadt zum bedeutenden Industrieort mit dem größten BMW-Werk Europas. Auf der Weiterfahrt in Richtung Landau an der Isar beeindrucken uns weitläufige Werksanlagen. Ca.   13.000 Mitarbeiter arbeiten im Schichtbetrieb. Bis zu 300 Busse bedienen täglich 2.500 Haltestellen um die Beschäftigten an die Produktionsstätten zu bringen. Die St2074 bringt uns   

über Rosenau, Mammingerschwaigen, Harburg nach Landau an der Isar. Durch diverse Umleitungen gelangen wir über schmale Straßen und kleine Dörfer nach Westerndorf zu Aster‘s Holunderhof. Freundlich begrüßt uns Herr Martin Aster, der Besitzer. Unter großen Sonnenschirmen, vor dem kleinen Hofcafe, lassen wir uns zu Kaffee, Kuchen, Getränken oder Holunder-Spezialitäten nieder. Alles selbst hergestellt von Martina Aster. Anschließend erzählt uns der „Holunder-Pionier“ die Geschichte des über 150 Jahre alten Asterhof, u.a. vom Beginn des Holunderanbaus vor 30 Jahren durch den Vater und die ständigen Veränderungen. Mittlerweile bewirtschaften sie 1,3 Hektar. Alles in Handarbeit und nahezu in einer ökologischen Bewirtschaftungsform. Wir können uns nur schwer von dieser netten  Atmosphäre trennen. Nach über zwei Stunden Aufenthalt treten wir um 17.15 Uhr die Rückfahrt an. Über Wisselsdorf, Lappersdorf, Exing, Reichersdorf erreichen wir die B20, die uns nach Eggenfelden bringt. Weiter auf der B 588 nach Neuötting und die BAB 95. Ein paar Kilometer Autobahn leisten wir uns bis Haag. Über Wasserburg, Griesstätt kommen wir nach Schloßberg und Stephanskirchen – Ankunft ca. 19.30 Uhr.

Reisebegleitung Rita Ringel

Kühtai - Sellraintal

 

Fahrt durchs Sellraintal nach Kühtai – über Seefeld zum Walchensee

Donnerstag  18. Juli 2019

 

Abfahrt um 8.30 Uhr in Stephanskirchen – Anfahrt auf der Inntalautobahn bis Innsbruck. Die Ausfahrt Innsbruck-Kranebitten führt uns nach Kematen, der geographischen Grenze zwischen Ober- und Unterinntal.  Die Bewohner haben sich ab 1143 auf dem Schwemmkegel der Melach, die hier in den Inn fließt, niedergelassen. Wir folgen der Melach ins Sellraintal, einem Kerbtal das sich von Kematen zum Kühtaisattel auf 2020 m erstreckt. Die Jöcher des Tales wurden schon in vorgeschichtlicher Zeit als Übergänge genutzt, das beweisen 10.000 Jahre alte steinzeitliche Gerätefunde aus dem Fotschertal, einem Seitental. Nach über 300 Höhenmetern, schmalen Straßen und Kurven weitet sich das Hochtal und erstmals werden die Blicke auf die imposanten Berge der Stubaier Alpen frei. Die erste Gemeinde Sellrain mit seiner barocken Pfarrkirche der Hl. Anna (1701- 1705), die in erhöhter Lage am Ortseingang liegt, ist zu sehen. Nach wenigen Kilometern und weiteren 279 Höhenmetern erreichen wir Gries in Sellrain im mittleren Sellraintal. Ca. 600 Einwohner wohnen hier rund um die Pfarrkirche St. Martin (1733-1735) mit ihrer Barockhaube. Die Melach, vom Lüsental kommend, fließt im Dorfkern in den Zirmbach, den wir bis zum Ursprung auf 1830 m begleiten. Zunächst erblicken wir auf 1513 m ü.NN das kleine St. Sigmund im Sellrain mit der gleichnamigen spätgotischen Pfarrkirche, die um 1490 errichtet wurde. Die hinterste aber flächenmäßig die größte Gemeinde im Tal gehört seit Juni 2013 zur "Bergsteigerdörfer Region Sellraintal" des Alpenvereins Österreich. Ab dem Ortsteil Haggen wird die 8 km lange Straße zum Sattel auch mit Lawinentunnel geschützt. Der Wald lichtet sich, die Almwiesen, samt Kühen und Pferden, immer weitläufiger, ganz plötzlich erscheint das Ortsschild „Kühtai – 2020 m Seehöhe Gde. Silz“ . Wie eine Krone reihen sich die Berggipfel um den Sommer- und Wintersportort: Hochalter 2678m, Pirschkogel 2828 m, Vorderer Grieskogel 2674 m, Die Mute  2398 m ( Fintertal-Speicherseemauer 2.300 m), Plenderlesseekopf 2590 m - sie sind auch mit Bergbahnen erreichbar und der Zwölferkogel mit seinen stattlichen 2988 m. 1 ½ Stunden Mittagspause – Möglichkeit zum Essen im „Kühtaier Dorfstadel“ und nach Belieben, einen Rundgang  bei Sonnenschein und angenehmen Temperaturen. Um 13.30 Uhr beginnt die Weiterfahrt durch das Nedertal ins Ötz- bzw. Inntal. Vorbei am Jagdschloss Kühtai, am türkisfarbenen Zwischenspeicher Längental, dem kaum sichtbaren Kraftwerk Kühtai, geht es auf der L 237 steil bergab. Dadurch erreichen wir in kürzester Zeit das Gebiet und den Ort Ochsengarten auf 1542 m. Ab dem Jahr 1315 ist ein Schwaighof nachweisbar – einer der ältesten, hochalpinen Dauersiedlungen Tirols. Wir passieren kleine Weiler, Rotten, Dörfer wie Mühlau, Taxegg, Ötzerau, erreichen nach 730 Höhenmetern das vordere Ötztal, die  Ötztaler Ache und die Gemeinde Ötz am Fuße des 3007 m hohen Achterkogel. Nach wenigen Kilometern erreichen wir das Oberinntal mit der Autobahn, die an den Orten Haiming, Silz, Stams, Rietz und Telfs vorbeiführt. Bei der weiteren Bergfahrt zum Seefelder Plateau, sehen wir die Friedensglocke bei Mösern, den ehemaligen Olympiaort Seefeld (1180m), die Toni-Seelos-Sprungschanzen, das Seekirchl, die Pfarrkirche St. Oswald und den neu gestalteten Bahnhof der Karwendelbahn, 1912 eröffnet  und seitdem sehr wichtig für den Tourismus. Auf gut ausgebauten Straßen erreichen wir die Grenze nach Bayern, die Scharnitzer Klause, eine Talenge die 1633 wegen der Schwedeneinfälle durch die Tiroler befestigt wurde und den Namen Porta Claudia erhielt. Die Isar, aus dem Hinterautal kommend, ist ab Scharnitz unser Begleiter. Sie fließt durch Mittenwald, Krün, Wallgau, wobei ihr Wasser bei Krün für die Stromerzeugung aufgestaut und abgeleitet wird. Wir folgen  der B11, erreichen den 16,40 qkm großen Walchensee, der  mit seiner Tiefe von 190 m zu den  größten Alpenseen Deutschlands zählt. Der Luftkurort Walchensee liegt auf 803 m und wird im Westen vom Herzogstandmassiv begrenzt. 90 Minuten Aufenthalt - Möglichkeit zur Einkehr im Cafe Edeltraut, mit Blick zum See, auf einer überdachten Terrasse oder einen Spaziergang. Angenehme Temperaturen, die Sonne hat sich hinter den Wolken versteckt. Start zur letzten Etappe um 17.00 Uhr – entlang des Walchensees nach Urfeld, die 9 km lange Kesselbergstraße, mit wunderschönen Ausblicken auf den Kochelsee, hinab bis Kochel am See. Über Benediktbeuren, Bichl, Bad Heilbrunn, Bad Tölz, Miesbach zum Irschenberg. Auf der BAB nach Rosenheim und Stephanskirchen, das wir um ca. 19.00 Uhr erreichen.

 

Rita Ringel Reisebegleitung

Bad Aussee - Grundlsee

Fahrt Bad Aussee – Grundlsee –Schladming-Altenmarkt- Tauernautobahn- Salzburg

Donnerstag, 13. Juni 2019

 

Der lange, schneereiche Winter auf der Tauplitz-Alm bei Bad Mitterndorf im steirischen Salzkammergut zwingt uns den Ablauf dieser Fahrt zu ändern. Die Zufahrtswege der Almen und Gasthäuser  auf dem Hochplateau sind noch bis zu 1,5 m mit Schnee bedeckt. Der Hüttenwirt läßt uns wissen, daß Schneefräsen eingesetzt werden, aber die geplante Bummelzugfahrt trotzdem nicht durchführbar ist.

Wir starten um 8.30 Uhr in Stephanskirchen. Auf der BAB geht’s über die Grenze Walserberg bei Salzburg und auf der A 1 zur Ausfahrt Thalgau. Vorbei an Elsenwang und Hof bei Salzburg kommen wir zum Fuschlsee mit seinem bekannten Schloss. Eine neue Attraktion ist der Haupt-Firmensitz der Red Bull GmbH. Nach wenigen Kilometern liegt der Wolfgangsee und St. Gilgen mit den markanten Salzkammergutbergen Schafberg und Zwölferhorn vor uns. Die Wolfgangsee-Schiffahrt befördert seit 1873 die Gäste und die Salzkammergut-Lokalbahn bringt seit 1893 viele Touristen in die beliebte Sommerfrische. Wir erreichen Bad Ischl, seit 1823 Heil- und Solebad, wo Staatskanzler Metternich, das erzherzogliche Ehepaar Franz, Karl und Sophie und später Kaiser Franz Josef mit der bayerischen Sissi das Klima und die Sole genossen. Wir folgen der Traun, passieren die  Orte Lauffen und Bad Goisern am Hallstättersee. Die Salzkammergutstraße B145 führt zum 993 m hohen Pötschen. Der Pass ist die Einsattelung zwischen dem Hohen Sarstein und dem Sandling und bildet die oberösterreichische – steirische Grenze. Auf der gut ausgebauten Straße geht es 280 Meter abwärts zur Gemeinde Altaussee. Nun folgen wir der Altausseer Traun nach Bad Aussee, Trachtenhauptstadt und Hauptort des Ausseerlandes. Ein gemeinsames Mittagessen beim Kirchenwirt, der anschließende Spaziergang im Kurpark zum geographischen Mittelpunkt Österreichs, zur begehbaren Brücke über Traun und Altausseer Traun in Form eines Mercedes-Sternes, zum  Erzherzog-Johann-Denkmal oder über einen Treppenweg zum Traunblick lassen den Aufenthalt schnell vergehen. Weiterfahrt zum ca. 4 km entfernten Grundlsee. Der fjordartige See liegt in einem 10 km langgestreckten Tal das an drei Seiten von den rund 1000 Meter aufragenden Ausläufern des Toten Gebirges umrahmt liegt. Jedes Jahr zum Narzissenfest, Ende Mai - Anfang Juni, pilgern viele Tausend Zuschauer zum Bootskorso an den Grundlsee. Zurück nach Bad Aussee, folgen wir der B 145 durch das Hinterberger Tal nach Bad Mitterndorf am Fuße des Grimming. 2,5 km südlich des Ortskerns befinden sich die Heilbrunner Thermalquellen, die bereits den Römern bekannt waren. Heute kann man in der vor 10 Jahren erbauten Grimming-Therme das 25 – 28 Grad warme Thermenwasser genießen. In der Gemeinde Tauplitz liegt der Kulm eine der größten Skiflugschanzen der Welt, die wir sehr gut sehen. Abwärts geht die Fahrt ins Ennstal, vorbei an der 150 m über dem Talgrund des Grimmingbaches liegenden malerischen „Kripperlstadt“ Pürgg. Nicht weit entfernt steht das mächtige Schloss Trautenfels, heute Museum und Ausstellungszentrum. Wir haben den mächtigen Grimming umrundet; der nächste Ort St. Martin am Grimming liegt ebenfalls am Fuße dieses Gebirgsstockes. Vorbei an Gröbming mit seinem markanten 2048 m Stoderzinken, immer der Enns entlang erreichen wir Haus im Ennstal in der Dachstein-Tauern-Region. Die Gletscher des Hochgebirgsstockes sind deutlich zu erkennen und  sicher durch den langen schneereichen Winter gewachsen.  Hausberg der Gemeinde ist der Hauser Kaibling – ein bekanntes Skigebiet. Die Stadt Schladming, umrahmt von Dachstein und Niederen Tauern  mit seinem Hausberg Planai gehört ebenfalls zu den bekanntesten Ski- und Wandergebieten Österreichs. Über den Mandling-Pass, Grenze Steiermark – Salzburg, erreichen wir Radstadt und Altenmarkt. Die Kaffeepause im Biergarten eines Cafes, ein kleiner Spaziergang zur Pfarrkirche mit der Altenmarkter Madonna sind der Abschluss der Fahrt. Rückfahrt ab 17.10 Uhr – auf der Tauernautobahn – Salzburg – Achenmühle – Schloßberg – Stephanskirchen, das wir um ca. 19.30 Uhr erreichen.

 

Reisebegleitung Rita Ringel

Hohenpeißenberg - Wallfahrtskirche

Fahrt  zum Hohenpeißenberg –Besuch der Wallfahrtskirche –  Weiterfahrt zum Paterzeller Eibenwald

Donnerstag 16. Mai  2019

Der Hohe Peißenberg, mit seinem 988 m hohen Gipfel erhebt sich im Zentrum einer Hügellandschaft des Landkreises Weilheim-Schongau. Auf dem Berg befinden sich die Wallfahrtskirchen mit angebautem Priesterhaus, ein Gasthaus, ein Sendeturm mit einer Fangausrüstung und Messgeräten für die Blitzforschung, ein Friedhof  und das meteorologische Observatorium, samt Forschungsradar des Deutschen Wetterdienstes. Seit 1. Januar 1781 werden meteorologische Beobachtungen durchgeführt und  u.a. „Wetterlagen“ aufgezeichnet. Eine dieser Singularität, eigenartige Witterungsregelfälle, sind die Eisheiligen, die in den letzten 4 Tagen waren und gestern mit der „kalten Sophie“ endeten. Wir hoffen, sie haben sich ausgetobt und sind uns „wettermäßig“ gnädig.

Der Ausflug beginnt um 9.00 Uhr in Stephanskirchen. Die Anreise erfolgt über Rosenheim, BAB bis Irschenberg, auf der B 472 über Miesbach, Waakirchen ins Oberland. Vorbei an der Kreisstadt  Bad Tölz, die am nördlichen Eingang zum Isarwinkel liegt, sehen wir den 1248 m hohen Blomberg mit der Sommerrodelbahn. Wir fahren an den Gemeinden  Bad Heilbrunn, Bichl, Sindelsdorf, ein Zentrum des Blauen Reiters bis 1915, und Huglfing vorbei und erreichen die ehemalige Bergwerksstadt Peißenberg. Sie breitet sich mit den 12.600 Einwohnern am linken Ammerufer aus. Eine schöne Straße mit vielen ausgebauten Kurven führt hinauf zum Hohen Peißenberg. Die Sonne schickt noch etwas zögerlich ihre Strahlen, ein paar Nebelschwaden verhindern einen ungetrübten Blick ins Tal, das Zentrum des Pfaffenwinkels. Die Besichtigung, der zusammengebauten Gnadenkapelle und Wallfahrtskirche, wird durch ein paar Erklärungen zur Geschichte und Ausstattung noch interessanter. Die große Wallfahrtskirche, mit ihrem 1717, von einem Rottenbucher Maler, geschaffenen, prunkvollen Hochaltar, das große Altarbild, die Seitenaltäre, die aus verschiedenen Holzarten geschnitzte Kanzel und die Pieta von 1617 mit den zwei Engeln sind beeindruckend. Die Gnadenkapelle wurde von 2006 bis 2012 total saniert und das Erscheinungsbild der Rokoko-Ausstattung von 1747 wiederhergestellt. Der Gnaden-Altar mit der Gnadenmadonna aus dem 15. Jh. war  und ist das Hauptziel der Pilger. Die beiden prunkvollen Seitenaltäre mit der Hl. Anna und dem Hl. Joachim schließen an den Chorraum an.  Das große Deckenfresko an der Flachkuppel über dem Kirchenraum zeigt die wichtigsten Ereignisse der Hohenpeißenberger Wallfahrtsgeschichte. Matthäus Günther, geboren 1705, ein Bauernsohn aus der Einöde Tritschenkreit, am Nordosthand des Berges und ehemaliger Ministrant, schuf dieses Kunstwerk 1748.

Gemeinsam nehmen wir das Mittagessen  im großen Restaurant „Bayerischer Rigi“ ein. Anschließend besteht die Möglichkeit zu einem kurzen Rundgang u.a. zum Info-Pavillon des Deutschen Wetterdienstes um sich über die vielfältigen Arbeiten am Observatorium zu informieren. Weiterfahrt um 13.45 Uhr über Land, auf Nebenstraßen, vorbei am Ortsteil Paterzell in der Gemeinde Wessobrunn, zum Landgasthof Eibenwald, den wir um ca. 14.00 Uhr erreichen. Möglichkeit zum Rundgang im Naturschutzgebiet mit über 2000 Eiben  - einige über 1000 Jahre alt - auf dem Eibenlehrpfad, der 1995 vom Forstamt Weilheim angelegt wurde. Anhand von 10 Stationen wird über die Bedeutung des Eibenbaumes, des

Eibenwaldes, des Tuffsteinuntergrundes oder Verwendung der Eibe informiert. Ein „märchenhafter“ Weg über kleine Stege, durch den teilweise sumpfigen, dunklen Wald mit seinen riesigen Baumveteranen,  auf weichen aber mit Wurzeln übersäten Waldboden, oder entlang eines kleinen Baches. Nach diesen Eindrücken und wärmenden Sonnenstrahlen am Rückweg freuen wir uns auf eine Stärkung im Gasthaus. Um 16.30 Uhr treten wir die Rückfahrt an über Weilheim, die Höhenrücken, genannt Drumlins, von Magnetsried nach Seeshaupt am Starnberger See, weiter nach Königsdorf, Bad Tölz, Miesbach zum Irschenberg nach Rosenheim und Stephanskirchen, das wir um ca. 18.30 Uhr erreichen.

Innsbruck - Glockenmuseum

Fahrt nach Innsbruck

Besuch der Glockengießerei Graßmayr und Ostermarkt in der Altstadt

Donnerstag, 18. April 2019

Der Ausflug des Seniorenclubs Sozialwerk Stephanskirchen fällt im April auf den Gründonnerstag. Der Volksmund sagt: nach dem feierlichen, letzten Abendmahl und dem Läuten aller Glocken, verstummen sie bis zur Osternacht und fliegen nach Rom“. Das gibt uns den Anstoß einmal eine Glockengießerei zu besuchen, um alles über diese handwerkliche Kunst zu erfahren.  Abfahrt ist um 9.00 Uhr in Stephanskirchen. Um schneller an unser Ziel zu kommen, die Zeit für den Beginn der Führung um 11 Uhr einzuhalten,  benützen wir die Autobahn ab Rosenheim, vorbei an den Städten– Kufstein –Rattenberg -  Schwaz – Hall bis Innsbruck.

Nachdem heuer der 500ste Todestag des Kaisers Maximilian I wiederkehrte, tauchen wir ein in die Zeit des „Reisekönigs“ und erfahren dass diese Städte im Unterinntal einige kriegerische Auseinandersetzungen oder großen wirtschaftlichen Aufschwung durch ihn erfuhren. Im ehemaligen „Jagdschloss“ Tratzberg, dem prachtvollen Renaissance - Juwel, ist die Geschichte der letzten 500 Jahre lebendig geblieben. Das einzigartige Wandgemälde des Stammbaumes zeigt die Familie Habsburg ab 1278 bis zum ausgehenden 15. Jhdt.

„SOLI DEO GLORIA – an Gottes Segen ist alles gelegen“ waren die ersten Worte im Wanderbuch des Bartlme Graßmayr als dieser für mehrere Jahre zum Praktizieren auf Wanderschaft ging. Zurück in Tirol legte er im Jahr 1599 mit dem Guss der ersten Glocke den Grundstein für das Familienunternehmen. Seit über 400 Jahren gießt die Familie Glocken für die ganze Welt mit Erfahrung und Tradition heute in der 14. Generation. Ab 1836 hat sie ihren Sitz in Innsbruck. Die Führung beginnt in einem dusteren Raum des Glockenmuseums, wo u.a. eine „ausgemusterte“ Glocke hängt und zwei alte gemauerte Öfen stehen.  Diese werden bei der Herstellung von großen Glocken noch zusätzlich mit trockenem Fichtenholz befeuert. Wir erfahren Interessantes  über den Glockenkern, die falsche Glocke, Wachspositive, Glockenrippe, Holzschablonen, Legierungen, Lehmmischungen und den vielen Arbeitsschritten, bis sie zu kunstvollen „Musikinstrumenten“ entstehen. Bevor wir in den anschließenden Klangraum gehen bewundern wir die große Klangschale und ein Glockenspiel. In den weiteren Ausstellungsräumen werden interessante Ausstellungsstücke gezeigt u.a. die Umfänge der größten Glocken, die hier entstanden sind. Im Videoraum können wir einen Film über den Guss einer der größten Glocken sehen, der über Monate von einem Fernsehteam gedreht wurde. Anschließend duften wir in die große Arbeitshalle der Glockengießerei gehen – es war gerade Mittagspause, so stören wir die Männer nicht bei ihrer Arbeit. Ein Blickfang in dieser Halle ist u.a. der große Ofen, die Riesen-Klangschale und viele Glocken die zur weiteren Bearbeitung bereit stehen. Schwer beeindruckt verlassen wir die Glockengießerei durch einen Verkaufsraum.

Im Stiftskeller, das Tiroler Wirtshaus mit bayrischer Bierkultur in der Altstadt, ein ehemaliges Damenstift, nehmen wir das Mittagessen ein. Anschließend kann der Ostermarkt auf dem Platz vor dem Goldenen Dachl und der Fußgängerzone besucht werden. 11 Riesenostereier, die mit unterschiedlichen Motiven versehen wurden, kennzeichnen den Markt. Wer sich mit Kaffee, Tee oder Getränken stärken will hat viele Möglichkeiten, sogar im Freien bei wärmenden Sonnenstrahlen.

Eine Musikgruppe in Tiroler Tracht spielt zum Abschied unter dem Goldenen Dachl. Das erinnert an Kaiser Maximilian I. Hier konnte er vor über 500 Jahren, unter den mit 2657 feuervergoldeten Kupferschindeln gedecktem Dach des Prunkerkers, das Treiben auf dem Platz bewundern und sicher auch einer Musikgruppe lauschen. Ein abschließender Besuch der Hofkirche  mit dem Grabmahl Kaiser Maximilians I. und der “Schwarzen Mander“, nahe unseres Busaus- und Einstiegs vor dem Landestheater, war leider nicht ohne Ticket möglich. Rückfahrt pünktlich um 17 Uhr, Fahrstrecke wie Anreise – Ankunft in Stephanskirchen ca. 18.30 Uhr.

 Reisebegleitung Rita Ringel

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Staatliche Münzsammlung München

Fahrt nach München

Besuch Staatliche Münzsammlung  und Hofbräuhaus München

Donnerstag, 14. März 2019

Im Kalenderblatt der Altbayerischen Heimatpost liest man am  heutigen Tag folgende Bauernregel: „Brau nur im März gut Bier, mein lieber Bauer, es ist gesund und wird nicht sauer“. Das freut uns sehr, denn wir besuchen das Staatliche Hofbräuhaus am Platzl und werden uns davon überzeugen wie das Bier schmeckt - gab es doch hier ab 1612 das erste „Bockbier“ in Bayern. Das Brauen von Bockbier war bis ins Jahr 1810 ausschließlich dem  Hofbräuhaus vorbehalten. Jedes Jahr im April wird im großen Festsaal die Starkbier-Saison mit dem Maibockanstich eröffnet.

Der Ausflug beginnt um 11.00 Uhr in Stephanskirchen. Ankunft in München um ca. 12.30 Uhr am Marstallplatz hinter der Residenz. Vorbei am Kronprinz-Rupprecht-Brunnen gehen wir durch drei von zehn Höfen der Residenz, Apotheken-, Brunnen- und Kapellenhof zum Eingang der Staatlichen Münzsammlung. Durch eine Baustelle ist es schwer den „kleinen“ Eingang zu finden. Zählt sie doch, ab der zweiten Hälfte des 16. Jh. zu den ältesten Sammlungen ihrer Art in Europa. Von den Anfängen bis zum Euro gibt die Münzsammlung, in fünf Abteilungen, einen Überblick die Geschichte des Geldes: Münzen, Papiergeld, Medaillen, Steine und Münzschränke. Die Sonderausstellung  „Geprägte Bilderwelten der Romanik“ zeigt die Münzfunde von Obing, Teisendorf, Bad Reichenhall und Waal (Landkreis Ostallgäu), die uns besonders interessierten. Herr D. Köhler, Sammlungsdirektor, und Herr Dr. Martin Hirsch (Oberkonservator) gaben uns viele Erläuterungen zu diesen „Kostbarkeiten für Numismatiker“, vor allem über die  994 silbernen „Pfennige“. Diese 36 Münztypen wurden zwischen 1056 und 1130 geprägt und im Jahre 2000  in einem Waldstück bei Obing gefunden. Beide Herren erklärten uns die Handhabung der Münzschätze und die Wichtigkeit der Münzbilder dieser süddeutschen und böhmischen Pfennige, damit Funde unbeschrifteter Münzen zeitlich eingeordnet werden können. Der Abschied fällt schwer, immer noch werden Fragen gestellt und diskutiert. Aber der Hunger und vor allem Durst quält uns, ist doch die Mittagszeit weit fortgeschritten. Nach 20 Minuten Fußmarsch bei Regen und Wind über den Max-Joseph-Platz, vorbei an der Bayerischen Staatsoper, am Palais Toerring-Jettenbach entlang der Maximilianstraße zweigen wir ab in den alten Stadtteil Graggenau –  und kommen auf die platzähnlich erweiterte Straße „Platzl“. Weltbekannt durch die ehemals dort gelegene Gast- und Theaterstätte. Heute bekannt durch die verschiedenen Geschäfte von Alfons Schuhbeck. Unser Ziel, das Hofbräuhaus am Platzl, das Bräustüberl im 1. Stock. Wir finden stilvolles Ambiente und moderne Gastlichkeit und freuen uns auf den Aufenthalt. Vor 430 Jahren gab der bayerische Herzog Wilhelm V. – Sohn des Münzen-Kunstkammer-Gründers Herzog Albrecht V. – den Auftrag zum Bau des Hofbräu Hauses um mit der Produktion von Braunbier die Ausgaben des Hofes zu senken. Im Jahre 1828 verfügte König Ludwig I. folgendes: Fortan ist es erlaubt, die Bevölkerung im Hofbräuhaus zu bewirten. Gott sei Dank! Das Bier ist nicht „sauer“, sondern stärkend und gesund! Wir gehen gemeinsam durch die „Schwemme“ im Erdgeschoss und gutgelaunt zurück zum Marstallplatz.

– Rückfahrt 17.00 Uhr Ankunft in Stephanskirchen ca. 18.15 Uhr.

 

Rita Ringel Reisebegleitung

Adventszauber - Hellbrunn

Fahrt  zum „Adventzauber in Hellbrunn“ im Salzburger  Land

Donnerstag 6. Dezember 2018

 

Traditionell steht für die letzte Fahrt im Jahr der Besuch eines Weihnachtsmarktes auf dem Programm. Unser Ziel ist der „Hellbrunner Adventszauber“ im Salzburger Land.

Der weihnachtliche Ausflug beginnt um 12.00 Uhr. Die Anreise erfolgt ab Frasdorf auf der Autobahn Richtung Salzburg. Der Grenzübergang Walserberg verläuft ohne Stau oder Kontrolle. Nach dem Autobahnknoten erreichen wir die A10 die Tauernautobahn. Die erste Ausfahrt führt uns zur Marktgemeinde Grödig, in die Ortschaft St. Leonhard. In der Ortsmitte, direkt neben der denkmalgeschützten Wallfahrtskirche, steht das stattliche Gasthaus „Schorn“. Hier können wir uns mit allerlei Spezialitäten stärken, die ganze Gruppe in einem großen weihnachtlich, geschmückten Gastraum. Bei gutem Essen und vielen, angenehmen Gesprächen vergeht die Zeit  sehr schnell. Sie reicht für eine Besichtigung der kunst- und kulturgeschichtlich wertvollen Wallfahrtskirche. Leider sind die Kostbarkeiten, wie das Hochaltartbild von 1692 und die kunstvoll gearbeitete blaue Kanzel im Berchtesgadener Stil nur durch ein Absperrgitter und ohne Beleuchtung zu sehen. Das Alter der Kirche lässt sich aus Urkunden nicht mit Sicherheit erschließen, das Gebiet wurde durch das Salzvorkommen sehr früh besiedelt. St. Leonhard war das religiöse Zentrum der näheren Umgebung. 1407 wurde sie eine Filialkirche von Schellenberg im benachbarten Bayern. Bis 1816 gehörte die Pfarrgemeinde zur Fürstpropstei Berchtesgaden.

Nach kurzer Fahrt erreichen wir Schloss Hellbrunn. Montag bis Freitag - freier Eintritt zum Adventzauber!  Das Wetter ist uns nicht so hold, für kurze Zeit benötigen wir den Regenschirm. Die bezaubernde Kulisse von Schloss, Park, und Märchenwald aus über 700 Nadelbäumen, geschmückt mit 10.000 roten Kugeln und Lichterkerzen lassen vergessen, dass es keinen Schnee gibt. Wer gut zu Fuß ist kann vom Schlosspark bis zum Zoo spazieren, der heuer erstmals zum Adventsareal gehört und im weihnachtlichen Glanz erstrahlt. Nicht zu übersehen ist der 8 m hohe Weihnachtsengel in der Mitte der Teichlandschaft. Magisch leuchtet er am Abend – der wahrscheinlich größte Weihnachtsengel Mitteleuropas. Gruselig oder mystisch, aber trotzdem interessant ist die Anifer Krampuswelt mit Original Masken und Kostümen. Märchenhaft dagegen die Kinderweihnachtswelt mit dem Wichtel-Weihnachtszug. Für Kinder ebenso, aber auch für uns Erwachsene, immer nett anzuschauen der Streichelzoo.

Historisch sind die weltberühmten Wasserspiele – mit spezieller Beleuchtung stimmungsvoll in Szene gesetzt. Kulinarische bäuerliche Produkte, alpenländische Spezialitäten und hochwertiges traditionelles Kunsthandwerk werden in den Holzhütten angeboten.  Wunderschöne Krippen gibt es in der Schlosskapelle zu bestaunen. Das Adventscafe in der Orangerie und das“ Gasthaus zu Schloss Hellbrunn“ laden zum Ausruhen bzw. zum Genießen ein. Langsam wird es immer dunkler, aber auch idyllisch. Die große, markante Fassade des Schlosses, das 1613-15 vom Salzburger Fürsterzbischof Markus Sittikus von Hohenems als Lustschloss erbaut wurde, erstrahlt als Adventskalender, 6 Fensterläden sind geöffnet. Wir treten den Rückweg zum Busparkplatz an. Ein letzter Blick fällt auf das illuminierte Monatsschlösschen in exponierter Lage auf dem Hellbrunner Berg.

Nachdem heute „Nikolaustag“ ist lassen wir den Ausflug noch mit ein paar Nikolaus- und Weihnachtslieder im Bus ausklingen. Ankunft in Stephanskirchen ca. 18.30 Uhr.

 

Die Reisebegleitung Rita Ringel

Alpbachtal

Fahrt ins Alpbachtal

Donnerstag, 18. Oktober 2018

 

„Der Herbst ist ein zweiter Frühling, wo jedes Blatt zur Blüte wird.“ Dieses Herbstgedicht machen wir, Seniorenclub Sozialwerk Stephanskirchen, uns heute zum Motto für die Fahrt ins Tirolerische Alpbachtal. Ab 12.00 Uhr geht‘ s los. Damit wir diese Blüten auch sehr gut sehen haben wir uns entschlossen über Land zu fahren. Über Riedering, Pfaffenbichl  nach Frasdorf, Aschau, Sachrang kommen wir ins Kufsteinerland. Acht Dörfer und die Stadt Kufstein bilden diese Interessengemeinschaft. Die bunte Vielfalt der Blätter lässt sich an den umliegenden Bergen, wie dem unteren Teil des Kaisergebirges, dem Thierberg 721 m, dem Maistaller Berg 998 m und auch am Hausberg Pendling 1563m gut erkennen.

Wir fahren durch den Stadtteil Zell, mit einem guten Ausblick auf die Festung, durch Endach mit seinem großen Bezirkskrankenhaus und kommen nach Langkampfen und Kirchbichl. Auf dem Grattenbergl befand sich die größte Siedlung Nordtirols in der Hallstattzeit (800 v. Chr.) und war unter anderem Schauplatz des Tiroler Freiheitskampfes gegen die bayerischen und französischen Truppen. Heute haben sich Handwerk und Industrie hier angesiedelt und geben den Bewohnern Arbeit  und ein gutes Auskommen. Der Verkehr wird deutlich stärker - wir erreichen die Stadt Wörgl, das bedeutendste Handesszentrum im Nordtiroler Unterland. Durch schmale Straßen zwängt sich der Verkehr. Alles was Rang und Namen im Einzelhandel hat, hatte sich hier schon ab 1960 angesiedelt. Nach ein paar Kilometer erreichen wir die Marktgemeinde Kundl, die im 15. und 16. Jh. große Bedeutung im Bergbau für Silber, Kupfer und Kobalt erlangte und die Wallfahrtskirche St. Leonhard, ein Spitzenmonument der Spätgotik. Wir sehen die kleinste Stadt Österreichs, die zwischen rechtem Innufer und einer Burg auf 521 m liegt. Im Sommer und zur Adventszeit besuchen circa 3000 Gäste pro Tag die „Glasstadt“. Nahtlos geht es über in die Marktgemeinde Brixlegg, am Eingang zum Alpbachtal. Zur Blütezeit des Kupferabbaues stand hier das größte Schmelzwerk Tirols – daraus hervorgegangen sind die Montanwerke, heute die einzige Kupferhütte Österreichs.

Entlang des Alpbachs, der dem Tal den Namen gab, „erklimmen“ wir die Anhöhen des Tales, das zu den Kitzbühler Alpen zählt. Die erste Gemeinde Reith liegt am Eingang ca. 100 m über dem Inntal. Eine Gondelbahn führt auf den Reither Kogel und macht im Winter einen kleinen Teil des Schigebietes Alpbachtal aus und dient im Sommer als Wandergebiet. Nach weiteren 300 Höhenmetern erreichen wir die Gemeinde Alpbach am Fuß der 1898 hohen Gratlspitz.

Im Gasthof zur Post können wir einkehren. Ein Rundgang durch den Ort, zur Pfarrkirche, die dem Hl. Oswald geweiht ist, und durch den Ortsfriedhof, der durch das einheitliche Erscheinungsbild der Grabstätten mit den schmiedeeisernen Kreuzen beeindruckt. Die Zeit des Aufenthaltes reicht, auch dem Kongress Zentrum Alpbach einen Besuch abzustatten. Dahinter auf einer kleinen Anhöhe steht auf einer Wiese mit einem hohen spitzen Holzturm eine 9-eckige Kapelle. Ein Dach für alle Religionen – ein Ort der Stille, der Ruhe, der Besinnung. Im Inneren, in der Mitte, sprudelt das Quellwasser als Zeichen des Lebens. Auf dem Verbindungsweg zur Lesestube sind Skulpturen des Brandenbergr Schnitzers Erich Ruprechter „die sieben Todsünden und Angst und Liebe“ aufgestellt. Vorbei an den typischen Holzhäusern, mit dem noch sommerlichen Blumenschmuck, geht es abwärts zum Gasthof, wo uns der Bus wieder abholt. Zurück durchs bunte Alpbachtal, wo der Herbst zum zweiten Frühling und jedes Blatt zur Blüte wurde, erreichen wir das Unterinntal, die Autobahn von Kufstein nach Rosenheim, Schloßberg und Stephanskirchen, das wir um 18.30 Uhr erreichen.

 

Reisebegleitung Rita  Ringel

Pöllautal

Fahrt ins Pöllatal und mit der TschuTschu-Bahn zur Kochlöffel-Hütte am

Donnerstag 20. September 2018

Bevor die Tage im Herbst kürzer werden starten wir, der Seniorenclub im Sozialwerk Stephanskirchen, um  9.00 Uhr zu einem Ausflug nach Kärnten, ins Pöllatal unweit des Katschbergs.

Die Anreise erfolgt über die Autobahn nach Salzburg, über die stark frequentierte deutsch-österreichische Grenze Walserberg auf der A1 und ab Knoten Salzburg auf der  Tauernautobahn A 10. Ein Bilderbuchwetter, tiefblauer Himmel und die Gipfel der Berchtesgadener Alpen, wie das Massiv des Untersberges, sind zum Greifen nahe. Die Gemeinden Anif, Adnet, Kuchl, Golling auf der linken Seite und die Orte Grödig, Puch, Urstein, Hallein auf der rechten Seite können wir durch die hohen Lärmschutzvorrichtungen kaum erkennen. Bevor wir, der Salzach folgend, über den Paß Lueg zwischen dem Tennengebirge links und dem Hagengebirge rechter Hand fahren, sehen wir den Taleinschnitt des Bluntautales. Ab 1908, bis zu seinem Tod, das Jagdgebiet des Thronfolgers Erzherzog Franz Ferdinand. Die Tunnelbauten für die Autobahn erleichtern heute die Fahrt „durch das Gebirge“. Die Autobahn schlängelt sich weit oberhalb des Salzachtales, so haben wir einen guten Ausblick auf den Ort Werfen und die Festung Hohenwerfen, die zum Schutz  der Straße 1075-78 erbaut wurde. Der Blick richtet sich nun auf den höchsten Gebirgsstock der Berchtesgadener Alpen, den 2941 m hohen Hochkönig. Majestätisch zeigt er sich heute im weichen Licht des Herbstes. Ab dem Autobahnknoten Pongau ziehen sich die Fritztaler Berge hin nach Osten, weit unten im Tal des Fritzbaches liegt der ehemalige Bergwerksort Hüttau.

Wir verlassen den Pongau und kommen nach Flachau, in den Flachgau, das dem größten Wintersportgebiet in Europa, dem Skiverbund Ski amade‘ angeschlossen ist. An der Tauernalm, einer relativ neuen Rastanlage, kurz vor der Einfahrt in den Tauerntunnel legen wir eine kurze Pause ein. Das „Beinevertreten“ gibt uns die Möglichkeit die Berge „rundherum“ zu betrachten.  Gegenüber der Rastanlage steht die vor ca. 40 Jahren erbaute Autobahnkapelle an der heute eine Gedenktafel  an den Unfall 1999 im Tunneltunnel erinnert.

Nach dem 6546 m langen Tauerntunnel verläuft die Autobahn im Zederhaustal vorbei an kleinen Ortschaften. In St. Michael im Lungau befindet sich die Mautstelle für den Katschbergtunnel.  Nach knapp 6 km haben wir auch ihn geschafft und verlassen die Tauernautobahn bei Rennweg am Katschberg, das im oberen Teil des Liesertales schon in Kärnten liegt. Wir folgen der Lieser, die im hinteren Pöllatal im Gebiet der Larisch-Alm aus einer Felsenwand entspringt. Die schmale Straße führt durch die Orte St. Peter, Gries und Oberdorf, hier war das Zentrum des Gold-, Silber- und Arsenabbaus. Das ehemalige Pocherhaus, das für das Zerkleinern der Erze sehr wichtig war,  kam schon 1639 in den Besitz der Grafen Lodron. Wir erreichen nach einer romantischen Fahrt, der Lieser entlang, einen geräumigen Park- und Grillplatz. Hier steigen wir in die Tschu-Tschu-Bahn um, die uns in mäßigem Tempo auf einer schmalen Bergstraße in knapp 30 Minuten zur Kochlöffel-Hütte auf 1400 m bringt. Gut durchgerüttelt genießen wir trotzdem die Mittagspause. Jeder verbringt die reichliche Zeit nach seinem Gusto – mit Spazierengehen oder noch einer Tasse Kaffee in geselliger Runde im Schatten der hohen Berge wie das Kareck 2481 m, das Silbereck, den Großen Sonnblick 3030 m, und im Talschluß den Großen Hafner mit 3036 m. Die Rückfahrt durch das Natur- und Landschaftsschutzgebiet nimmt die gleiche Zeit wie die Anfahrt in Anspruch, wir halten mehrmals an und nehmen ein paar „Wanderer“ auf. Wir verlassen das „Sagenreiche“ Pöllatal und fahren wieder ab Rennweg auf der Tauernautobahn

nach Salzburg, über die „kleine“ Grenze Freilassing nach Bayern, weiter nach Rosenheim, Schloßberg und erreichen unseren Ausgangspunkt Stephanskirchen um 19.15 Uhr.

 

Reisebegleitung Rita Ringel

 

Kloster Aldersbach

Fahrt zum Kloster Aldersbach – Vilshofen – Moyerhof Aschau am Inn

Donnerstag 23. August 2018

Ferien in ganz Deutschland. Alles strebt in den Süden. Wir, der Seniorenclub Sozialwerk Stephanskirchen, nicht – unsere Ziele liegen heute nördlich – die Klosterkirche Aldersbach – Mittagessen in Vilshofen und gemütlicher Ausklang im Moyerhof in Aschau am Inn. Die Anreise verläuft, abseits des Touristenstroms, auf Bundesstraßen und kleineren Nebenstraßen, von Schloßberg, Evenhausen, Eiselfing, Babensham, Unterreit nach Pürten. Der Ortsteil von Waldkraiburg, liegt auf der Kante einer Innterrasse und ist bekannt durch die stattliche, spätgotische Wallfahrtskirche Mariä Himmelfahrt aus dem 14. Jh. Wir überqueren den Inn in unmittelbarer Nähe des Jettenbacher Wehrs, hier wird der 23 km lange Innkanal abgeleitet. Dieser Werkkanal wurde 1919 bis 1922  zur Speisung des Wasserkraftwerks Töging erbaut, auf der zu dieser Zeit größten Baustelle Europas schufteten zwischen 4000 und 7000 Arbeiter. Vorbei an Waldkraiburg und dem Mühldorfer Hart, ein gemeindefreies Waldgebiet in dem sich Reste der nationalsozialistischen Rüstungsbunker und eine neue, im März eröffnete, KZ Gedenkstätte befinden. Südlich von Ampfing begeben wir uns auf die A 94, blicken auf Mettenheim, Mühldorf, Erharting, Töging Winhöring, Kronberg im Isental und weiter, vorbei an Neuötting  zur Ausfahrt bei Eisenfelden. Auf der B 588 fahren wir u.a. durch die Gemeinden Reischach und Mitterskirchen bis Eggenfelden. Wir lassen die größte Stadt im Landkreis Rottal-Inn mit dem akademischen Lehrkrankenhaus, das zu den Rottal-Inn-Kliniken gehört, hinter uns. Auf schmalen Landstraßen im Niederbayerischen Hügelland geht‘s durch die kleinen Ortschaften Schönau, St. Georgen, Johanniskirchen, Ammersdorf, Uttigkofen, Heinrichsdorf  und erreichen Aldersbach. Der ausgedehnte Gebäudekomplex der ehemaligen Abtei Kloster St. Peter Aldersbach, das im Jahr 1120 gegründet wurde, und die prunkvoll im Jahr 2014/16 außen restaurierte Kirche Maria Himmelfahrt mit ihrem 60 m hohen Turm dominieren im Ort. Während einer Führung erfahren wir sehr viel über die 1803 aufgelöste Zisterzienserabtei. Im Laufe  ihres 700 jährigen Bestehens wurden Schulen für Mädchen und Buben (1216-1232), ab 1263 bis 1297 weitere Klöster, 1268 eine Brauerei, 1295 ein Spital, eines der frühesten Krankenhäuser in Bayern, gegründet. Ende des 17. Jh. und 1720 veranlassten die Äbte jeweils einen Neubau des  Klosters  sowie der  Kirche Maria Himmelfahrt, die heute zu den bedeutendsten Marienkirchen Bayerns zählt. 1760 entstand  die  Klosterbibliothek mit über 30.000 Bänden und wertvollen Handschriften. Das Rechnungsbuch ist das älteste seiner Art in Bayern. 1811 erfolgte der Ankauf der Güter samt Brauerei durch die Familie von Aretin. Durch ständige Produkterweiterung und Modernisierung ist die Alderbacher Brauerei heute ein erfolgreiches Unternehmen.

Ehrfurchtsvoll betreten wir den mächtigen „Dom des Vilstales“ über die freskengeschmückte Vorhalle. Netze, Gerüste, beschädigtes Mauerwerk, nicht begehbare Durchgänge –trotzdem ist man überwältigt über das Innere. Wir sind eine der letzten Gruppen, ab Oktober wird die Besichtigung einige Jahre wegen Sanierung und Renovierung nicht möglich sein. Erstaunliches erfahren wir über das Deckengemälde der Gebrüder Asam, die Kanzel, das Chorgestühl aus Nußbaumholz, den Hochaltar mit dem Bild „Lactatio des hl Bernhard durch die Mutter Gottes“, den raffinierten Mechanismus zum Bewegen der Monstranz oder der großen Figuren, und die Kirchenschwalbe. Der kurze Rückweg zum Bus führt uns durch den, wetterbedingt wenig bepflanzten, Klostergarten, einzig die Skulpturen des Chiemgauer Künstlers Andreas Kuhnlein trotzten diesem Wetter, die hier am „Aldersbacher Kunstpfad“ zu sehen sind. Nach „geistiger“ freuen wir uns jetzt auf „genussreiche“ Nahrung im Wolferstetterkeller in Vilshofen. Die Mittagszeit im Biergarten zieht sich etwas hin – die Wünsche sind vielseitig - alles wird frisch zubereitet. Der geplante Rundgang wird statt zu Fuß mit dem Bus durchgeführt. Trotz enger Gassen und einer schmalen Straße zur Pfarrkirche Johannes des Täufers, vorbei an Geschäften und kleinen Restaurants fährt uns Sigi, durch die „kleine Drei-Flüsse-Stadt“ an der Donau, wo Vils, Pfudrach und Wolfach einmünden. Mit Blick auf das Kloster Schweikelberg verlassen wir Vilshofen, wo schon seit 1580 der politische Aschermittwoch Tradition hat. Auf der Strecke zurück nach Neuötting streifen wir kleinere und größere Orte wie: Heinrichsdorf, Roßbach, Mariakirchen, Arnsdorf, Malgersdorf, Falkenberg, Peterskirchen, Eggenfelden, Mitterskirchen, und Reischach. Für die letzen km bis Aschau am Inn geht’s auf die A 94 bis kurz vor Reichertsheim. Die Gemeinde liegt im Landkreis Mühldorf und wurde durch den bayerischen Papst Benedikt XVI, der hier von 1932 – 1937 die Grundschule besuchte, sehr bekannt. Aschau liegt an der Strecke des 248 km Radpilgerweges – Benediktweg – der 2005 eröffnet wurde.

Der angekündigte gemütliche Ausklang findet im modernisierten Vierseithof, seit 2010 ein Treffpunkt für Gartenbegeisterte, statt. Erstmals im Jahr 1411 urkundlich erwähnt befindet sich das Anwesen seit 1751 ununterbrochen im Besitz der Familie Edtmüller.  Im Gastgarten genießen wir die kühleren Temperaturen, samt ein paar Regentropfen, denn auf der Anreise stieg die Außentemperatur gelegentlich bis auf 32 Grad. Gestärkt durch Moyer-Cafe- Köstlichkeiten kann jeder nach eigenem Interesse und Befinden die verschiedenen Abteilungen der Läden besichtigen oder einkaufen: Ob besonderes Garten- oder Dekozubehör, Glas- und Steinfiguren, Rosenbögen, Wurzelholzmöbel, Gartenmöbel, oder auch Kunst wie Eisen- und Rostobjekte oder Keramiken. Im Herzstück des Hofes,  dem Bauerngarten mit seinen alten Nuss- und Obstbäumen, einen gemütlichen Spaziergang machen oder in die Kneipanlage zum „Wassertreten“ steigen. Der 1 ½ stündige Aufenthalt verging viel zu schnell. Wir treten die  Rückfahrt an, vorbei an Haag, Wasserburg, Rosenheim, nach Schloßberg und Stephanskirchen das wir ca. um 19.20 Uhr erreichen.

 

Ihre Reisebegleitung Rita Ringel

Gnadenalm - Obertauern

Donnerstag 26. Juli 2018 Fahrt

Fahrt zur Gnadenalm – Untertauern  und zum Roßbrand

Abfahrt: 9.00 Uhr

Fahrtstrecke: Schloßberg  - BAB Salzburg Ausfahrt Eben – Radstadt – Tauernstraße – Untertauern – Gnadenalmstraße – Gnadenalm 1250 m – Mittagessen. Möglichkeit zum Spazierengehen – Rückfahrt – bis Radstadt – Roßbrandstraße zum Roßbrand 1768 m- Kaffeetrinken - Rückfahrt Radstadt – Tauernautobahn Salzburg – BAB Ausfahrt Achenmühle- Schloßberg

 

Die Gnadenalm,

eine Hochalm im Salzburger Bezirk St. Johann im Pongau, liegt auf halber Höhe zwischen den bekannten Tourismus-Orten Untertauern und Obertauern.

Die Gnadenalm befindet sich im Südosten von Salzburg, auf der Nordseite des Radstädter Tauernpasses. Die Gebirgsgruppe um Obertauern gehört zu den Niederen Tauern. Auf einer Seehöhe von 1275 m beginnend, erstreckt sich der Talboden auf einer Fläche von ca. 400 ha. Die gesamte Fläche der Gnadenalm befindet sich im Landschaftsschutzgebiet Obertauern und ein großer Teil im Pflanzenschutzgebiet.

 

Geschichte

Bis zum 17. Jahrhundert war die Gnadenalm im Besitz des Erzdiözese Salzburg. Im 17. Jahrhundert vermachte der damalige Bischof größeren Bauern im Taurachtal die Gnadenalm. Die Alm wurde in zwei Teile aufgeteilt, die Vordergnadenalm und die Hintergnadenalm. Für die vordere und die hintere Gnadenalm wurden jeweils 4 Bauern ausgewählt. Seit jeher wurde die Alm im Sommer zur Viehwirtschaft genutzt. Bis in die 1980er Jahre wurde die Milch zur Gänze auf der Alm zu Butter und Käse verarbeitet. Heute wird die Milch zum Teil verarbeitet und zum anderen Teil an Milchgenossenschaften abgeliefert. Bereits in den 1920er und 1930er Jahren wurde die Weissenhofhütte auf der Hintergnadenalm als Skiheim betrieben und war eine von vier Unterkünften für die ersten Skifahrer in Obertauern. Zu Beginn des Zweiten Weltkriegs wurde die Gnadenalm nur noch für landwirtschaftliche Zwecke genutzt. In den 1990er Jahren eröffnete im Bereich der Vordergnadenalm ein Restaurant, die „Gnadenalm“. Seither hat sich die Gnadenalm auch im Winter als touristisch sehr wertvoll für die Skiregion Obertauern entwickelt.

 

Sommer

Neben der großen touristischen Bedeutung wird die Gnadenalm im Sommer, wie seit jeher, zur Vieh- und Milchwirtschaft genutzt. Die Alm ist im Sommer Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen wie z. B. zum Johanneswasserfall und zur Südwiener Hütte.

 

Winter

Besonders populär ist das Langlaufen, denn die Gnadenalm verfügt über ca. 15 km Loipen. Darüber hinaus wird eine beleuchtete Rodelbahn mit ca. 1,5 km Länge angeboten. Weitere auf der Gnadenalm praktizierbare Wintersportarten sind das Schlittschuhlaufen und das Eisstockschießen. Zudem verfügt die Gnadenalm über eine Langlaufschule und ein Biathlon-Camp. In den letzten Jahren nahm die Zahl der Ski-Tourengeher stark zu. Seit den 1990er Jahren werden auf der Alm Pferdeschlittenfahrten angeboten, die sich großer Beliebtheit erfreuen.

 

Über die Panoramastraße zum Roßbrand

Herrgott, ist die Heimat schön!“ – so lautet die Inschrift des Gipfelkreuzes am Rossbrand (1.768 m), dem Hausberg von Radstadt. Und das ist wahrhaft nicht übertrieben. Denn vom Rossbrand aus bietet sich dem Betrachter ein 360 Grad-Panorama auf über 150 markante Alpengipfel. Vom Dachstein über Bischofsmütze, Tennen- und Hagengebirge über Hochkönig, die Hohen Tauern mit Großglockner und Großvenediger bis hin zu den Radstädter und Schladminger Tauern – dieser Rundblick ist überwältigend! 

 

Radstädter Hütte

Unterhalb des Gipfels verwöhnen Sie Ilse und Manfred von Ende Mai bis Ende Oktober mit regionaler gutbürgerlicher Küche, hausgemachten Mehlspeisen und gepflegten Getränken.

 

 

Ruhpolding

Fahrt nach Ruhpolding am Donnerstag 28. Juni 2018

– Besuch einer alten Glockenschmiede – anschließend Einkehr

 

Warum in die Ferne schweifen, denn auch bei uns im Chiemgau gibt es malerische Gemeinden und einmalige Sehenswürdigkeiten: Unser Ziel - Ruhpolding und die alte Glockenschmiede.

Die Anfahrt geht über die BAB in Richtung Salzburg – Ausfahrt Siegsdorf. Wir folgen der Weißen Traun über Eisenärzt nach Ruhpolding und kommen ins Brander Tal. Hier treibt der Thoraubach, durch ein 40 Meter langes Wassergerinne und einem riesigen Wasserrad, das alte Hammerwerk mit seinen drei schweren Schwanzhämmern an. Schon1646 finden sich Erwähnungen in den Urkunden. Sie gehört zu den wenigen noch bestehenden in Bayern und ist diejenige, die am längsten, bis 1958, in Betrieb war. Freundlich werden wir bei „Schnürlregen“ von Frau Tyrena Ullrich, einer Tochter des letzten Schmieds, begrüßt. Die Erklärungen in der Hammerschmiede sind sehr interessant: die Handhabung der riesigen Schwanzhämmer, die Werkzeuge, die Produkte die hergestellt wurden, die damalige „Vermarktung“, das Leben der Mitarbeiter, die Unterkünfte für  Gesellen und Lehrlinge, die Stellung der „Meisterin“ zu jener Zeit und vieles mehr.

Über der Schmiede, auf dem Hammerboden, kann man einen Originalfilm des Bayrischen Fernsehens über den letzten Kuhglockenauftrag aus dem Jahre 1955, als die Schmiede noch in Betrieb war, ansehen. Anschließend führt uns Herr Ullrich noch in die historische Schleiferei, unterhalb der ehemaligen Gesellenwohnung, die aufwändig in 5-jähriger Bauzeit renoviert wurde und seit der Eröffnung 2007 zur Besichtigung geöffnet ist. Auch sie wurde über ein Wasserrad betrieben und hatte den großen Vorteil die Arbeit „sitzend“ zu erledigen. Zum Zwecke der Vorführung, also zum Drehen des großen Sandschleifsteins, wurde ein Motor installiert. Auch heute wird das Wasser genützt. In einem Nebengebäude  treibt es eine Turbine an, erzeugt Strom für die Gesamtanlage und der“ Überschuss“ wird sogar ins Netz eingespeist.

Kälte und Feuchtigkeit lassen uns schneller als üblich zum Bus gehen. Nach kurzer Fahrt erreichen wir den Berggasthof Unternberghof, hoch über Ruhpolding. Einer der ältesten Bergbauernhöfe von Ruhpolding seit 1310. Mit heißem Kaffee, Tee oder kleinen Gerichten kommen wir wieder auf Betriebstemperatur – und das mitten im Sommer. Leider ist kein Spaziergang möglich. Nebelschwaden und Regen verhindern das. Der Blick auf die Berge ist uns nicht gestattet. Also unterhalten wir uns miteinander, oder tauschen uns über das Gehörte und Gesehene aus. Die Rückfahrt über Reit im Winkl ist wegen Überflutung der Bundesstraße leider nicht möglich. So fahren wir bei Siegsdorf auf die Autobahn und nach Stephanskirchen, das wir um ca. 18.00 Uhr erreichen.

Die Reisebegleitung Rita Ringel

Ridnauntal - Südtirol

Fahrt ins Ridnauntal – Südtirol

Donnerstag, 23. Mai 2018

Ein fester Bestandteil im Ausflugsprogramm der Senioren im Sozialwerk Stephanskirchen ist Südtirol. Abfahrt ab 8 Uhr in Stephanskirchen. Die Anreise auf der Autobahn von Rosenheim bis Kufstein – wir staunen über die vielen LKW’s ab dem Inntaldreieck. Der Grund ist eine Blockabfertigung der Österreicher. Wir kommen gut voran im bayerischen und Tiroler Inntal, nur die Berge lassen sich heute nicht blicken. Ab Innsbruck geht’s auf die Brennerautobahn, über die Europabrücke zur Mautstelle Schönberg. Der Blick auf die Serles wird frei und wir sind frohen Mutes, dass sich das Wetter bessert. Vorbei an den Orten Steinach, Gries und vielen kleinen Weilern im Wipptal erreichen wir den Grenzpass Brenner auf 1370 m. Wir verlassen die Brennerautobahn, fahren am neuen Outlet-Center vorbei durch den Ort Brenner. Keine Pass-Kontrolle an der Grenze. Teilweise begleitet uns die Trasse der Brennerbahn. Kurvenreich schlängelt sich die Bundesstraße über den Schellenberg hinab zum Städtchen Gossensaß. Von hier unten sehen wir den gewaltigen Autobahn- Brückenbau über das Tal. Insgesamt überwanden wir 435 Höhenmeter – der alte Handelsort an der wichtigen Brennerroute im Eisacktal, Sterzing ist erreicht. Eine Stunde Aufenthalt zum Kaffeetrinken am Bus und ein kurzer Spaziergang in die Stadt bis zum Stadtturm und der Besuch der Chiesa Santa Spirito von 1388 (Hl. Geistkirche der italienischsprachigen Einwohner) sind möglich. Leider nur mit Regenschirm.

Wir verlassen die Stadt in Richtung Ratschingsertal und blicken auf mächtige Gebäude wie die Deutschordens-Kommende mit der St.- Elisabeth-Kirche am Stadtrand, die Burg Reifenstein und das Schloss Sprechenstein im Sterzinger Moos. Drei Täler zweigen ab: das Jaufental mit dem Pass, das Ratschingsertal (bekanntes Schigebiet) und das Ridnauntal. Nur 16 km erstreckt sich dieses Tal in Richtung der Stubaier Alpen und blickt auf eine rege  Bergbaugeschichte zurück. 800 Jahre wurde auf 2355 m im Schneeberg Silber, Blei und Erz bis 1985 abgebaut. Der erste Ort ist Mareit, oberhalb thront die barocke Schlossanlage Wolfsthurn. Seit 1996 Heimat des Südtiroler Landesmuseum für Jagd und Fischerei. Es folgt Ridnaun, die größte Fraktion im Tal, die auf 1342 m liegt. Das Restaurant /Hotel Schneeberg liegt am Beginn des Ortsteils Maiern – hier können wir das Mittagessen einnehmen. Anschließend bringt uns der Bus zum Landesmuseum Bergbau am Ende von Maiern. Möglichkeit zum Besuch des Museumsgebäudes, wo eine Dauerausstellung der Bergbautradition, persönliche Gegenstände, Fotoaufnahmen der einstigen Knappen und ihrer Familien gezeigt wird. Eine Sonderschau widmet sich dem Markscheidewesen, einer Ingenieursdisziplin, der die Vermessung der Stollen und Erzreviere obliegt. Im Mineralienraum wird die Vielfalt der heimischen Erz- und Mineralienwelt ausgestellt. Ein Video-Film zeigt das ganze Bergbaurevier Schneeberg, das Knappendorf St. Martin auf 2355 m, die Reste der alten 27 km langen Transportanlage einschließlich der Pferdebahnstrecken. Die Reste der 1924 umgebauten Materialseilbahn – die begehbaren Stollen.

Viele nützen den Rückweg zum Gasthof als kleine „Wanderung“ und genießen noch Kaffee und Kuchen. Die Rückfahrt durch das Ridnauntal bietet Ausblicke auf drei kunsthistorische wertvolle Kirchen: das St. Laurentius-Kirchlein in Maiern, die Pfarrkirche zum Hl. Josef und die 1480 von den Schneebergern Knappen errichtete traumhaft gelegene St. Magdalena-Kirche in Ridnaun. Das Ratschingser/Ridnauntal ist seit Jahrhunderten auch bekannt für seinen Marmorabbau. Am Hausberg von Mareit, dem „Mareiter Stein“ erfolgt heute noch durch eine Firma der Abbau dieses edlen Natursteins. Rückfahrt wie Anreise – mit einer kurzen Pause. Trotz Passkontrolle in Kiefersfelden erreichen wir Stephanskirchen um ca. 19.00 Uhr

Ihre Reiseleitung Rita Ringel

Mutters - Natters

Fahrt nach Mutters-Natters  und Neustift im Stubaital

Donnerstag, 19. April 2018

 

Nach dem langen, kalten Winter erfreuen wir uns jetzt an der, warmen Frühlingssonne. Sie lockt uns in’s Freie, oder genauer gesagt in den Bus, um in die Berge nach Tirol zu fahren. Wir, der Seniorenclub im Sozialwerk Stephanskirchen, starten  mit vollem Reisebus um 10.00 Uhr. Über Rosenheim, Kufstein, Wörgl, Schwaz, Hall vorbei an den schneebedeckten Gipfeln von  Rofan- und Karwendelgebirge sowie Kitzbühler- und Tuxer Alpen geht die Fahrt nach Innsbruck. Ein kurzer Abstecher durch den südlichen Stadtteil Wilten, mit Blick auf die Basilika, Stiftskirche und den  Bergisel mit der riesigen Sprungschanze, erreichen wir die Brennerstraße. Nach nur 5 km und 210 Höhenmetern Bergfahrt liegt auf einer Mittelgebirgsterrasse Natters.  Kaiser Maximilian I besaß hier im 16. Jh. eine Sommerresidenz, den Ansitz Waidburg. Auf einer sehr engen, steilen, direkt neben den Häusern verlaufenden Straße, geht es hinauf zum Hochplateau und einem Tiroler Wirtshaus „Natterer Boden“. Zwei Stunden Aufenthalt für die Stärkung mit Tiroler Schmankerl und ein kleiner Rundgang im Erlebnis-Bauernhof sind möglich. Der Ausblick auf die schneebedeckten Berge wie  die 2718 m hohe Serles, die Ausläufer des Karwendels und den  Patscherkofel 2247 m mit Sendestation sind grandios.

Die Abfahrt nach Natters bietet einen schönen Ausblick auf die Kath. Pfarrkirche und den Patscherkofel. Über die Gemeinde Mutters geht es zurück zur Brennerstraße ins Wipptal. Eine sehr geschichtsträchtige Gegend von Innsbruck bis zum Brennerpass. Viele unterschiedliche Menschen sind durch dieses Silltal marschiert. Geschäftstüchtige Händler, Handwerker, Säumer und auch die kriegerischen Soldaten Napoleons. Wir passieren das Wirtshaus Schupfen, eines der ältesten Wirtshäuser in Tirol. Andreas Hofer schlug hier 1809 sein Hauptquartier auf während der Schlachten am Bergisel. Wir passieren die 36 m hohe Stephansbrücke von 1846, die einst die drittweiteste Einbogenbrücke der Welt war. Nach einigen Metern erreicht man die nächste Superlative. Wir fahren unter der Europabrücke durch. Ihr höchster Pfeiler war mit einer Höhe von  146,5 m 1963 für rund 10 Jahre der höchste Brückenpfeiler der Welt. Schönberg, das Tor zum Stubaital ist in Sicht. Auch die Römer benützten hier schon die Wege, das konnte durch Funde der Straße“ Via Raetia“ nachgewiesen werden. Rund 35 km zieht sich das Tal vom vergletscherten Alpenkamm bis vor die Tore Innsbrucks. Beiderseits der Ruetz haben sich die Orte angesiedelt, wie Mieders das an einem sanft ansteigenden Talhang am Fuß der Serles liegt. Telfes liegt 987 m sonnseitig links des Baches. Zum Gemeindegebiet gehört der 5 km lange Talschluß Schlick, dort wurde bis zum 16. Jh. nach Eisen und Gold geschürft. Die heutige Werkzeugindustrie muß die Rohstoffe einführen. Die Marke Stubai hat sich aber gut etabliert und stellt u.a. Equipment für den Bergsport her. In Fulpmes, dem nächsten Ort, gibt es seit 1897 eine entsprechende Fachhochschule. Einen großen Anteil an der Wirtschaftlichkeit  des Gewerbes und auch die steigenden Touristenzahlen im Tal liegen an der 1904 eröffneten Stubaitalbahn. Wir erreichen das Bergführer-Dorf Neustift im Stubaital. 90 Minuten Aufenthalt. Möglichkeit zum Besuch der Pfarrkirche St. Georg, ein Rokokobau im Dorfzentrum. Einst betreute der „Gletscherpfarrer“ Franz Senn die Gemeinde – heute findet man sein Grab auf dem anschließenden, schönen Friedhof. Einkehr in der Jägerhütt’n je nach Lust und Laune. Übrigens die Schattenplätze sind begehrt. Die Sonne „heizt“ uns tüchtig ein – ein Sommertag im Frühling. Die Rückfahrt startet um 16.30 Uhr. Vorbei an den Stubaital-Gemeinden und den schneebedeckten Bergen und teilweise saftigen Wiesen erreichen wir die Brennerautobahn und fahren nach Innsbruck, Hall, Schwaz, Wörgl, Kufstein, Rosenheim, Schloßberg und nach Stephanskirchen, das wir um ca. 18.30 erreichen.

Ihre Reisebegleitung Rita Ringel

Ostermarkt in Bad Tölz

Fahrt zum Ostermarkt Bad Tölz  am Donnerstag 29. März 2018

Rückfahrt über Sudelfeld nach Nußdorf- Besuch Hl. Grab in Nußdorf – St. Vitus

 

Die erste Fahrt im Jahr 2018 führt uns, nachdem wir uns in der Osterzeit befinden, zum traditionellen Ostermarkt nach Bad Tölz. Abfahrt 12.00 Uhr in Stephanskirchen, die Fahrtstrecke: Rosenheim – BAB Richtung München, Ausfahrt Irschenberg- über Miesbach, Waakirchen, nach Bad Tölz. Möglichkeit zur Einkehr, nach einem kurzen Fußmarsch, ist im Metzgerwirt. Nur ein paar Schritte weiter  breitet sich die  schöne Tölzer Marktstraße aus. Das historische Ambiente, für die 40 kleinen Holzhäuschen des Ostermarktes, in dieser Straße vermitteln die mit Lüftlmalereien verzierten Häuser. Der Ostermarkt mit seiner bunten Frühlingsdekoration ist ein Frühlingsbote, der Herz und Seele anspricht. Die handbemalten und kunstvoll verzierten Ostereier, die Osterbuschen, die Blumengestecke und die vielen kunsthandwerklichen Arbeiten, aber auch herzhafte Schmankerl, begeistern die Besucher. Alleine oder in kleinen Gruppen erkunden alle den Markt, oder stärken sich noch vor der Weiterfahrt  in einem Cafe. Ein paar Sonnenstrahlen haben sich durch die Wolken gekämpft – wir genießen jeden Strahl – und steigen frohgemut in den Bus. Die geplante Fahrt über die Sudelfeldstraße  müssen wir aus Sicherheitsgründen streichen – Schneefall am Berg und auf der 1123m hohen Passstraße. Die Rückfahrt erfolgt über Waakirchen, Gmund, Hausham, Schliersee, Neuhaus, Fischbachau, Elbach, Hundham, Bad Feilnbach, Großholzhausen, Brannenburg nach Nußdorf. Nachdem heute Gründonnerstag ist besuchen wir das Hl. Grab in der St. Vitus Kirche, das fleißige Hände bis Nachmittag aufgebaut haben. Der jetzige Bau der Pfarrkirche St. Vitus, mitten im Dorf, im hochgotischen Stil erbaut besteht mit seinem charakteristischen Satteldach seit 1300. Die barocke Ausstattung erfolgte 1740. Unser Fahrer Sigi fährt uns ganz nah zur Kirchentür, denn ein kräftiger Regenschauer geht nieder als wir in die Kirche gehen wollen. Die Mesnerin, Frau Franziska Hitzler, begrüßt uns sehr herzlich und freut sich, dass wir das Hl Grab besichtigen wollen. Eine lange Tradition in der Gemeinde, mal mehr - mal weniger Befürwortung für einen Aufbau im Laufe der letzen Jahrzehnte. Wir sind beeindruckt und lassen die österliche Stimmung auf uns wirken. Die Osterzeit kann kommen. Wenige Kilometer bis nach Stephanskirchen, das wir gegen 18.30 Uhr erreichen.

Christkindlmarkt Altötting

Kloster Schäftlarn

Donnerstag, 12.Oktober 2017

Fahrt zum Kloster Schäftlarn und nach Iffeldorf – Osterseen

 

Die Bauernregel für den heutigen Tag sagt: Ist der Oktober hell kommt der Winter schnell. Bevor die Straßen mit Eis und Schnee bedeckt sind, begeben wir uns noch schnell auf den vorletzten Ausflug des Jahres. Nach der Abfahrt um 10.00 Uhr – steuern wir die Autobahn Rosenheim–München an, die wir bei Holzkirchen verlassen. Die Ortschaften Hofolding und Sauerlach, sowie Egling und Deining liegen auf der Strecke. Wir erreichen das Isartal und die Gemeinde Schäftlarn. Weit sichtbar steht auf dem Isar-Hochufer die bekannte Benediktiner-Abtei zu den heiligen Dionysius und Juliana samt Gymnasium, Tagesheim, Internat für Jungen und Klosterladen. Im Klosterstüberl, in unmittelbarer Nachbarschaft, können wir das Mittagessen einnehmen. Anschließend besteht die Möglichkeit die Klosterkirche, ein Juwel des Rokoko aus dem 18. Jh., mit einer „Kirchenführung“ zu besichtigen. Der Prälatengarten, in der Nähe der Klosterpforte, wurde 1998 neu gestaltet. Er lädt uns ein, einige Schritte zu gehen und die herbstliche Blumen- und Blütenbracht zu genießen. Physisch und Psychisch gestärkt treten wir um 14.00 Uhr die Weiterreise an. Nach kurzer Fahrt auf der B 11 erreichen wir den Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen, die Gemeinde Icking und die Stadt Wolfratshausen. Sie liegt in den Flusstälern von Loisach und Isar. Ab dem 12. Jh. begannen die Floßfahrten von hier nach München; 1848  erreichten sie mit jährlich ca. 5.800 Flößen ihren Höhenpunkt. Über Land, durch die schöne Herbstlandschaft, geht es zum Starnberger See. Die Uferstraße bringt uns direkt in die Gemeinde Seeshaupt, die im Landkreis Weilheim-Schongau liegt. Im Sommer tummeln sich hier viele Gäste. Nun kehrt in den Yachtclubs-, Surf- und Catamaran-Schulen, Ausflugsgaststätten sowie auf den Campingplätzen herbstliche Ruhe ein. Nach wenigen Kilometern tauchen der Lustsee und Frechensee, die ersten der 20 größeren Osterseen, auf. Aufgereiht wie an einer Perlenschnur, durch schmale Kanäle verbunden,  liegen sie im Naturschutzgebiet „Osterseen“. Der „Landgasthof Osterseen“ in Iffeldorf wurde für eine Einkehr reserviert. Die erhöhte Lage bietet einen malerischen Blick auf die Seenlandschaft. Spazierengehen oder Kaffeetrinken, das steht jedem frei. Ein kleiner Rundgang im Ort, vorbei an Geschäften, Geldinstitut, Maibaum, den Gebäuden des Limnologischen Instituts der TH München oder ein Besuch der St. Vitus-Kirche sind trotz Stärkung möglich. Pünktlich um 16.30 Uhr treten wir die Rückfahrt an. Wir erreichen Penzberg, die bis 1966 Bergwerksstadt war. 1972 kam die Pharmaindustrie. Heute finden viele Menschen bei der Firma Roche Diagnostics Arbeit. Das Stadtbild wird von drei Türmen geprägt: der Kirchturm der kath. Christkönigkirche, der Kirchturm der Martin-Luther Kirche und seit 2005 ein Minarett einer Moschee des Islamischen Forums. Über Bad Heilbrunn, Bad Tölz, Miesbach erreichen wir den Irschenberg und die Autobahn München -  Rosenheim. Den Ausgangspunkt Stephanskirchen erreichen wir ca. um ca.19.00 Uhr und viele sind glücklich, einen unbeschwerten, schönen Herbstausflug erlebt zu haben.

Ihre Reisebegleitung Rita Ringel

Pertisau - Falzturnalm - Achensee

Donnerstag, 14. September 2017

Fahrt zur Falzturnalm bei Pertisau – Achensee

In acht Tagen ist kalendarischer Herbstanfang. Ein Gedicht über den Herbst beginnt wie folgt: „Der Sommer neigt sich den ersten kalten Blicken des Herbstes. Aus warmen Sommerwinden werden kalte Herbststürme……“. Diese Sätze passen genau zu unserer Fahrt in den Alpenpark Karwendel. Wir starten um 10.00 Uhr in Stephanskirchen bei traumhaftem blauen Himmel und Sonnenschein und angenehmer Wärme. Um schneller in die Alpen zu  kommen benützen wir die Autobahn ab Rosenheim und fahren durchs Unterinntal, vorbei an  Rattenberg, der Geburtsort der Hl. Notburga, bis zur Ausfahrt Wiesing. Wir folgen der Achensee-Bundesstraße, einer kurvenreichen Serpentinstraße. An einer 180 Grad Kurve auf 896 m befindet sich die Kanzelkehre ein markanter Aussichtspunkt oberhalb des Inntals. Nach wenigen Metern erreichen wir das Achental und die Gemeinde Eben am Achensee. Ein Besuch der Pfarr- und Wallfahrtskirche St. Notburga unterbricht die Fahrt. Wir hören einen lebendigen Vortrag über die Geschichte der Kirche, sowie einen kurzen Lebenslauf der Hl. Notburga. Einen Tag vor unserem Besuch war der Gedenktag der Heiligen, die als Patronin der Dienstmägde und der Landwirtschaft verehrt wird. Der Blumenschmuck am Altar, die gehäkelten Blumen des Herbstes, die Sicheln aus Heu an den Bänken, ergaben ein festliches Bild. Nach einem kurzen Rundum-Blick auf die Kirche, das Mesnerhaus, das Widum und die Berge setzen wir den Ausflug fort und erreichen den Achensee. Die Uferstraße wird begleitet von den schmalspurigen Gleisen der  Achenseebahn – vor Pertisau sehen wir sie auch schon „dampfen“. Seit 1889 bringt sie die Touristen von Jenbach zum Seespitz. Am Ende der Ortchaft  fahren wir auf einer schmalen Mautstraße, die kurz vor unserem ersten Ziel auch die „Sommerfrischler einer Alm“, die Kühe, benützen. Die Aussicht auf das Sonnjoch von der Terrasse der Falzturnalm ist grandios. Die Temperaturen angenehm. Die zweistündige Mittagspause wird für eine Stärkung genützt. Anschließend wollen einige den Rückweg bis zu einer Brücke zu Fuß bewältigen. Aber hier erreichen uns die „kalten Blicke“ des Herbstes. Innerhalb kürzester Zeit steigen über den Bergen Wolken auf, es wird kalt und es beginnt zu regnen. Also schnell in Bus, damit wir nicht naß werden. Bald erreichen wir die Dorf-Mitte und sehen Hotels in allen Kategorien und für jeden Geldbeutel. Ab Maurach, wo die Karwendel-Bergbahn-Talstation beheimatet ist, geht`s auf die Uferstraße. Schon 1482 kann ein Fahrweg am Achensee nachgewiesen werden, der ab 1495 sogar mautpflichtig war. Am Nordufer liegt Achenkirch. Hier legen wir eine Kaffeepause ein. Bis vor die Haustüre fährt uns der „Sigi“, denn die „kalten Blicke des Herbstes“ haben sich nicht entfernt – die Herbstwinde blasen uns den Regen ins Gesicht. Wir genießen heißen Kaffee und Kuchen und freuen uns über eine angenehme Unterhaltung beim Fischerwirt. Etwas früher als vorgesehen treten wir die Rückfahrt, über Schweinau, Achenwald, Hagenwirt und die Kaiserwacht, an. Südlich des Achenpaßes überqueren wir die Grenze nach Bayern und kommen nach Glashütte und Kreuth an den Tegernsee. Durch Rottach Egern, Tegernsee und Gmund – entlang des Sees – fahren wir nach Miesbach und zum Irschenberg. Auf der Autobahn geht`s nach Rosenheim und zum Ausgangspunkt, den wir etwa um 18.15 Uhr erreichen.

Durch die Ammergauer Alpen zum Plansee

Fahrt „Durch die Ammergauer Alpen zum Plansee“ und Besuch der Windbeutelalm bei Garmisch Partenkirchen

Das Ammergebirge, auch Ammergauer Alpen genannt ist ein relativ naturnahes, wenig erschlossenes Gebirge mit sehr geringer Bevölkerungsdichte geblieben. Es ist das größte bayerische Naturschutzgebiet. Seit 2005 wurde die Ausweisung eines Nationalparks im Ammergebirge diskutiert. Diese Beschreibung macht uns neugierig und wir begeben uns auf „Besichtigungs-Tour“ am Donnerstag, 17. August 2017.  Beginn um 9.00 Uhr in Stephanskirchen, mit dem Bus der Firma Hofstetter aus Bad Endorf und unserem bewährten Fahrer Sigi. Die Sonne lacht, nur ein paar Wölkchen tummeln sich am Himmel – bayrisch halt weiß-blau!! Das sind gute Voraussetzungen um auch die Gipfel der Gebirge zu sehen. Damit wir schneller ins „Gebirge“ kommen, benützen wir die Autobahn von Rosenheim zum Irschenberg. Über Land geht’s weiter nach Miesbach, überqueren die Mangfall, fahren durch Waakirchen, vorbei an Reichersbeuern und erreichen Bad Tölz. Die kleine Kreisstadt liegt am nördlichen Eingang zum Isarwinkel und hat seit dem Jahr 550 eine bewegte Geschichte. Die vielen Veranstaltungen jedes Jahr, wie der Leonhardiritt, tragen ebenfalls zum grenzüber- schreitenden Bekanntheitsgrad bei. Nach ein paar Kilometern erscheinen der Kinder -Erlebnispark und zwei Rodelbahnen am Fuße des 1248 m hohen Blombergs. Die Bundes-straße 472, die wir benützen, verläuft am Rande der Gemeinden Bad Heilbrunn und Bichl. In Sindelsdorf, dem einstigen Urlaubsort vieler Künstler wie Kandinsky und Marc, nehmen wir die Autobahn A 95 in Richtung Garmisch Partenkirchen. Immer wieder ist die Loisach zu sehen. In der Gemeinde Großweil soll ein großes Schachtkraftwerk zur Energiegewinnung entstehen. Auf der linken Seite, am Fuße des 1790 m hohen Heimgartens, hat sich das Lehr-,Versuchs- und Fachzentrum für Pferdehaltung in Bayern niedergelassen. Es folgen die Orte Ohlstadt und Eschenlohe, beide gehören zum Landkreis Garmisch-Partenkirchen in der Region Werdenfels. Nun können wir auf der linken Seite den ersten Gebirgsblock erkennen, das Estergebirge, sein Höchster der Krottenkopf misst stolze 2086 m. Ab Oberau benützen wir die Bundesstraße 23 über den Ettaler Sattel, ein Gebirgspass auf 869 m Höhe. Die älteste Straße entstand um 1300 aus einem alten Saumweg. Am Fuß des Ettaler Mandls, ein 1633 m hoher Kalkzacken der zu den Ammergauer Alpen zählt, liegt die kleine Gemeinde Ettal. Mächtig zeigt sich die Klosteranlage mit seiner Kirche, ein Rundbau mit riesiger Kuppel und zwei unterschiedlichen Türmen. Nach 6 km Fahrt erreichen wir Ettal-Graswang und nach weiteren 7 km Ettal-Linderhof. Wir befinden uns jetzt im Herzen der Ammergauer Alpen. Hier, abseits der Hautstraße,  hat sich König Ludwig II  wohl gefühlt und die „ Königliche Villa“ Schloss Linderhof,  von 1870 – 1886 in mehreren Bauabschnitten errichtet. Durch den Lettenwald, entlang des Lindengries, dem trockenen Bachverlauf der Linder, erreichen wir den Ammersattel. Auf 1082 m ü.NN überqueren wir die Grenze nach Tirol. Die Passstraße verläuft zwischen der Ammergauer Hochplatte (2082), Scheinbergspitze (rechts) sowie der Kreuzspitze 2185 m und Geierköpfe 2161 m (links) durch den Ammerwald. Außer einem großen Hotel und der Almwirtschaft Ammerwald konnten wir keine Besiedelung feststellen. Deshalb ist dieses Naturschutzgebiet ein beliebtes Wandergebiet im Sommer, und im Winter kommen viele Naturliebhaber zum Langlaufen. Die Uhr zeigt 12.30 Uhr, wir nähern uns dem fjordartigen Plansee mit seinem blau-grünen Wasser. Im Hotel „Gasthof Forelle“ können wir Mittagessen und anschließend, bis 14.00 Uhr, einen kleinen Spaziergang unternehmen. Weiter geht es auf der L 255 entlang des ca. 7 km Plansees, anschließend umfahren wir den Ammergauer Gebirgsstock Tauern. Vorbei an der Gemeinde Breitenbach, wo die weltbekannte Unternehmensgruppe Plansee Group ansässig ist, sehen wir südlich von Reutte die Ruine Ehrenberg, auf einer 1110 m hohen Felskuppe über der Fernpassstraße. Eine 406 m lange Fußgänger-Hängebrücke in 114 m Höhe, die highline 179, verbindet die Burg mit dem Fort Claudia (Hochschanz), wobei der Durchhang 17 m beträgt. Der Bezirk um Reutte nennt sich das Außerfern, die Region Zwischentoren, „zwischen den Toren“ dabei  handelt es sich um das Tal und die Gegend ab Ehrenberger Klause bis zum Fernpaß. Es folgen die kleinen Dörfchen Bichlbach, Lähn (Fischfarm) und die Gemeinde Lermoos die zwischen Lechtaler-, Ammergauer Alpen, Mieminger- und Wettersteingebirge in einer von der Loisach durchflossenen  Beckenlandschaft auf 1004 m liegt. Wir lassen die Ammergauer Alpen, Kohlbergspitze 2202 m, Upsspitze 2337 m und  Daniel mit 2340 m der Höchste, „hinter uns“. Nach jeder Kurve werden die Ausblicke vor uns grandioser. Das Massiv des Wettersteingebirges türmt sich vor uns auf. Trotz ein paar Wolken erkennen wir die Zugspitze, mit 2962 m der höchste Berg Deutschlands. Am Fuße des Wettersteins liegt die Gemeinde Ehrwald. Schon 1926 wurde hier die erste auf die Zugspitz führende „Österreichische Zugspitzbahn“ eröffnet und sorgt seitdem u.a. für reichlich Tourismus. Wir fahren entlang der jungen Loisach, die eingerahmt von Rauher Kopf 1811 m, Hochschober  1818m der Ammergauer Alpen links und Zugspitz-Massiv, Riffelwand-Massiv 2626 m, Waxenstein-Massiv 2277 m des Wettersteingebirges rechts, nach Norden fließt. Das Tal ist eng, nur die Außerfernbahn, die Straße und die Loisach mit ihrem Radweg finden Platz. Deshalb entsteht durch eine Straßen-Baustelle ein langer Stau, der uns eine halbe Stunde Zeit kostet.   Bei Griesen, das schon zur Gemarkung Garmisch gehört, verlassen wir Tirol. Es folgt die Gemeinde Grainau, wo sich die Talstation der Eibsee-Seilbahn zur Zugspitze befindet und Garmisch-Partenkirchen. Über dem Ortsteil Garmisch auf der Maximilianshöhe“ am Fuße der Kramerspitz, dem nördlichsten der Ammergauer Alpen, steht das Gasthaus Almhütte, die Windbeutel-Alm. Die Ausblicke von der Terrasse auf die „riesigen“ Gipfel sind hervorragend, die „riesigen“ Windbeutel auf unseren Tellern schmecken auch so. Nach 1 ½ Stunden Aufenthalt treten wir um 17.00 Uhr die Rückfahrt an. Über Garmisch Partenkirchen, Farchant und Oberau kommen wir wieder zur Autobahn A 95. Somit schließt sich der Kreis „Durch die Ammergauer Alpen“. Weitere Fahrt nach Stephanskirchen wie die Anreise.  Ankunft ca. 19.30 Uhr. „Besichtigungstour erfolgreich und sehr interessant“.

Ihre Reisebegleitung Rita Ringel

Aktuelles

Kaffeenachmittag:

 

Mittwoch, 25.09.2019

Theratergeschichten - erzählt von Horst Rankl

 

Seniorenausflug:

Donnerstag, 10.10.2019

Schönau am Königssee

Unser heutiger Ausflug geht nach Schönau am Königssee. Dort haben Sie Zeit zur freien Verfügung. Weiter geht es zum Königssee. Hier haben Sie die Möglichkeit mit dem Schiff zur Wallfahrtskirche St. Bartholomä zu fahren oder Sie nehmen die Jennerbahn hinauf zum Gipfel. Dort genießen Sie den herrlichen Ausblick auf die steil abfallende Watzmann-Ostwand und den Königssee.

Abfahrt: 10:00 Uhr

Preis: 22,- €

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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